Zahnen beim Baby – Vom Umgang mit Schmerz und Medikamenten

Kathrin Erfahrungen 32 Kommentare

Wenn unser Mädchen kränkelt, schlecht schläft, total hibbelig, gereizt – nahezu unausstehlich – ist, stehe ich jedes Mal erneut vor der Frage „Zahnt sie, oder zahnt sie nicht?“ Bereitet das Zahnen einem Kind keinerlei Probleme, ist diese Frage zugegebenermaßen unwichtig. Hat man es mit einem leidenden Sprössling zu tun, ist die richtige Antwort Gold wert. Denn nur wenn ich sicher weiß, ob mein Kind Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, kann ich gezielt beruhigende oder schmerzlindernde Mittel verabreichen.

Au Backe, unser Mädchen zahnt!

Einigen Kindern scheint das Zahnen überhaupt nichts auszumachen, unsere Tochter dagegen leidet ernsthaft darunter. Ihr erster Zahn meldete sich mit Pauken und Trompeten – sein Durchbruch wurde von einer langwierigen Erkältung mit Husten, Schnupfen und hohem Fieber begleitet. Anfangs weinte sie viel und ließ sich kaum beruhigen. Je mehr Zähne sie bekam, desto besser wurde sie mit ihnen fertig. Mittlerweile wälzt sie sich nur noch unruhig im Bett hin und her – dafür stundenlang in vielen Nächten.

Zahnen in Schüben

Oft dauert es Wochen, sogar Monate bis sich endlich ein Zahn zeigt. Bei den Backenzähnen unseres Mädchens konnten wir deutlich sehen, dass vom Durchbruch der ersten bis zur vierten Spitze fast drei Monate vergingen. Ihr ging es in dieser Zeit mal besser mal schlechter. An einigen Tagen schien alles normal, dafür hatte sie an anderen richtige „Durchhänger“ mit ganz übler Laune und extrem unruhigen Nächten.

Schmerz oder kein Schmerz?

In solchen Phasen habe ich keine Ahnung, ob es tatsächlich der Zahn ist, der für Schlaflosigkeit sorgt oder ob es andere Gründe gibt (aufregender Tagesablauf, Wachstumsschub, nervöse Eltern…). Da unser Mädchen nur noch äußerst selten weint, kann ich außerdem nicht gut einschätzen, ob sie überhaupt Schmerzen hat. Verspürt sie vielleicht doch nur ein Druckgefühl, das für innere Unruhe sorgt? Oder hat sie (große) Schmerzen und leidet einfach nur still?

Was auch immer in ihr vorgeht, ich würde gerne ihre Anspannung lösen und ihr zu mehr Schlaf verhelfen. Wenn nötig auch mit Medikamenten. Doch was und in welcher Dosis soll ich ihr geben, wenn ich die „Krankheit“ nicht genau kenne?

Chemiekeulen

Die „harte Dröhnung“ (Nurofen Tropfen, Ibuprofenzäpfchen oder ähnliches) habe ich bislang noch nicht verabreicht, da ich zu großen Respekt vor chemischen „Drogen“ und ihren Nebenwirkungen habe. Nur im absoluten Notfall, d.h., wenn unser Mädchen vor Schmerzen weint und sich überhaupt nicht mehr beruhigen lässt, ziehe ich solche Medikamente (unter ärztlicher Beratung) in Erwägung.

Von Zahnungsgels wie Dentinox lasse ich ebenfalls die Finger. Sie enthalten Alkohol und Lidocainhydrochlorid. Letzteres hat „eine leicht betäubende Wirkung und wird sogar als Lokalanästhetikum eingestuft ist, was auf den ersten Blick für einen Säugling wohl eher bedenklich wirken mag“ (siehe auch Dentinox N Gel Zahnungshilfe). Da meist mehrere Zähne auf einmal durchbrechen, finde ich es obendrein schwierig den Übeltäter zu lokalisieren.

Zahnen & Homöopathie

Aufgrund einer sehr einschneidenden Erfahrung, halte ich mich auch bei der Einnahme von homöopathischen Mitteln zurück, obwohl sie voll im Trend liegen. „Therapeuten, Patienten und Apotheker teilen [offenbar] die Illusion, dass homöopathische Mittel helfen können, oder auch nicht, aber man sagt ihnen nach, dass sie keineswegs schaden“ (siehe auch „Können homöopathische Mittel wirklich nie schaden?„). Deshalb sind sie in Apotheken und Drogerien ohne Rezept erhältlich und können unkontrolliert in rauen Mengen und wilden Mischungen konsumiert werden. Doch so unbedenklich ist das nicht.

