Stillen in der Öffentlichkeit

Kathrin Stillen 79 Kommentare

Mit Anfang 20 sah ich zum ersten Mal eine stillende Frau. Sie gab ihrem Baby völlig ungeniert die Brust und das in einem überfüllten Café. „Muss das denn sein?“ fragte ich mich damals. Die Antwort bekam ich Jahre später, als meine Tochter nur wenige Wochen alt war. Bei einem Stadtbummel gab unser Mädchen mir urplötzlich mit heftigem Schreien zu verstehen, dass sie unverzüglich was zu futtern braucht. Ich stillte ausschließlich und brauchte mindestens 20 Minuten bis zur Haustür. Da wusste ich: „Stillen in der Öffentlichkeit muss sein!“

Mein erstes Mal

In dieser unerwarteten Situation scannte ich fieberhaft meine Umgebung nach einer Sitzgelegenheit ab, denn ich musste SOFORT handeln. Blöderweise befand ich mich in einer überfüllten Einkaufspassage mitten in der Stadt. Egal! Ich stürzte auf die nächste Bank zu, zog mir entschlossen das T-Shirt hoch (ich besaß kein einziges Still-Oberteil) und genoss erleichtert die schnell einkehrende Ruhe. Dass vorbeigehende Menschen meinen Anblick ebenfalls genossen, oder zumindest wahrnahmen, konnte ich jedoch nicht ausblenden. Mir war ziemlich unwohl in meiner Haut.

Nackte Tatsachen

Stillende Frauen sehe ich sehr selten in der Öffentlichkeit, (halb-)nackte Models dagegen zieren zahllose Plakatwände. Auch im wahren Leben zeigt Frau viel Haut – nicht nur oben ohne am Strand. Warum sorgen also nackte Brüste als erotisches Lockmittel kaum mehr für Empörung, während öffentlich stillende Mütter nach wie vor zu heißen Diskussionen führen (siehe Ärger wegen stillender Mutter)? Unserer modernen Gesellschaft ist ganz offensichtlich das Wissen um die wichtigste biologische Funktion der weiblichen Brust verloren gegangen. Oder warum zensiert Facebook Bilder stillender Mütter, obwohl es gerade auf dieser Websseite an tiefen Dekolletees und knappen Dessous nicht mangelt?

Heimstiller

Da so wenige Frauen öffentlich stillen, traute ich mich selbst selten meiner Tochter auf offener Straße die Brust zu geben. Eigentlich schade, schließlich ist es ein enormer Vorteil, die exakt temperierte Speise stets dabei zu haben… Ich versuchte aber lieber unseren Tagesablauf so zu planen, dass wir zu den Stillmahlzeiten entweder zu Hause oder bei Freundinnen waren. Leider hielt unser Mädchen sich nicht immer an meine Pläne und bekam auch dann Appetit, wenn ich meilenweit von unseren kuscheligen Stillstationen entfernt war. Ein schöner Schlamassel!

Meine Stillstrategie in den ersten Monaten

Ich entwickelte also zwei Taktiken: Eine fürs „Grün“ und eine fürs „Grau“. Im Grünen – beispielsweise bei Spaziergängen durch Parks – musste Thomas oft als Sichtschutz herhalten. Waren wir mal ohne Papa in der freien Natur unterwegs, versteckte ich unser Mädchen unter unserem fünf Meter langen Tragetuch. In städtischer Zone zog ich mich vorzugsweise in Umkleidekabinen oder Wickelräumen großer Einkaufszentren zurück. Manchmal verkroch ich mich auch auf die Rücksitzbank unseres Autos, falls es in der Nähe war. Irgendwie schaffte ich es immer mich vor neugierigen Blicken zu schützen und uns in unseren intimsten Momenten nicht zu sehr zur Schau zu stellen. Diese Notlösungen waren aber alles andere als entspannt und ich war immer erleichtert, wenn ich es doch bis nach Hause schaffte.

Kein Versteckspiel mehr!

