Einmal breifrei, bitte! Loretta Stern, Eva Nagy

Kathrin für Eltern 13 Kommentare

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Vorweg: ich rezensiere dieses Fingerfood Buch für Babys nur zähneknirschend, denn nachdem ich mich so intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt habe (siehe: „Mit Essen spielt man nicht! Oder doch?„, „Beikost für Stillkinder“ oder „Baby-led Weaning: der neueste Trend in Sachen Beikost„), plante ich solch eine Lektüre selbst zu schreiben. Doch wer zu spät kommt, den bestraft die prominente Konkurrenz…

Nun aber zum Buch! Das Konzept von Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost* ist ungewöhnlich und daher sehr erfrischend:

Im ersten Teil des Buches vermittelt Hebamme & Stillberaterin Eva Nagy den Lesern wichtige Informationen zur Einführung von breiloser Beikost (beispielsweise zu den Aspekten Erstickungsgefahr, Allergien, Eisenmangel, Fingerfood bei Fläschchen-Kindern). Schauspielerin & Moderatorin Loretta Stern „garniert“ dieses theoretische Wissen mit ihren persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen, den sogenannten „Mutti-Notizen“.

Der zweite Teil ist praktischer Natur. Loretta schildert ihren Umgang mit alltäglichen Beikostfragen (z.B. Was brauche ich? Wie bereite ich das Essen zu? Wie gestaltet sich ein Restaurantbesuch?) und Eva unterstützt hier Lorettas Erfahrungen mit wertvollen Hebammen-Tipps. Eine wirklich gelungene Mischung.

Die Botschaft

Das Buch ist sehr locker geschrieben und lässt sich gut und schnell lesen. Der Grundtenor lautet auf sein Kind zu schauen, ihm zu vertrauen und sich führen zu lassen – das finde ich klasse. Es gibt demzufolge keine Dogmen oder Regeln, erlaubt ist was gesund ist und Spaß macht!

Loretta und Eva bestärken Eltern genau das zu tun, worauf sie und ihr Baby Lust haben. Ob Fingerfood oder Brei, Muttermilch oder Milch aus dem Fläschchen – jede Familie kann und soll sich ihren individuellen Beikostweg gemäß der eigenen Vorstellungen, Vorlieben und Bedürfnisse gestalten. Denn wie Herbert Renz-Polster im Vorwort so schön sagt: „Die beste Methode zum Beifüttern ist nicht bekannt“.

An wen richtet sich das Buch?

Meiner Meinung nach ist dieses Buch geeignet für alle Baby-led Weaning Einsteiger und für Eltern, die bereits Fingerfood anbieten, sich aber unsicher fühlen und Ermutigung brauchen. Es bietet umfassende Antworten auf viele Fragen, die zu diesem Thema im Alltag auftauchen und erspart mühevolle Recherche im Internet.

Wer sich allerdings schon mitten in der Beikostphase befindet, überzeugt ist vom breilosen Konzept  und bereits einiges dazu im Internet gelesen hat, wird kaum neue Informationen erhalten. Auch wer auf der Suche nach Rezeptideen ist, wird diese hier vergeblich suchen.

Fazit

„Einmal breifrei, bitte!“ ist ein hübsch gestaltetes und sehr übersichtliches, kleines Nachschlagwerk für alle, die gemeinsame u.v.a. entspannte Mahlzeiten – vom ersten Tag der Beikosteinführung an – mit ihren Kindern genießen wollen.

Hier erhältlich:
Einmal breifrei, bitte!: Die etwas andere Beikost*

Mehr Infos und ein kleines Video von Loretta Stern zum Buch gibt es hier.

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  • Julia

    Ich konnte es nicht abwarten und habe es schon bestellt…
    Nach deiner Rezension freue ich mich jetzt darauf, dass es ankommt…

  • Bianca

    Dem ist kaum etwas zuzufügen. Jedoch muss ich sagen, dass ich sehr wohl viel über BLW gelesen habe, dies auch seit etwa zwei Monaten erfolgreich mit meinem Sohn praktiziere – und das Buch trotzdem voller Wissbegierde aufgesogen habe! Es steht vieles drin, was ich noch nicht wusste, es ist super zum nachschlagen, und vor allem eine tolle Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind! Trotz der zwei Monate haben wir nämlich noch keine einzige Mahlzeit ersetzt, und jetzt weiß ich, dass das völlig in Ordnung ist, wir alles richtig machen, und kein Dauerzustand bleiben wird. Ich kann dieses Buch auch jedem nur wärmstens empfehlen!