„ Homöopathie bedeutet „ähnliches Leiden“  (homoion = ähnlich, Pathos = Leiden), was meint, dass in der Homöopathie eine Krankheit mit einem Arzneimittel behandelt wird, das am Gesunden Menschen „ähnliche Leiden“ hervorruft“ (siehe auch „Krankheit aus homöopathischer Sicht?“) Letzteres habe ich erlebt:

Im vergangen Jahr sollte ich – nach Absprache mit einer Homöopathin – Calcium C30 gegen den lang anhaltenden und hartnäckigen Schnupfen unserer Tochter einnehmen. Da ich sie ja stillte, bekam sie so über die Muttermilch eine sehr sanfte Medikation. Das Mittel wirkte bei ihr kaum, bei mir dafür umso mehr. Ich hatte plötzlich viele Symptome, bei denen ein kranker Mensch mit Calcium C30 behandelt wird – ich durchlief eine sog. Arzneimittelprüfung vom allerfeinsten. Geplagt mit dem übelsten Husten und meiner allerersten (und absolut fiesen) Heuschnupfenattacke stellte ich fest, dass diese sehr harmlos aussehenden Zuckerkügelchen (auch Globuli genannt) richtig krank machen können. Der Spuk liess übrigens sofort nach, als ich das Calcium absetzte.

Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und sehr misstrauisch gemacht, was die willkürliche Verabreichung von homöopathischen Mitteln bei Kindern anbelangt. Wenn ich so heftig auf ein für mich unpassendes Mittel reagiere, kann das unserem Mädchen genauso gut passieren. Ich als Laie habe keinen blassen Schimmer welches Mittel in welcher Dosierung das richtige ist (siehe auch: „So erleichtern sie ihrem Kind das Zahnen„). Da kann es doch nicht richtig sein, blind aus einem breiten Sortiment zu wählen und meiner Tochter „nach Gefühl“ regelmäßig ein paar Kügelchen zu geben.

Fakt ist: Homöopathische Mittel bewirken etwas im Körper – auch wenn wir das nicht direkt spüren. „Zu häufig eingenommene homöopathische Arzneien können Symptome verursachen und damit Schaden anrichten“ (siehe auch „Können homöopathische Arzneien schaden?„). Sie sind also genau wie die „Chemiekeulen“ mit Vorsicht zu genießen.

Zahnen & natürliche Schmerzlinderung

Geht es unserem Mädchen schlecht, will ich ihr natürlich helfen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich probiere immer zuerst unschädliche Methoden, bevor ich ihren kleinen Körper mit Medikamenten belaste:

Stillen und direkter Hautkontakt ist nicht nur unser Heilmittel Nr. 1 – die schmerzlindernde Wirkung konnte während der medizinischen Behandlung von Kleinkindern nachgewiesen werden (siehe auch „Schmerzen beim Zahnen natürlich lindern“). Nähe hilft und ist wichtig. Wie wichtig, merkt jeder selbst, wenn er krank ist.

Heilmittel Nr. 2 lautet bei uns tragen. Bei den ersten Zähnen reichte unserem Mädchen das Dauerstillen nicht aus. Sie hatte hohes Fieber und wollte nur im Tragetuch schlafen, also habe ich sie nächtelang durch die Wohnung getragen. Mittlerweile bleibt sie meist lieber im Bett. Nur wenn es ganz schlimm ist, will sie noch auf den Arm.

Tipps für mehr natürliche Mittel wie Kauhilfen, Eis, Nelken oder die Bachblüten-Therapie findest du hier.

Ausnahmezustand Eckzähne?

An dieser Stelle noch ein kleiner Erfahrungsbericht.

Unser Mädchen war letzte Woche unfassbar hibbelig und schlecht gelaunt. Beim Einschlafen konnte ich sie kaum bändigen. Entweder lag es an den Eckzähnen (das Zahnfleisch an diesen Stellen ist geschwollen) oder an meiner eigenen, extremen Unruhe, die sich auf sie übertragen hat.
Der neue Besucherrekord hat mich positiv aufgewühlt, vom Schlafen abgehalten und mich dahingehend unter Druck gesetzt, dass ich ganz schnell, ganz viele tolle Artikel schreiben wollte (siehe auch „Danke!„). Ich geriet unter Stress, unser Mädchen vielleicht auch und wer weiß, vielleicht schaukelten wir uns so gegenseitig hoch.

Mittwochnacht dann der erste Albtraum: nach einer sehr schlaflosen Woche war unser Mädchen fast drei Stunden wach. Ich eilte am nächsten Tag in die Apotheke, besorgte Viburcol (homöopathische Zahnungszäpfchen) und gab ihr zum Mittagsschlaf ein Zäpfchen. Sie schlief zwei Stunden lang wie Dornröschen – es hatte scheinbar geholfen. Als sie Donnerstagnacht wieder eine Stunde wach war, habe ich ihr erneut ein Zäpfchen gegeben. Die erhoffte Wirkung blieb jedoch aus und unser Mädchen war zwei weitere Stunden wach.

Gegen Ende der Woche besann ich mich wieder auf das Wesentliche  – auf unser Mädchen. Der Blog und die Artikel rückten in den Hintergrund, der Druck ließ nach, mein Puls sank, ich kam zur Ruhe und schlief endlich wieder gut ein. Freitagnacht folgte die Überraschung: Unser Mädchen schlief friedlich ein und durch. Durchschlafen heisst bei uns übrigens, dass sie sich kurz zum Stillen meldet, aber danach sofort weiter schläft.