Ich finde es schade, dass man als stillende Mutter – zumindest in einer Provinzstadt wie Krefeld – in Stress gerät, wenn der Nachwuchs unterwegs Hunger anmeldet. Mütter, die ihre Kinder öffentlich stillen, sollten sich nicht verstecken müssen. Doch leider leben wir in einer Gesellschaft, die zwar mit Reizen nicht geizt, aber peinlich berührt ist, wenn es um den Anblick säugender Kinder geht.

Je länger ich stillte, desto selbstverständlicher wurde das Stillen für mich – auch in der Öffentlichkeit. Mittlerweile kommt es zwar selten vor, dass unser Mädchen (28 Monate alt) unterwegs nach Muttermilch verlangt, aber wenn es so ist, stille ich sie ohne zu zögern egal wo wir gerade sind.

Stillen in der Öffentlichkeit

Entspanntes Stillen am Strand von Honfleur (Frankreich) im August 2013.

Unsere „Lieblingsauswärtsstillposition“ ist die sog. Reiterstellung (siehe Foto), bei der die Leute meist gar nicht sehen, was wir eigentlich machen, sondern denken, dass wir ganz innig kuscheln :)
So bleibt das Stillen intim und diskret, ohne dass wir uns dafür in ein geheimes Kämmerlein verkriechen müssen.

Wie geht Ihr mit dem Thema um? Stillt Ihr in der Öffentlichkeit? Wie empfindet Ihr andere stillende Mütter in der Öffentlichkeit?

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  • Susann

    Hallo Kathrin,

    mir gefällt dein Blog sehr gut (bin erst vor kurzem drauf gestoßen)!

    Zum Stillen in der Öffentlichkeit: Das erste Mal fand ich das auch sehr seltsam (und kalt, mein Kleiner ist Ende September geboren). Aber ich wurde selten begafft. Entweder wurde ich „normal“ ignoriert und freundlich angelächelt. Und nach ein paar Mal war mir das auch völlig egal. Wenn mein Sohn Hunger hatte (oder ich die Hoffnung hatte, dass sich das unglückliche Kind durch das Stillen beruhigt), habe ich ihn gestillt, wo immer ich gerade war. Meine Taktik war, erst den Still-BH unter dem T-Shirt/Pullover zu öffnen und dann erst mit dem Anlegen den Pullover hochzuschieben. Beim Trinken hat ja sowieso der Kindskopf alles verdeckt. Beim Absetzen ist es etwas schwieriger gewesen. Da gab es meist einen kurzen Moment, in dem man „etwas sehen“ konnte. Aber wie du schon gesagt hast, es hängen überall halbnackte Models an Plakatwänden, da werden die Menschen eine „normale Brustwarze“ schon für 2 Sekunden überleben können.

    Was war für dich beim öffentlichen Stillen das eigentliche Problem? Dass Menschen deine Brust sehen können (die kurzen Momente des An- und Ablegens) oder dass sie dich beim eigentlichen Stillen sehen?

    Liebe Grüße und frohes Stillen!
    Susann

    • Liebe Susann,

      das größte Problem war wohl, dass ich mich weigerte extra Still-Kleidung zu kaufen :) Sollte ich noch eine 2. Chance erhalten, werde ich wohl ich ein paar Still-Oberteile investieren. So musste ich das T-Shirt hoch oder runterziehen und irgendwie guckte da immer die ganze Brust raus. Je älter unser Mädchen wird (bald ist sie 2), je weniger Lust habe ich sie in der Öffentlichkeit zu stillen. Sie fordert es interessanterweise auch fast nur zu Hause oder bei Oma ein, als wenn sie wüsste, wo ich mich wohl fühle. Ich habe einfach keine Lust auf blöde Blicke oder Kommentare. Ich will in Ruhe stillen und mich nicht mit Menschen rum ärgern, die mich für eklig oder pervers halten…

