Wie ich trotz starker Schmerzen weiter stillte

Kathrin Gastartikel 30 Kommentare

Bloggerin Tamara Beck (Nestwärme.li) zeigt in ihrem Erfahrungsbericht wie sie wochenlang trotz enormer Schmerzen alles daran setzte, ihrem Baby Muttermilch zu ermöglichen und gleichzeitig die Symptome zu bekämpfen. Wie sie es schaffte entgegen aller Ratschläge durchzuhalten.

Ganz am Ende gibt es von mir noch ein paar Hinweise zu Schmerzen beim Stillen.

Viel Spaß beim Lesen!
Eure Kathrin

Ich wollte stillen. Das war mir vom Beginn der Schwangerschaft an klar. Dass das nicht einfach sein könnte, daran dachte ich keine Sekunde lang. Und dann war mein Sohn da und ich konnte keine zwei Tage stillen.

Meine Brustwarzen waren extrem empfindlich, schmerzten, bluteten. Jede Hebamme, die mich sah, sagte sofort: „Oje, sie haben so helle Haut, sie müssen sehr empfindlich sein.“ Vorher sagte mir das leider niemand.

Die Tage im Spital waren geprägt von Milch abpumpen, Kompressen auflegen, Lasertherapie und Luft an die verletzten Warzen lassen. Dazu oder gerade deshalb: Babyblues! Alle stillten ausser mir. Ich vermisste die Nähe zu meinem Baby und fürchtete mich vor den Folgen des Nicht-Stillens. Ich weinte jeden Tag. schmerzhaftes Stillen

Das Pumpen-Fläschchengeben-Pumpen-Brustwarzenpflegen-Fläschchenauskochen-Milchpulveranrühren bestimmte auch daheim meinen Tag. Es blieb keine Zeit, um das Baby und die Familie zu geniessen, denn in freien Minuten versuchte ich Schlaf nachzuholen.

Zuhause betreute mich meine Tante, die auch Hebamme ist. Meine Brustwarzen heilten, endlich konnte ich wieder stillen. Doch ich war sehr unbeholfen und es tat immer noch höllisch weh. Mein Sohn schlief außerdem trotz aller Bemühungen stets sofort an der Brust ein, aber mit einem Osteopathen wurde auch das besser.

Derweil litt ich Höllenqualen

Bei jedem Ansetzen verspannte ich mich total. Mir kamen die Tränen. Ich zog die Zehen an, krümmte mich. Einmal schrie ich mein Baby sogar an. Er erschrak und weinte. Mir tat es unendlich leid. Aus Angst vor den Schmerzen, gab ich ihm oft den Nuggi, auch wenn er vermutlich Hunger hatte. Um die Brustmahlzeiten hinauszuzögern, um meine Brüste zu schonen. So schlief er oft ein. Manchmal sass ich dann auf dem Sofa und beobachtete ihn beim Schlafen. War unfähig, irgendetwas zu tun, weil ich total in Panik davor war, dass er aufwacht und trinken will.

Nachts hatte ich keine Kraft zu stillen. Mein Mann gab unserem Sohn Fläschchen, während ich schmerzfrei Milch abpumpte.

Meine Tante versuchte alles:
Brustwarzenschoner, Stilleinlagen aus Heilwolle und Seide, Infrarotlicht, Homöopathie, Schüssler Salze, Bockshornkleesamen-Kapseln, Silacten-Tropfen, ein hausgemachtes Brustwarzenöl einer Hebamme, Lecithin, Vitamin C, verschiedene Salben. Sie fuhr alle Geschütze auf.
Ich fuhr außerdem regelmässig ins Spital um zu lasern, suchte eine Stillberaterin auf und bekam eine Salbe gegen Soor.

Nachdem die Brustwarzen offensichtlich nicht mehr wund wurden, wusste niemand, weshalb ich dennoch so starke Schmerzen verspürte. Ich erzählte mein Leiden immer wieder und musste dabei immer wieder weinen. Es schmerzte eigentlich nur vom Ansetzen bis zum Milchfluss. Doch das fühlte sich an, als würde mich jemand mit Rasiermessern bearbeiten.