Dann folgte plötzlich der nächste Albtraum: Unser Mädchen war vorgestern fast die ganze Nacht wach! Sie schlummerte immer wieder an meiner Brust ein, zuckte zusammen, wachte wieder auf, usw. usw…. Wollte ich weg, protestierte sie laut.  Nach vier durchwachten Stunden gab ich ihr ein Viburcol Zäpfchen. Sie weinte heftig, als ich es ihr verabreichte, aber eine positive Wirkung zeigte es nicht. Sie blieb die ganze Nacht hibbelig – ich dagegen nickte immer wieder ein. Gestern Nacht kamen wir ohne Beruhigungsmittel aus – meine Nähe & die Brust konnten sie zwar nicht zum Schlafen bewegen, aber es schien sie zu beruhigen, wovon auch immer…

Warum ich das erzähle?
Um noch einmal zu betonen, wie schwer es mir fällt die Ursachen für ihre Unruhen herauszufinden, weil sich das Zahnen mit anderen bewegenden (und schlafraubenden) Ereignissen überschneiden kann. Ob sie Schmerzen hat und in welchem Ausmaß, werde ich wohl erst erfahren, wenn sie mit mir darüber sprechen kann. Bis dahin tappe ich im Dunkeln, ob sie ein Mittel benötigt bzw. ob ein Mittel tatsächlich angeschlagen hat oder sie sich auch so wieder beruhigt hätte.

Mein Fazit

Was die Verabreichung von Medikamenten anbelangt bin ich hin und her gerissen. Einerseits will ich unserem Mädchen (und natürlich auch mir) Erleichterung verschaffen, indem ich ihr Leiden lindere bzw. ihr in den Schlaf helfe. Andererseits möchte ich ihr ein Übermaß an Schmerz- oder Beruhigungsmitteln ersparen, da selbst die wenigen, die ich ihr bisher gegeben habe oft nicht die erhoffte, beruhigende Wirkung zeigten.

Wird sie richtig unausstehlich, prüfe ich zunächst meine emotionale Situation und versuche mich runter zu fahren. Das hat sie interessanterweise bereits einige Male beruhigt.

Solange unser Mädchen „nur“ unruhig ist, stille oder trage ich sie. Das ist zwar furchtbar anstrengend für uns beide, aber meist ausreichend.

Homöopathische Mittel verabreiche ich ihr gelegentlich, doch wirklich überzeugt hat mich ihre Wirkung bislang nicht.

Der Durchbruch der Eckzähne scheint auch bei unserem Mädchen am schmerzhaftesten zu sein. Ich bin gespannt und etwas nervös, was da noch auf uns zu kommt. Sollten wir in die Situation geraten, dass sie unerträgliche Schmerzen erleidet bzw. überhaupt nicht mehr schlafen kann, hoffe ich auf einen kompetenten Rat unserer Kinderärztin.

Meine Fragen an dich:

Wie verlief das Zahnen bei deinem Kind/ deinen Kindern? Hast du gute Erfahrung mit Schmerzmitteln gesammelt oder hast Du keine gegeben? Konntest du immer gut einschätzen, ob dein Kind Medikamente benötigt oder hast du manchmal nach Gefühl entschieden? 

 

 

Newsletter Kathrin

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  • Tinka

    Liebe Kathrin…

    auch ich wurde von deiner Facebook Lawine erfasst und freue mich riesig über diesen „Unfall“.
    Deine Artikel sind so schön und liebevoll geschrieben und bin oft am nicken und schmunzeln beim Lesen, weil ich mich sehr oft in deinen Artikeln wiederfinde. (Ob das am gleichen Vornamen liegt)

    Meine Thea ist jetzt 14 Monate alt, hat bereits 8 Beisserchen und die ersten 2 Spitzen vom Backenzahn sind zu sehen.

    Bei uns verliefen die Zahnungsphasen sehr unterschiedlich. Im Nachhinein kann ich vermuten, dass sie nur bei den Einschuss in den Kiefer Probleme hat. Sprich, rote Wangen, unruhige Nächte (max. 2 Nächte), Schreianfälle und nicht mehr gestillt werden wollen.
    Der Durchbruch war meist still und heimlich. Plötzlich hat da etwas weisses im Mund geblitzt. So zumindest bei den Schneidezähnen.

    Jetzt dem Backenzahn, ist sie viel leidiger… sie kaut ständig auf ihren Finger, sabbert viel mehr und ist sehr „launisch“. Die Nächte sind sehr unterschiedlich. 2 Nächte hardcore und dann wieder guter Schlaf. Sie möchte viel mehr gestillt werden.

    Mit den Medikamenten bin ich auch immer hin und her gerissen.
    Schmerzzäpfchen, weder „Chemiekeule“ noch Homöopathisch, habe ich ihr noch nie gegeben (müssen).
    Womit ich bisher gut gefahren bin, wenn kuscheln, stillen, tragen nicht mehr geholfen haben – Osanit.
    Allerdings brauche ich ihr da nur 1×8 Kügelchen geben und schon ist alles gut.
    Aber ich gehe innerlich auch immer erst mal die „Checkliste“ durch, bevor ich in unsere Hausapotheke greife.