      Lg

  • Janina

    Hach, jetzt bin ich erst vor ein paar Wochen auf Deine Seite aufmerksam geworden, aber Du hast mir da schon bei so vielen Sachen „weitergeholfen“, weil ich einfach darin bestärkt werde, das so zu machen, wie ich gerade denke 😉
    Das öffentliche Stillen hab ich bisher noch immer gut umgehen können, aber das Thema „Stillen“ ist bei mir auch gerade erst 8 Wochen alt, von daher…. Ich habe – glaube ich – auch Hemmungen, mich in irgendeinem Supermarkt hinzusetzen und zu stillen, einfach, weil bisher meine Brüste halt doch nicht öffentlich zur Schau gestellt wurden. Denn auf ein Plakat hab ichs noch nicht geschafft 😀
    Das ist glaube ich das, was ich am „schlimmsten“ finde, wenn mich einer seltsam anquatschen würde, fällt mir schon eine Erwiderung ein, da habe ich keine Sorge. Die wird zwar dann wahrscheinlich nicht nett, aber das wäre mir in dem Fall egal, wenn das Fräulein Hunger hat, hat sie eben Hunger.
    Deswegen ist es denke ich nicht das Stillen an sich, sondern eben das Brust rausholen und Brust zeigen, und aus dem Grund muss der Herr Vater die Woche auf jeden Fall mal früher von der Arbeit kommen, so dass ich mir ein paar mehr Stillshirts kaufen kann – die find ich nämlich super praktisch und vor allem muss ich da dann meinen Bauch nicht auch noch in die Öffentlichkeit hängen :-)

    • Ha,ha! Ja, auf’s Plakat habe ich es auch noch nicht geschafft :)
      Das geht mir ganz genau so. Ich habe ein natürliches Schamgefühl und habe mich deswegen gerne beim Stillen ins Tragetuch gehüllt oder weg gedreht. In einer Sauna, wo alle nackig sind, fällt es mir leichter mich zu entblößen, aber umzingelt von lauter bekleideten Menschen, fühlt sich das Brust „raus holen“ nicht so gut an…

  • Kerstin

    Ich habe von Anfang an in der Öffentlichkeit gestillt, da ich nicht eingesehen habe alle ein bis zwei Stunden wieder zu Hause zu sein. Wenn viele Leute da sind habe ich aber oft ein Tuch darüber, weil die Kleine sonst abgelenkt ist und nur zappelt. Bis jetzt hatte ich keine Probleme, es war mir nar am Anfang etwas peinlich meine Brust rauszuholen.
    Ich kann gar nicht verstehen, wie Jemand Stillen ekelig finden kann…

  • Franziska

    Mein Sohn wurde diesen April geboren und für mich war es selbstverständlich, dass ich stille. Aber in der Umsetzung ist das wirklich manchmal nicht leicht. Die ersten Wochen hab ich mich da in der Öffentlichkeit und vor allem vor (männlichen) Personen, die ich kenne, geschämt und mir immer irgendwo ein Räumchen oder eine Toilette gesucht. Naja, Wickelräume sind nicht gleich Stillräume, meist gibt es noch nicht mal einen Stuhl. Oder die integrierte Toilette (Behindertentoilette) hat keinen Deckel :-/ wo man sich draufsetzen kann. Wenn man dann eine halbe Stunde so auf der Toilette sitzt, kriegt man leider auch alle Gerüche und Geräusche mit und so macht das Stillen dann nun wirklich keinen Spaß mehr.
    Da das eine gute Jahreszeit ist zum Draußensitzen, habe ich irgendwann angefangen im Biergarten (abseits mit Rücken zum Publikum) zu stillen. Fand ich dann viel schöner im Grünen als auf dem Klo. Da ist dann irgendwann „der Knoten geplatzt“ und seitdem mache ich das auch überall (sitzend auf der Wiese, Parkbank, Biergarten, Eiscafe), immer mit einem Tuch über den Schultern, welches ich vorn mit einer Hand zusammenhalte. Ich such mir dann immer eine ruhigere Ecke abgewandt vom (vor allem männlichen) Publikum.