Ich wollte geschätzte 1000 mal aufhören mit dem Stillen

Kaum jemand verstand mich. Mein Umfeld schüttelte den Kopf. Auch mein Mann verstand nicht. Mit dem Fläschchen würde doch alles viel einfacher, hätte ich wieder ein einigermassen normales Leben. Immer wieder riet man mir, doch einfach aufzuhören. Das sei doch nicht schlimm. Wenn es mir so schlecht gehe, merke das auch mein Baby. Es sei auch für ihn schlussendlich besser, wenn ich aufhöre.

Ich war einige Male kurz davor. Rief auch schon beim Frauenarzt an. Aber dann war wieder Wochenende. Hätte ich die Tabletten holen können, hätte ich sie vielleicht genommen. Aber die Nebenwirkungen ängstigten mich. Und überhaupt. Ich wollte stillen. Trotz allem! „Halt noch ein bisschen durch“, sagte meine Tante. Sie hatte ja keine Ahnung, was ich durchmache. Ich war ein Wrack. Ich liess mich tätowieren. Stand die Geburt durch. Aber das?

Ich wollte zwar keine Schmerzen mehr, doch nicht mehr stillen wollte ich noch weniger.

Die Vorstellung, dass meine Brüste keine Milch mehr geben würden, diese wunderbare Einrichtung der Natur einfach abzustellen, abzudrehen wie einen tropfenden Wasserhahn, das widerstrebte mir zutiefst. Der Gedanke machte mir Angst und trieb mir die Tränen in die Augen. Mein Wille war noch nie so stark. Und irgendwann wurde das Stillen erträglich.

Ich wurde mutiger. Eines Tages, ich habe es im Kalender eingetragen, liess ich das Stillhütchen weg. Nur kurz. Dann etwas länger. Auf beiden Seiten. Und plötzlich ging es ohne. Das Stillen wurde unkompliziert. Ich musste nicht dauernd überall Hütchen haben, Hütchen mitnehmen, Hütchen aufsetzen, Hütchen abwaschen und abkochen. Ich strahlte. Stillen war schön. Endlich! Mein Sohn ist sechs Monate alt geworden. Und ich stille noch und geniesse es sehr.

Es sind Momente der Zweisamkeit, der Entspannung. Ich werde sicher noch ein Weilchen weiterstillen, will noch gar nicht ans Abstillen denken. Und falls mir ein weiteres Baby gegönnt wird, möchte ich auch dieses stillen – in der Hoffnung, dass der gemeinsame Start ins Leben dann von Geburt weg klappt.

Anmerkung von heute:
Ich stillte meinen Sohn fast 10 Monate lang bis ich wieder auf einer Seite wund wurde. Meine Tante riet mir dann, das Stillen zu reduzieren (wir stillten noch sehr häufig), so schlich es sich, obwohl ich das eigentlich gar nicht wollte, leider langsam aus…

Am 20. Dezember 2011 wurde mir noch eine Tochter geschenkt. Ich hatte zwar von Anfang an mit denselben Problemen zu kämpfen. Leider. Hielt aber auch durch.

Im Wochenbett wurde ich von einer anderen Hebamme betreut, die mir wahnsinnig gut tat. Sie unterstützte mich sehr und mit der Weleda Heilsalbe wurde es schnell besser. Ich pumpte ebenfalls ab und fütterte noch mit ein wenig Milchpulver zu. Bald reichte die Muttermilch aus und sehr bald konnte ich voll stillen und auch die Hütchen weg lassen. Insgesamt war das „Drama“ also Gott sei Dank viel kürzer. Ich stille meine Maus noch heute, sie ist im Dezember zwei geworden und wir geniessen unsere Stillbeziehung noch sehr :)

Stillen & Schmerzen

Tamara und ihre Tochter.