    Letzendlich wird es zig Möglichkeiten geben, aber jeder ist anders und jeder reagiert anders.
    Wenn ich krank bin, kann ich keine Nähe gebrauchen. Es ist wichtig zu erkennen, was unsere Kleinen brauchen und den Bedarf liebevoll zu stillen.

    ♥ Grüsse vom ZüriSee

    • Das muss am gleichen Vornamen liegen :)
      Danke für Dein tolles Feedback und die lieben Worte!

      Es klingt als wenn das Zahnen bei Euch identisch, sprich auch in Schüben verläuft. 2 Nächte Hardcore und dann wieder Schlaf, kommt mir sehr bekannt vor. Osanit habe ich auch probiert, ganz am Anfang bei den ersten Zähnchen. Sie war trotzdem wach und wollte weiterhin gestillt und nonstop getragen werden, also habe ich es gelassen. unser Mädchen fand den Geschmack der Globuli allerdings super. Jedes Mal, wenn ich das Röhrchen schüttelte, freute sie sich…

  • Mama Schatz

    auch ich würde manchmal gern lesen können wo es schmerzt und was klemmt. Meine Tochter ist 17 Monate und hat seit 6 Wochen 4 Backenzähne, die fast unbemerkt durchkamen. Da sie allgemein sehr unruhig schläft, haben wir die unruhigen Nächte nicht auf das Zahnen geschoben, genauso wie das „Einschlaf-Problem“. Sie hat viel auf ihren Fingern gekaut, was für uns das einzige Signal war, dass da was brodelt.
    Wir haben sehr gute Erfahrung mit Homöopathie, auch bei mir selbst, dank guter Homöopathin und Ärztin. Beim Zahnen haben wir Chamomilla C30 gegeben und es wirkte binnen 20 Minuten. Der 4. Eckzahn war sehr zäh und sorgte für geschwollenes Zahnfleisch.
    Grundsatz bei uns ist jedoch: Arzeigabe (auch homöopathisch) nur im äußersten Notfall, vorab versuchen wir alles gemeinsam so durchzustehen, denn auch Unwohlsein gehört mit dazu. Das wollen wir nicht mit Arznein oder Erst recht nicht mit Chemiekeulen unterdrücken.
    Danke für deine schönen Artikel, ich lese sie gern und auch ich sehe mich in vielen Fragen und Hindernissen wieder.
    Anja

    • Ja, ich glaube das ist unser Problem: die gute Homöopathin fehlt.
      Außerdem sehe ich es so wie Du, Unwohlsein bzw. eine gewisse Portion Schmerz gehört einfach dazu, solange man es gemeinsam ertragen kann.
      Danke für den ausführlichen Kommentar!

  • Jule

    Bei meinen 2 ging ohne Globulis gar nichts(ausser die Welt unter).Xanthoxylon fraxineum haben.Mein Großer hat sich auch jeden Zahn hart erkämpfen müssen,konnte auch nächtelang nicht zur Ruhe kommen.Die Kleine kriegt schon Tage vorher so übelen Durchfall,daß sie direkt wund(blutig )wird und hohes Fieber.Ohne unsere Kügelchen gab es viele Tränen,stundenlang.Das ist allerdings auch eine „Spezialmischung“die trotz Rezept 17€ gekostet haben :-/ Haben aber auch einen sehr guten Homöophaten,zu dem ich als Kind schon gegangen bin 😉

    • Ohje, dann sind wir mit unseren schlaflosen Nächten und das „bisschen“ Erkältung ja gut weggekommen… Wenn die Eckzähne ganz furchtbar werden, werde ich auch noch mal einen Homöopathen aufsuchen und hoffentlich einen guten finden. Auf Xanthoxylon fraxineum kommt doch kein Mensch 😉

    • Jule

      Unser Kia hatte die xanthoxylon fraxineum damals bei meine Großen direkt versucht,da er so kämpfen musste.Die wirken nicht nur etwas schmerzstillend,sondern machen das Zahnfleisch auch durchlässiger und druckunempfindlicher.Eine gute Mischung,konnte auch einer Freundin schon damit aushelfen :-) bei einer anderen haben sie 0Wirkung gezeigt.Vllt helfen die Euch ja auch,nur sind die wie gesagt leider nicht ganz billig.

    • Barbara

      Hallo Jule, hab mal eine Frage zu Xanthoxylon fraxineum:
      in welcher Dosis wurde das deinen Kindern verschrieben?
      Danke u. lg

  • Ula

    Mein Sohn ist jetzt 1 Jahr alt und diese Woche sind endgültig alle 8 vorderen Zähne durch, die letzten 4 alle auf einmal!