    • Vielleicht kann ich es nicht mehr objektiv beurteilen, ob das Buch auch für „Fortgeschrittene“ wertvoll ist, weil ich schon so tief in der Materie stecke. Deshalb vielen Dank für Deinen Kommentar, Bianca!

  • Ari

    Ich konnte es auch kaum erwarten und hab es mir schon bestellt! Es ist schon auf dem weg zu mir!! Und jetzt wo ich deine Beurteilung gelesen habe, bin ich noch gespannter und freu mich richtig auf das Buch!!!

  • Monika

    Ich danke dir sehr!! Fragte mich, ob ich es kaufen soll und weiß nun, dass es nicht so lohnt. Stecken schon mittendrin (Sohn 10 Monate) und meine drängendste Frage ist, wie er es am unkompliziertesten schaffen wird, sich ohne MuMi (ich hasse Abpumpen und es kommt eh nie genug dabei, nur beim „Originaltrinken“ reicht es) über die bald kommende Tagesmutterzeit zu hangeln, ohne dass es wider Willen auf Abstillen hinausläuft. Dann interessieren mich noch familientaugliche Rezepte. Nun suche ich das wohl eher in einem Buch, wo die Rezepte schon im Titel enthalten sind ;-). Lass es dir weiterhin gutgehen, ich genieße auch sonst deine Seite und freue mich auf dein Update zu familylab. LG!

    • Nun, Loretta hat ihre Tochter mit 10 Monaten abgestillt und ihr künstliche Säuglingsnahrung gegeben. Im Buch klang dieser Übergang ganz locker leicht – scheinbar ohne Protest und Probleme (dieser Abschnitt ist im Buch allerdings wenig detailliert). Für Frauen, die länger stillen wollen, hat Loretta demzufolge keine Tipps.
      Wann geht Dein Sohn zur Tagesmutter und wie viele Stunden am Tag? Grundsätzlich ist es sinnvoll, ihn zu stillen bevor Du ihn hinbringst und wenn Du ihn wieder abholst. Es kann sein, dass er nach der Fremdbetreuung eine extra lange Stillmahlzeit einfordert. Versuch Dir dafür Zeit zu nehmen und ihn weiterhin nach Bedarf zu stillen, in der Zeit in der ihr euch seht.
      Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder mit ca. 1 Jahr sehr gut ohne Muttermilch über die Runden kommen, wenn Mama nicht da ist. Deine Brust wird sich auf die veränderte Nachfrage rasch einstellen – Abpumpen oder gar Abstillen ist nicht nötig.

  • Dozza

    Hi Kathrin! Habe deine anderen Posts zu BLW gelesen und hab mich gefreut endlich etwas Info auf Deutsch gefunden zu haben. Du hast auch Links zu Blogs gepostet, die aber leider nicht mehr geführt sind. Ich schreibe jetzt auch einen Blog – naja werde schreiben, da mein Sohn erst 5 Monate alt ist! 😉 Dachte es würde dich interessieren :) Übrigens, das Gill Rapley Buch erscheint am 30 September auf Deutsch! LG Dozza

    • Hallo Dozza,
      die Blogs Breikasper und Unpüriert werden zwar nicht mehr geführt, die dort enthaltenen Informationen sind aber immer noch relevant und lesenswert. Dir viel Spaß beim Beikosten und Bloggen!
      Lg Kathrin

  • Frieda

    Hallo liebe Kathrin, ich findes es super, dass dass Thema breifrei immer mehr Beachtung findet. Im tologo Verlag erscheint demnächst ein neues breifrei Buch mit 130 Rezeptideen. Für alle die noch einige Ideen brauchen ist es bestimmt ein gutes Buch. Wir hätten das Buch „Breifrei von Anfang“ an nur 12 Monate früher haben müssen.

    • Ja, es kommen/ sind gerade einige BlW Bücher auf dem Markt. Werden hier auch bald vorgestellt 😉

      LG
      Kathrin

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