 

Nestling-Ergänzung
Schmerzen beim Stillen verspüren zwar viele Frauen, sie sind aber keineswegs normal.
In den meisten Fällen ist unkorrektes Anlegen die Ursache. Deshalb bei auftreten Schmerzen unbedingt die Stillposition und das Anlegen überprüfen. Ist der ganze Körper des Babys dem Körper der Mutter zugewandt? Kann es die Brustwarze bequem erreichen? Liegt das Baby entspannt und ohne das Köpfchen zu überdrehen? Achte besonders darauf, dass das Baby mit seinem Mund nicht nur die Brustwarze, sondern das gesamte Brustgewebe erfasst.
Sehr anschaulich in diesem Video zu sehen:

Weitere Ursachen für wunde Brustwarzen können Besonderheiten im Mund des Kindes (beispielsweise ein verkürztes Zungenbändchen) oder Infektionen der Brustwarzen (z.B. Soor) sein.

Ist eine Brust besonders verletzt, kannst du mit dem Stillen an der weniger wunden Seite beginnen, denn das Ansaugen bis zum Milchspendereflex ist meist der unangenehmste Teil. Fließt die Milch, kannst du vorsichtig zu der schlimmer betroffenen Seite wechseln. Dabei wieder auf Stillposition und korrektes Anlegen achten!

Nach dem Stillen am besten den kleinen Finger in den Mundwinkel des Babys stecken. Das löst das im Mund entstandene Vakuum und ermöglicht schmerzfreies Abdocken.

Es gibt viele Methoden und Geheimtipps (wie die „Geschütze“ von Tamaras Tante), die vermeintlich bei wunden und schmerzenden Brustwarzen helfen. „Eine derart große Zahl an Medikamenten, Therapien und Hausmitteln für ein gesundheitliches Problem sollte uns Verbraucher jedoch immer skeptisch machen. Der Grund für diese Vielzahl ist nämlich einzig und allein: Sie helfen alle nicht wirklich!

Würde eines der Mittel bei wunden Brustwarzen sicher helfen, so hätte sich das bereits wie ein Lauffeuer (im Internet) herumgesprochen und der Hersteller wäre schon längst zum uneingeschränkten Marktführer geworden.

All diese Mittel helfen nicht, weil sie nur die Symptome behandeln, jedoch nicht die Ursache! Wenn die Ursache nicht gelöst wird, haben Mittel, die nur die Symptome behandeln, keinen durchschlagenden Erfolg. Zudem ist der Nutzen dieser Mittel in den meisten Fällen noch nicht einmal wissenschaftlich erwiesen. Manche können überdies sogar schädliche Auswirkungen haben“ (siehe „Schnelle Hilfe bei wunden Brustwarzen„).

Wende dich bitte an eine Stillberaterin, wenn du die Ursache für deine Schmerzen nicht selbst herausfinden kannst.

Adressen von Stillberaterinnen in deiner Nähe findest du unter folgenden Links:

Stillberaterinnen der La Leche Liga
Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen oder
Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC

Von der La Leche Liga gibt es außerdem noch ein tolles Infoblatt „Wunde Brustwarzen“, mit praktischen Tipps und einer Checkliste „Auf was sollte ich beim Anlegen achten?“

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  • Ich finde es ganz schrecklich, dass Müttern immer noch dauernd erzählt wird, sie hätten wunde Brustwarzen, weil sie so eine helle Haut haben…
    Das ist ein Ammenmärchen mit schlimmen Folgen: Es wird nämlich nicht nach der Ursache gesucht, sondern nur das Symptom behandelt.
    Und nicht alle Mütter halten so lange die Schmerzen aus wie Tamara.
    Hier steht mehr dazu: http://www.stillkinder.de/wunde-brustwarzen-rothaarige-blonde/
    LG

    • Das kann ich als Rothaarige nur bestätigen. Meine Brustwarzen waren zwar empfindlich, aber weder wund noch schmerzend…
      Danke Regine!