    Er hatte 1 x für ein paar Stunden Fieber, das war aber nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Ebenso war er 2 x stark verschnupft, aber ich kann nicht sagen, ob er wirklich verkühlt war oder es von den Zähnen kam.

    Während der Zahnungsphasen hat er immer wieder ein paar Tage, an welchen er sehr grantig und beinahe unausstehlich ist, was ich von ihm einfach nicht kenne!
    Wenn ich den Punkt „Schlafmangel“ ausschließen konnte, habe ich Chamomilla gegeben und die haben eigentlich immer sofort gewirkt bei meinem Sohn.

    Von allen anderen Medikamenten halte ich auch nichts, muss ich ehrlich sagen!
    Also ich bin wirklich sehr begeistert von der Homöopathie.

  • Ina

    Hallo,

    Das leidige Thema mit den Zähnen. Mein Sohn ( 10 Monate ) zahnt gerade. Die Kauleiste ist geschwollen, er ist schlecht und weint fat den ganzen Tag. Das es die Zähne sind, ist sicher, denn ein Eckzahn ist oben durchgebrochen und die Schneidezähne samt anderen Eckahn sind zu sehen. Da scheinbar alle gleichzeitig kommen habe ich das erste Mal zur Chemie-Keule gegriffen und Nurofensaft gegeben. Nachdem er tagelang nachts nur geweint hat und nicht zur Ruhe kam, war das die erste ruhige Nacht.
    Die Versuchung ist groß, das einfach nochmal zu machen, weil es so schön geholfen hat. Aber ich traue mich nicht, meinem Kind solche harten Medikamente länger zu geben.
    Ein Diskussionspunkt zwischen mir und meinem Mann, der den Standpunkt vertritt, dass damit ja allen geholfen ist.

    Homöopathie und auch Dentinox haben bei uns noch nie was gebracht. Stillen ein wenig und nur kuscheln hilft wirklich. Leider geht das nach einigen Tagen doch sehr an die Substanz. Nurofen würde ich jetzt nicht nochmal geben, einfach weil ich denke, dass man unterschätzt was man damit einem Baby einflößt.

    Liebe Grüsse Ina

  • Linde

    Mhm … Ich habe gerade soviel zeit zum lesen. Mein man kommt erst halb 1 von Arbeit, mein Sohn schläft. Hihi

    So groß kann ich noch nicht mit reden beim Zähnen.
    Ich gebe bei Bedarf osanit, aber nur wo es akut war. Ansonsten geb ich ihm Veilchenwurzel zum rumkatschen.

    Wer weiß was noch kommt bisher waren es nur die unteren beiden Schneidezähne. Aber ich bin ein relativ gelassener Mensch. Ich nehme es wie es kommt. Ich vergebe dann gerne viele und hoffentlich tröstende Mami-Kussis.
    Ich selbst bin eine Medikamentenhasserin, aber ob ich es deswegen meinem Schatz verweigern soll, weiß ich nicht. Ich eürde ihm viel lieber die Schmerzen abnehmen.

  • Norma

    Bei uns sieht es ähnlich aus. Das Kind hat vor zwei Monaten aufgehört durchzuschlafen und wacht in der Nacht mehrmals schreiend auf. Streicheln, shh shh Geräusche oder Schuckeln bringen nichts, nur die Brust hilft. Wir haben bisher Osanit, Chamomilla D12, Stadelmann Zahnöl und Lavendelölbäder und-massagen versucht. Aber die Wunderwaffe (neben dem Stillen) haben wir noch nicht gefunden. Haben dennoch den Eindruck, dass Homöopathie quatschig mit Placebo ist und eine beruhigende ausgiebige Massage am Abend mehr bringt. Mal schauen, wann die Zeit wiederkommt, in der sie sich nicht aus dem Schlaf weint. Zwei Zähne sind da, nur noch 18 vor uns.

    • Nur noch 18 Zähne, schön gesagt :)
      Ich stimme Dir voll und ganz zu. Ich gebe ihr ab und zu Osanit, weil sie die so lecker findet. Und wenn sie sich sehr lange wach hin und her gewälzt hat, sind die Zuckerkügelchen eine nette Belohnung für’s tapfere Durchhalten 😉 Das sie wirken, kann ich nicht behaupten.
      Sie zahnt nun übrigens seit fast 5 Monate mit den Eckzähnen und sie sind erst halb durch. Wenn ich ihr die ganze Zeit Medikamente gegeben hätte, müssten wir langsam ne Entziehungskur machen 😀

  • Corinna

    Hallo Kathrin,

    erstmal viiiielen Dank für die tolle Seite! Ich bin vor kurzem drübergestolpert und kann gar nicht aufhören, zu lesen. :) Und ich finde mich in vielen Artikeln wieder und fühle mich sehr bestätigt in dem was ich mache!

    Jetzt möchte ich auch noch unsere Erfahrungen mit dir/euch teilen:

    Meine Tochter ist mittlerweile 2einhalb Jahre alt. Sie war von Anfang an ein sehr aufgewecktes Baby – sie hat viel gelacht und wollte immer alles sofort können. Allerdings hat sie auch nie wirklich gut geschlafen – teilweise hab ich sie durchgehend gestillt. Ich konnte sie meist nur durch Stillen beruhigen.

