Schlafen: Adieu Kinderbett

Kathrin Schlafen 13 Kommentare

Von meiner Schwester bekam ich ein sehr hübsches Kinderbett geschenkt. Es wurde vor der Geburt aufgestellt – direkt an unser Ehebett. Während der Schwangerschaft hatte ich keine konkrete Vorstellung, wo und wie ein Baby schlafen sollte. Nach der Geburt wollte ich unser Mädchen eigentlich nur noch in meiner Nähe wissen, auch in der Nacht. Was mich davon abhielt von Beginn an ein Bett zu teilen, waren all die Stimmen dagegen.

In den ersten Nächten zu Hause machte ich uns den Stress, unser Mädchen bei jeder Stillmahlzeit, d.h. alle zwei Stunden (!!), zu wickeln (Tipp von der Kinderschwester). Auf diese Art sollte sie so wach werden, dass sie „richtig“ trinkt und entsprechend somit länger schlafen. Anschließend legte ich sie ins Kinderbett, doch es dauerte unendlich lange bis sie dort wieder in den Schlaf fand. Wer meint, dieses Prozedere hätte ihr tiefen Schlummer beschert, irrt: Sie wachte weiterhin in ihrem zwei Stunden Rhythmus auf! Ich war nach diesen Wickel-/ Stillaktionen ebenfalls putzmunter und die Nächte waren dementsprechend alles andere als beruhigend für uns.

Nach ein paar Tagen hatte ich die Nase gestrichen voll und ließ unser Mädchen neben mir nächtigen. Das Kinderbett wurde abgebaut und aus dem Schlafzimmer verbannt. Da der Lattenrost in unserem Doppelbett zu weich war, haben wir das große Bett ebenfalls abgebaut und uns ein Matratzenlager errichtet. Unser Mädchen konnte so weder zu tief in die Matratze einsinken, noch aus dem Bett kullern – perfekt! Wenn sie wach wurde, stillte ich sie und sie durfte an der Brust wieder einschlafen. Gewickelt wurde nur noch vor dem Zubettgehen und am Morgen, bzw. wenn die Windel zu voll war noch einmal in der Nacht.

Sie meldet sich nach wie vor regelmäßig, doch die Nächte gestalten sich durch das gemeinsame Schlafen wesentlich angenehmer. Ich reagiere innerhalb von wenigen Sekunden auf ihre Geräusche und beruhige sie durch Handauflegen oder Stillen. Unser Mädchen wacht somit gar nicht erst richtig auf und auch ich erledige meine Aufgabe mittlerweile im Halbschlaf. Es gibt sie natürlich – die extremen Nächte, in denen wir Beide kaum ein Auge zu machen, weil sie z.B. zahnt oder Fieber hat. Doch das erleben wohl auch Eltern, deren Babys im Kinderbett oder eigenen Zimmer schlafen…

 

 

 

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