  • lira

    Bei mir war es ähnlich. Beim lesen sind die errinerungen wieder hochgekommen…. Gottseidank habe ich durchgehallten :-)

    • Ohje! Schön, dass auch Du durchgehalten hast!
      LG
      Kathrin

  • Angela

    Ich hatte das Glück eine Super Hebamme zu haben die mir empfohlen hat meine Brustwarzen schon in der Schwangerschaft auf das stillen vorzubereiten. Ich bin ein heller Typ und sogar noch rotblond, es heißt das wir die anfälligsten Brustwarzen haben. Dazu kommt das ich noch eine schlupfbrust habe ( noch empfindlicher). Ich habe meine Brustwarzen ab dem 3 schwangerschafts Monat mit einer Baby bürste bearbeitet, jeden Tag 10 min, man könnte zusehen wie sich neue hautgebildet hat und die unempfindlicher wurden. Und es hat gewirkt ich habe 15 Monate stillen können und hatte nur 3 mal wunde Brustwarzen und wenn ich mal welche hatte habe ich eingeweichte schwarztee Teebeutel in meine stilleinlagen auf die Brustwarze gepackt und das hatt sehr schnell geholfen und auch Muttermilch hilft gut. Ich hatte solche Plastik Einlagen die die Milch aufgefangen haben und beim liegen war die Milch auf der Brustwarze und dadurch ist das sehr schnell abgeheilt. Schwarztee ist auch Super für wunden Baby Po und auch windelpilz heilt schneller ab. Eine Super Hebamme mit solchen Tipps war für mich Gold wert.

    • Genau, Schwarztee-Beutel habe ich auch aufgelegt, das habe ich vergessen zu erwähnen (kein Wunde bei sooo vielen „Therapien“ 😉 Die wirken auch antiseptisch und härten etwas ab, meinte meine Hebamme. Die haben mir auch recht gut getan… den anonymen Kommentar (ich frage mich wirklich warum die Leute, die was negatives schreiben, nie dazu stehen…) finde ich etwas deplatziert und überhaupt nicht „einfühlsam“ so wie die Person das von sich behauptet. Ich finde, es ist jederfraus eigene Sache, ob und wie sie stillt. Die einen geben eben schneller auf und den anderen bedeutet es die Welt (so wie mir). Wer wirklich „einfühlsam“ ist, der respektiert die eine wie die andere Einstellung! Und gross werden alle Kinder, auch die, die schlecht behandelt werden (was nicht heisst, dass Flasche geben schlecht ist aber mich nervt das Argument, dass auch diese Kinder gross werden, es scheint das einzige Argument zu sein…)

    • Liebe Angela, schön, dass diese Tipps bei Dir so gut geholfen haben. Grundsätzlich ist es jedoch nicht nötig die Brustwarzen vor der Stillzeit „abzuhärten“, denn im schlimmsten Fall können sie genau dadurch wund und empfindlich werden.
      LG
      Kathrin

  • Anonymous

    Hallo, vor weg möchte ich anmerken, dass ich wirklich ein einfühlsamer Mensch bin!
    Ich habe zwei Kinder (6 Jahre + 2 jahre) beide wurden 1 Jahr voll gestillt! Mir ist bewusst, dass Stillen schmerzt aber es nervt mich unglaublich, dass darum ein derartiger ausriss gemacht wird! Bei meinem zweiten Kind lag ich 3 mal mit 39,6 Fieber und Brustentzündung im Bett! Uhhh…ich habe überlebt…! Hätte ich abgestillt wäre mein Kind auch groß geworden! Ich frage mich oft, weshalb so ein Affentheater um dieses Thema gemacht wird?! Leute, stillt oder lasst es!!!! Die Welt bleibt die selbe und eure Kinder werden groß!!!

    • Mmmhh, von Deiner Empathie merke ich gerade nichts, gut, dass Du explizit darauf hingewiesen hast. Jede Frau hat ein Recht, ihre Gefühle zu äußern. Tamara macht keinen Aufriss, sie schildert lediglich, was passiert ist. Ohne Selbstbeweihräucherung. Da ich selbst schon mit fiebriger Brustentzündung stillte, könnte ich nun auch sagen: „Ach Mädel, reiß Dich doch zusammen!“. Aber ich denke stattdessen „Ich weiß genau wie es sich anfühlt unter Schmerzen zu stillen. Bei mir waren es nur wenige Tage, ich finde es toll, dass Du so viele Wochen durchgehalten hast.“
      Schade, dass es so wenig gegenseitiges Verständnis (für negative Gedanken und Gefühle) unter Müttern gibt. Und schade, dass Frauen, die einfach nur meckern wollen, sich lieber anonym im Netz äußern. Wenn Dir nicht gefällt, was Du hier liest, musst Du nicht bleiben.