    Ihre Zähne haben sie sehr geplagt – beim ersten hatte sie auch sehr hohes Fieber – alle weiteren waren dann nicht mehr begleitet von Krankheiten, aber sie wollte dann nur getragen werden (ein Hoch auf die Manduca), war nächtelang munter und wollte ständig gestillt werden. Es ist wirklich so, dass man es nicht sagen kann, bis der Zahn dann herausschaut. :)

    Mit ca. 26 Monaten hat sie angefangen richtig gut zu schlafen (nur mehr einmal aufgewacht). Wir haben das richtig genossen in unserem Familienbett. :)
    Und jetzt ist sie wieder öfter munter – und ich spüre, dass das Zahnfleisch der letzen Backenzähne richtig fest angeschwollen ist. Und jetzt will sie wieder öfter Milch trinken (mittlerweile kann sie sich ja gut ausdrücken und ich muss nicht mehr raten, was sie will 😉 ). Also komme ich zu dem Schluss, dass sie einfach ständig die Zähne geplagt haben und sie dadurch mehr trinken wollte.
    Mittlerweile weiß ich aber, dass das alles nur Phasen sind und auch wieder vorbeigehen. :)

    Eine Hebamme hat mir übrigens mal den Tipp gegeben, Zwiebel aufzuschneiden, zu erwärmen (ca. 40°C), mit einem Stück Küchenrolle kleine Päckchen machen und ab damit in Babys Socken. Mir ist vorgekommen, dass ihr das als Baby schon geholfen hat. Aber jetzt zieht sie sich die sofort aus. Ich hänge öfter klein Zwiebelsackerln in ihr Zimmer, damit sie die ätherischen Öle einatmen kann (auch bei Husten). Jeder Raumduft ist da überflüssig… 😉

    Kleine Randbemerkung zum Thema Schlafen: Meine Tochter klagt in letzter Zeit sehr oft über „Füße aua“. Dadurch bin ich auch davon überzeugt, dass das schnelle Wachsen nicht spurlos an den Kleinen vorübergeht. Wachstumsschmerzen sind eine weitere plausible Erklärung, dass man nicht schlafen kann (neben den tausend anderen 😉 ).

    Ich freue mich jetzt schon über weiter Artikel von dir!

    Liebe Grüße
    Corinna

    • Liebe Corinna,

      herzlich willkommen!
      Die letzten Backenzähne kündigten sich letzte Woche auch an, davor hatten wir ein paar wirklich herrliche Nächte – ein kleiner Vorgeschmack auf die Zeit nach dem Durchbruch der Backenzähne 😉
      Vielen Dank für den Tipp mit dem Zwiebelsack!

  • Kathrin

    Durch eine andere Mama bin ich heute zufällig auf deiner Seite gelandet und stöbere nun mit großem Interesse durch deine Artikel. In vielen finde ich all die Konflikte und Themen wieder die mich die letzten 9 Monate seit unser Sohn auf der Welt ist auch all zu oft umgetrieben haben. Es tut gut zu lesen, dass die eigenen Gedanken doch gar nicht so verkehrt sein können und andere auch so denken.
    Sowohl was das geben von Medikamenten angeht, als auch deine Ansichten zum Schlafen kann ich dir nur beipflichten.
    Unser Sohn quält sich auch oft sehr mit den Zähnen und so wirklich etwas dagegen gefunden haben wir auch noch nicht. Auch ich hab den Eindruck, dass Tragen oft das einzige ist was wirkt (Osanit war bei uns übrigens völlig wirkungslos)

  • Susan

    Diesen Artikel zu lesen, hat mir gut getan. Unser Sohn ist fast 14 Monate alt. Wir haben viele schlaflose Nächte erlebt. Und genau wie Du rätseln wir immer, ob der Kleine nun wegen der Zähne nicht schlafen kann oder ob eine andere Ursache dahinter steckt. Wenn er doch nur bei uns im Bett schlafen würde… Das will er aber dann auch nicht. Es zeigt aber, dass ihn wahrscheinlich wirklich etwas plagt… Acht Zähne sind da.

  • Maierdbeere

    Hallo Kathrin.