  • Jana

    Mir ging es nahezu genauso, nur hatte ich noch dazu regelmäßig alle 3-4 Wochen einen Milchstau. Nach 6 Monaten konnte ich schmerzfrei stillen und tue es immer noch, jetzt wo meine Tochter 16 Monate alt ist. Ich dachte lange Zeit, dass es nur mir so geht. Wunde Brustwarzen am Anfang hatten einige Bekannte gehabt, aber solche Schmerzen kannte keine der Mütter.
    Mir hat damals eine Heilpraktikerin geholfen. Nach einer ausführlichen Anamnese habe ich von ihr ein Mittel bekommen, was eine Erstverschlimmerung ausgelöst hat und wodurch ich nahezu die gleichen Symptome wie beim Milcheinschuss hatte. Dann noch mal das gleiche Mittel in einer anderen Potenz und danach wurde es jeden Tag besser und nach 5 Tagen habe ich keine Schmerzen mehr gehabt. So ist es bis heute und ich hoffe sehr, dass das nachhaltige Wirkung hat und ich beim nächsten Kind von Anfang an nur die ‚üblichen‘ Probleme oder gar keine habe.
    Ich finde das Stillen übrigens durchaus so wichtig, dass man da ein „Affentheater“ drum machen sollte. Von Natur aus sollte allerdings keines nötig sein. Ich bin versucht zu glauben, dass solche Stillprobleme (ob nun im Kopf oder an/in der Brust), wie wir sie in der westlichen Welt haben, eine Zivilisationskrankheit wie viele andere sind.

    • Liebe Jana,

      vielen Dank für Deinen kleinen Erfahrungsbericht. Was Deine Stillproblem-Theorie anbelangt, kann ich nur zustimmen. Stillen ist in der westlichen Welt tatsächlich oft ein Kopfproblem, basierend auf mangelnden Vorbildern, fehlendem Wissen und vielen, vielen Ammenmärchen.
      LG
      Kathrin

  • J.

    Oh ja.. diese Schmerzen.. ich erinnere mich nur zu gut.. auch ich habe vor schmerzen geweint und geschrien.. Dieser Bericht könnte (fast) von mir sein..
    Ich hatte zum Glück auch diesen absoluten Still-Willen und eine wirklich ganz tolle Hebamme, die mir ebenfalls die Weleda Heilsalbe gab. kann ich wirklich nur empfehlen!

    Die Geschichte von Tamara sollten noch ganz viele andere Lesen, um Mut zu bekommen, durch zu halten.. Leider hören viele Frauen wegen solcher Schmerzen mit dem Stillen auf und bereuen es später sehr

  • anonym

    Neben Fehlern beim anlegen oder fehlbildungen kann auch das Raynaud-synonym Auslöser von schmerzen sein. Leider kennen sich die wenigsten hebammen und schon gar keine Ärzte damit aus. In den USA sind sie mit den Erkenntnissen in diesem gebiet schon weiter.

    • Jana

      Ja, das stimmt. Bei mir trafen z.B. einige Symptombeschreibungen des Raynaud-Syndroms zu, anderes widersprach dem aber. Wäre gut gewesen, da mal jemanden zu haben, der sich auskennt.

    • Danke für den Hinweis. Wenn ich das richtig verstehe, verfärbt sich die Brustwarze bei diesem Symptom weiß – es wäre also sehr gut zu erkennen…

  • Mareike

    Der Bericht hätte von mir sein können… Ich habe haargenau das Gleiche erlebt, samt der Behandlung. Ich war so traurig, dass ich mich mehr um die Pflege meine Brustwarzen gekümmert habe, als um meine Tochter (eine Seite konnte man tatsächlich aufklappen) Meine Zehen haben sich aufgerollt, ich hab ins Kissen gebissen und mir sind die Tränen nur so runter gelaufen. Jede Stillmahlzeit hab ich rausgezögert. Dann kamen 2 wirklich schwere Brustentzündungen, nochmal Krankenhaus…., aber da war eine wundervolle Stillberaterin und dann hast funktioniert! Wie am Schnürchen! Ich war unendlich stolz auf meine Tochter, die so prima durchgehalten hat und auf mich. Ich stille noch immer so gut wie voll und meine Tochter ist nun 8 Monate alt.
    Liebe Grüße, Mareike

    • Wow, Respekt! Und wunderbar, dass es am Ende doch schmerzfrei geklappt hat!
      Euch weiterhin eine schöne Stillzeit!
      LG
      Kathrin

  • Sina

    Ich hatte erst dann Schmerzen, als ich mit abpumpen begann.
    Meiner Beobachtung nach wurden die winzigen, kaum spürbaren Risse in der Brustwarze durch das daueransaugen der Pumpe jedes mal aufgerissen und vergrößert. An Dinge wie Heilpraktiker oder Homöopathie glaube ich nicht, deshalb hatte ich mit Hilfe eines Videos versucht die stillposition meines Babys zu verbessern und gleichzeitig mit dem Pumpen aufgehört. Nachdem 5-6 Wochen keine Besserung zu spüren war wurde es jetzt jeden Tag etwas besser und nach ca 6 Tagen konnte ich endlich schmerzfrei stillen.

    Unter Schmerzen zu stillen ist sehr belastend für die Mutter-Kind-Beziehung, es dauerte einige Wochen bis die Nähe zu meinem Kind wieder hergestellt war. Mit fast 9 Monaten stille ich noch hauptsächlich und es war nie wieder schmerzhaft.

  • Anonym

    Das ist ja in den letzten Jahrzehnten zu einer Ideologie – nein, RELIGION geworden.
    Deswegen würde sich meine Frau nicht trauen, hier ihre Meinung dazu zu sagen, und ich bleibe auch lieber anonym, weil ich bei dem Still-Fanatismus, den ich hier sehe, sonst mit Drohmails, Anrufen, oder Ähnlichem rechnen würde.
    Schön, dass es bei Ihnen dann doch noch irgendwie geklappt hat. Es gibt aber auch viele Frauen, bei denen es nicht klappt, und den immensen gesellschaftliche Druck gegen diese Frauen konnte ich als Ehemann schon spüren, obwohl ich selber ja gar nicht stillen konnte. So hat sich meine Frau über Monate gequält, weil sie ja keine „egoistische Rabenmutter“ sein wollte. Schon mal überlegt, dass Sie mit diesem Artikel Frauen, die es nicht geschafft haben, zu Versagen abstempeln und Ihren Beitrag leisten, den Trend, Frauen durch gesellschaftlichen Druck zum Stillen zu zwingen? Nein? Dachte ich mir! Bei so viel Selbstbezogenheit und Überheblichkeit wäre auch nicht damit zu rechnen gewesen.
    Ich habe nichts dagegen, dass Sie es geschafft haben, ich gratuliere Ihnen sogar dazu, aber Sie müssen daraus keinen virtuellen Triumpfzug machen, das ist nämlich erbärmlich.