    Mein Sohn ist 9, 5 Monate und wir haben schon 8 Zähne. Es fing schon mit 4 Monaten an und geht hier in einer Tour; )Ich hatte das Gefühl, dass er bei den ersten 6 keine großen Probleme gehabt hat. Ein „schlechter“ Schläfer ist er schon lange, vielleicht aber auch weil er permanent am Zahnen ist?
    Wer weiß das schon und mitteilen kann er sich ja nicht. Da wir hinsichtlich des schlafens auch sehr mit“guten Ratschlägen“und Unverständnis zu kämpfen haben, ist das Zahnen für mich immer eine Ausrede, um unsre offensichtliche“Unfähigkeit“ihn zum Durchschlafen zu bringen, zu rechtfertigen. Wie blöd eigentlich, aber manche Leute verstehen alles andere nicht. Wir stillen noch mehrmals die Nacht und müssen ihn auch öfter zum wieder einschlafen tragen. Die letzten beiden Zähne und vor allem die Eckzähne, die schon seit 2 Monaten in den Startlöchern stehen, machen große Probleme. Nächtliches schreien wie am Spieß, sowie wachsein über Stunden und tagsüber viel weinen mit Hand im Mund. Bisher hat osanit gut geholfen, ich persönlich glaube aber nicht an die Wirkung sondern an die Ablenkung meines Sohnes durch die Kügelchen in seinem Mund. Ein in Eiswasser gekühlter Nuckel ist auch effektiv. In dieser Woche musste ich allerdings auf Nurofen zurückgreifen, weil er sich nachts überhaupt nicht beruhigen lassen hat. Ich bin der Meinung, dass er starke Schmerzen nicht aushalten muss. So richtig zufrieden war ich mit der Wirkung allerdings nicht. Waren es jetzt doch keine Schmerzen? Ich bin gespannt, wann an der geschwollenen Stelle endlich die Spitze zu sehen ist.

    Ich lese übrigens seit 3 Tagen in jeder freien Minute 😉 und bin sehr froh deine Seite gefunden zu haben. Ich kann mich in vielen Themen mit euch identifizieren und bin glücklich, dass andere auch die selben „Probleme“ haben wie wir (nur in meiner Umgebung gibt’s da irgendwie keinen)

    LG und mach weiter so

    • Liebe Maierdbeere,
      wenn ich Deine Zeilen so lese, fühle ich mich richtig glücklich, dass unser Mädchen all ihre Zähne schon hat 😉
      Interessant, was Du über die Wirkung von Nurofen schreibst. Ich kann total nachvollziehen, dass Du Schmerzen ersparen willst, aber dieses Tappen im Dunkeln macht einen schon fertig, oder?
      Ich wünsche Euch noch viel Kraft!!
      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Kawe

    Toller Artikel! Unsere Erfahrung mit Zahnen. Als unsere Kleine auf die Welt kam, ging es schon loooos. Wir wussten nicht was los ist. Dachten wir haben ein Schreikind. Nachdem 8 Wochen später 2 Zähne da waren, wussten wir was sie geplagt hat. Es war erstmal Pause. Nach 3 Wochen ging es weiter. Jetzt ist sie 10 Monate alt und hat 12 Zähne. Die Backenzähne schaffen sich gerade raus. Es ist immer wieder aufs Neue eine sehr anstrengende Zeit. Uns hat das Zahnöl von der Kempten Apotheke gut geholfen. Die Osanitglobulis 15 min vorm schlafen. Und im Notfall wenn sie überhaupt nicht zur Ruhe kommt gibt es Virbucol. Ich bin auch eher vorsichtig. Aber jetzt nach dem 12. Zahn denke ich dass ich ein gutes Gefühl entwickelt habe wann sie zahnt und hab dann auch ein besseres Gefühl beim Medikamente geben. Merken tu ich es wenn sie rote Backen hat ihr Stuhl streng riecht sie ein wunden Po hat, sabbert und sehr müde ist und sich ständig die Nase reibt. Die Hälfte haben wir jetzt schon geschafft. Ich hoffe bald ist es um, unsere Kleine ist ein echtes Mimöschen wenn es ums Zahnen geht. Viel Kraft und starke Nerven an alle Mitleidenden

    • Ohje, Dir auch viel Kraft und starke Nerven!
      Was bin ich froh, dass unser Mädchen all ihre Beißerchen schon hat 😉

      LG
      Kathrin

  • Mamma Mia

    Da meine kleine Goldmaus bei Zahnungsschmerzen den Mund nicht öffnet für Globuli oder Osa Zahngel, suchte ich was anderes. Und stiess auf das Zahnöl der Bahnhofapotheke Kempten (www.bahnhof-apotheke.de). Das Zahnöl streicht man dem Kind auf die Wangen und es wirkt fabelhaft.
    Gerade wenn ich unsicher bin, ob es nun Zahnschmerzen sind oder nicht, kann ich das Zahnöl mit gutem Gewissen geben.

    Liebe Grüsse

    • Ja, darauf bin ich gestossen, als unser Mädchen bereits alle Zähne hatte :/ Wird beim nächsten Knirps direkt ausprobiert. Danke für’s Erinnern!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • MissesMaus