    • Oh, es ist ja so einfach, seinen Unmut und Frust vom Stapel zu lassen wenn man unter Vorwand den „Anonym“-Button drücken kann. Ich gehe mal davon aus, dass beide anonymen Beiträge von Ihnen stammen, da muss ich ja nur einmal kommentieren. Ich verstehe, dass es als Mann furchtbar gewesen muss, Ihre Frau so leiden zu sehen, ich habe schliesslich auch einen liebenden Vater zuhause, dem ich das Zusehen leider auch nicht ersparen konnte. Im Gegenteil zu Ihnen schien er aber keinen bleibenden Schaden davongetragen zu haben und verbringt seine wertvolle Zeit deshalb gottlob nicht damit, im Netz nach stillfreundlichen Artikeln zu suchen um sie anonym verurteilen zu können. Da bei Ihnen der Schmerz offenbar noch tiefer sitzt, empfehle ich Ihnen, das Gespräch mit einer Fachperson zu suchen. Von Ihren Aussagen betreffend Ideologie, Druck oder Religion distanziere ich mich hiermit allerdings in höchstem Masse. Davon ist weder direkt noch zwischen den Zeilen dieses Artikels irgendwo die Rede. Zum Glück ist die Zielgruppe dieses Blogs auch weitestgehend fähig, die Artikel hier als nützlich und informativ zu verstehen, sie anzunehmen oder auch nicht, ohne sich dabei direkt betroffen zu fühlen. Eine Gültigkeit, die sich meines Erachtens über das ganze Netz erstreckt. Mein lieber Herr Weltverbesserer, ich schätze mal der gesellschaftliche Druck, der in allen möglichen Formen vom WWW, den (sozialen) Medien etc. hervorgeht, ist nur dann ein Druck wenn man selber sich unter Druck setzen lässt. Ansonsten würden sich auf der Welt wohl nur noch magersüchtige Fitnesswütige herumtreiben, die in zwei Jobs herumkrampfen um sich irgendwann eine Brust-OP/einen BMW/Designerkleidung leisten zu können. Nur mal als Beispiel… ich wünsche Ihnen für allfällige weitere Kinder möglichst wenig Stress und Druck und nehmen Sie doch bitte die Gelassenheit vieler an, dass Pulvermilch auch eine Option sein kann. Nur weil es für mich nicht denkbar war, heisst das nicht, dass es für den Rest der Welt keine Möglichkeit ist.

  • Anonym

    Sie sind die größte Heldin! – Nicht so eine Rabenmutter, die wegen Schmerzen aufgibt. Na, da haben Sie ja den ganzen dummen Versagerinnen, die nur wegen unerträglicher Schmerzen ihr Baby mit böser Industriemilch schädigen, gezeigt, wo der Hammer hängt! Weiter so, mehr Druck auf die Nichtstiller! Die machen das doch nur aus böser Absicht, weil die ihr Kind schädigen wollen! Da brauchen wir Helden wie Sie, die auch offen dazu stehen, dass sie besser sind. Am besten nimmt man Frauen, die nicht nachweisen können, dass sie ordentlich stillen, die Kinder weg!

    • Thies

      Es geht in diesem Artikel doch nicht um Heldentum, richtig oder falsch. Es ist ein subjektiver Erfahrungsbericht. Natürlich aus einer Sichtsweise geschrieben. Die andere müsste von einer Frau geschrieben werden, die diese durchlebt hat.
      Gesellschaftlicher Druck hin-oder her, den gibt es doch auch für Stillmütter. Warum solange? Noch nicht abgestillt mit 6Monaten…
      Im Gegenteil, es ist gesellschaftlich total anerkannt, seine Kinder mit Fläschen zu füttern, auch wenn sie schon älter sind.
      Ich finde, jeder macht sich selbst den Druck, und ist selber dafür verantwortlich. Es gibt viele Frauen, die nicht stillen und das ist in Ordnung! Jede, wie es für sie und ihr Kind die beste Lösung ist.
      Aber das ist nicht das Thema dieses Artikels. Es geht hiet um EINEN Weg, in eine gute Stillbeziehung zu finden.
      Ich hätte mir gewünscht, diesen Artikel vor einem Jahr entdeckt zu haben. Denn auch ich hatte das gleiche Problem und dachte mit MIR sei etwas nicht in Ordnung. Schmerzen, Tränen, Entzüngung, Fieber, Tee – und andere Kompressen, Balsam, Stillhütchen, … .
      Ich WOLLTE nicht mit der Flasche füttern, bevor ich nicht alles andere ausprobiert hatte. Das hat nichts mit gesellschaftlichem Druck, sondern mit meiner Überzeugung zu tun.
      Es tut so gut zu wissen, dass ich nicht allein bin, sondern dass es noch viele andere Frauen betrifft. Auch im Nachhinein.
      Natürlich kann NIEMAND die Schmerzen Ihrer Frau nachvollziehen und sie wird IHREN Weg gefunden haben. Und der ist okay. Kein richtig oder falsch. Kein Heldentum. Viele indivduelle Wege.
      Herzliche Grüße
      Thies

    • Danke Thies!

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