    Vielen Dank für den tollen Artikel! Ich fühle mich davon und den vielen tollen Kommentaren gerade echt getröstet. Unsere Kurze is erst 15 Wochen alt und seit einer Woche wohl am Zahnen – mir fehlt auch der goldene Indikator 😉 Sie hat auf einmal nicht mehr regelmäßig Groß gemacht (sonst einmal am Tag – Flaschenkind), sodass ich Sorge wegen Verstopfung hatte, weil sie das schon mal hatte und man dann ja gerne ubervorsichtig ist. Die Bauchschmerzen blieben aber aus und auch die Windel wurde nach 3 Tagen wieder voll in normaler Konsistenz. Allerdings ließ nun der Appetit spürbar nach, obwohl sie sonst ein guter Esser war. Dann folgten rote Bäckchen, leicht erhöhte Temperatur und alles begleitet mit mega Rumgekaue auf dem Fäustchen. Also ich bin 100% ig überzeugt, dass sie zahnt!
    Aber ich bin mindestens genauso unsicher, wie ich ihr helfen kann. Osanit gebe ich ihr auch und kann wie meine Vorredner auch nicht sagen, obs was bringt. Unser größtes Problem ist, dass sie vor Schmerzen nach kurzem Trinken die Flasche verweigert. Auf ihrem gekühlten Beissring kaut sie dagegen mit Hingabe rum. Warum hat denn noch niemand eine Flasche mit kaltem Nucki und warmer Milch erfunden?!
    Gestern Abend ging es der Maus so schlecht, dass ich ihr kurzerhand ein Benuron-Zapfchen gegeben hab. Nach zwei Minuten war der Spuck vorbei und das Kind seelig am pennen. Ich hab ihr nun heute Nachmittag nochmal ein Zäpfchen gegeben in der Hoffnung, dass sie dann endlich mal wieder richtig trinkt -tja, Ergebnis bleibt abzuwarten, die Madame schläft schon wieder. Allerdings hab ich mittlerweile ein ganz schlechtes Gewissen, weil ich sie eigentlich auch nicht einfach so mit Medikamenten voll pumpen will – zumal der Spass ja noch länger dauern wird. Insofern ist mein schlechtes Gewissen wohl ganz gut… Werde mir nun auch mal das Zahn-Öl und die Virbucol-Zäpfchen besorgen und morgen mal hören was der Kinderarzt so sagt -die nächste U passt gerade sehr gut :)
    Viele Grüße!

  • Viktoria

    Hallo liebe Kathrin,

    unsere Tochter scheint auch gerade ihren ersten Zahn zu bekommenn (mit knapp einem Jahr).

    Es ist schon mehrmals passiert, dass sie unruhige Nächte hatte bzw. vor dem Einschlafen heftig geweint hat. Ich konnte auch wenig einschätzen, was sie hatte. Meistens war es, als wir woanders übernachten mussten (bei meinen Eltern bzw. bei meiner Schwiegermutter). Interessanterweise war die erste Nacht immer ruhig aber am darauffolgenden Abend ging’s dann richtig los.

    Zu Hause hatte sie das auch schon ein paar Mal. Wir haben das dann immer aufs Zahnen geschoben. Unsere Kinderärztin sagt seit fast 7 Monaten, dass die Zähne gleich kommen würden :-)

    Diese Woche wurde es aber echt schlimm. So habe ich meine Tochter noch nie erlebt. Sonntag Nachmittag ging es los – sie konnte einfach nicht ihr zweites Schläfchen machen. Sie war hundemüde, schlief an der Brust kurz ein, zuckte, weinte und drehte sich weg. Abends ging es weiter, ich lag mit ihr stundenlang im Bett und stillte sie. Irgendwann musste ich auf Toilette und Papa musste das Kind übernehmen. Sie hat dann so schlimm geweint, dass sie nicht mal mit der Brust zu beruhigen war. Tragen half auch nicht – sie wollte raus aus dem Tragetuch. Aus lauter Verzweiflung verabreichten wir ihr ein Paracetamol-Zäpfchen. Kurz darau legten wir uns wieder hin. Sie stillte, nickte kurz ein, um gleich wieder vor Schmerz aufzuwachen. Alle 5-10 Minuten zuckte sie zusammen und suchte die Brust. Fand sie diese nicht innerhalb einer Sekunde, ging es los mit dem Weinen. Mein Mann trug sie ewig durch die Wohnung und sie schlief einfach nicht ein. Im Sitzen wurde sie aber still. Um 4 Uhr saßen wir alle drei vor dem Fernseher. Wir mussten nur bis 8 Uhr durchalten, dann wollten wir zu unserer Kinderärztin. Kurz vor 6 fielen mir schon die Augen zu. Ich stillte sie im Bett im Sitzen und wir schliefen ein.

    Die Ärztin meinte, der erste Zahn würde sehr bald durchbrechen und hat uns Dentinox und Nurofen verschrieben. Dentinox habe ich selber bei mir ausprobiert und musste feststellen, dass es kaum betäubt… Wir haben uns vorgenommen, Schmerzmittel nur abends vor dem Schlafengehen, wenn es richtig schlimm wird, zu geben. Ich habe es ihr aber gerade nochmals verabreicht. Sie war so unruhig, sehr müde und wollte stillen, konnte aber nicht, weinte wieder. Ich wurde schwach und gab ihr Nurofen. Jetzt habe ich schlechtes Gewissen….

    Danke für deinen tollen Artikel! Ich werde andere Methoden ausprobieren,bevor ich das nächste Mal zu Medikamenten greife.

    LG Viktoria