  • Angela

    Unser Sohn ist 11 Monate und wird noch gestillt, überall!!
    Ich war schon im Kreißsaal so glücklich zu sehen wie der kleine Mann glücklich und zufrieden an der Brust war, das ich so stolz war zu stillen und mich für nicht genieren konnte.
    Ich konnte auch garnicht anderes als sofort wenn er ein Ton gemacht hat ihn anzulegen, ich bin immer gleich fast geplatzt.
    Ich kann zum Glück sagen das sich auch noch nie einer in der Öffentlichkeit beschwert oder uns/ mich komisch angeguckt hat, ganz im Gegenteil ich habe von so vielen älteren Damen und Herren Zuspruch erhalten.
    Meistens sind es die jungen Frauen die es nicht gutheißen wenn in der Öffentlichkeit gestillt wird, vielleicht aus Neid. Gerade wenn der eigene Freund hinguckt.
    Ich muss dazusagen das mein Mann anfangs es doof fand das andere Männer meine Brust sehen konnten.
    Und eine Freundin fand es auch nicht schön als ich die Milchbar öffnete, ob wohl sie selber Mutter ist aber nicht lange gestillt hat/ konnte. Manche Frauen sind einfach zu faul durchzuhalten wenn es mal schwerer wird und greifen schnell zur Flasche oder wollen es dem Partner aufdrücken um nicht immer selber aufstehen zu müssen, traurig.
    Ich liebe das stillen und habe bis zum 9 Monat noch fast voll gestillt, weil er es so wünschte und ich lass mir das auch nicht von der Gesellschaft Ausreden oder schlecht reden.
    Es ist das beste für mein Kind Punkt

  • Angelika

    Toll zu lesen, das es doch ein paar mehr Muttis gibt die gern Stillen und das auch in der Öffentlichkeit. Da bin ich sehr froh. Hier in meinem zu Hause bin ich mir oft als Exot vorgekommen. Unser Sohn ist mittlerweile 13 Monate und wir nur noch früh und zu den einzelnen Schlafenszeiten gestillt, da aber sehr konsquent, er braucht und will es einfach. Mein Mann steht voll hinter uns und findet es super, dass der Lütte immer noch zur Beikost das Beste von Mama bekommt. Ich hoffe sehr, dass andere auch den Mut zum lange und öffentlich Stillen haben. Einer freundin konnte ich schon Mut machen. Sie möchte unbedingt ein Baby und es auch so machen wie wir. Super, das ist doch ein kleiner Erfolg!

  • Katharina

    Ich habe mir schon vor der Geburt Gedanken über das Thema:“Stillen in der Öffentlichkeit“ gemacht und war perfekt Vorbereitet;-). Ich hatte einen „Hooters hider“ (ein Tuch mit einem eingearbeiteten Reifen, der den Blick auf das Baby bei Trinken ermöglicht). Mein Sohn wurde im März geboren und anfangs war das mit dem „Ding“ ne super Sache. Besonders im Café oder an anderen belebten Orten. Um so wärmer es wurde umso unangenehmer wurde das Tuch. Mein Sohn wurde ungeduldig und konnte nicht ungestört trinken. Aber aus Rücksicht auf die Empfindlichkeiten anderer hab ich das Tuch weiterbenutzt. Selbst meinem Mann wäre es ohne unangenehm gewesen. Für mich und meinen Sohn war es Stress. Dann waren wir im Mai in Wien und haben meinen Bruder besucht. Es hatte 38 Grad und als mein Bruder sah, dass ich mir dieses Tuch überziehe meinte er nur dass ich total bescheuert wäre und ich solle doch meinem Kind doch einfach geben was es bräuchte. Und das tat ich dann auch – und zwar immer und überall. Unsicher wurde ich nur einmal noch als ich am Tisch (im Biergarten) beim Inder saß und meinen Sohn stillte, während der Kellner die Bestellung ausnahm. Aber auch hier wurden wir weder doof angeredet noch gab es sonst irgendeine Reaktion.

    • Was für eine tolle Reaktion von Deinem Bruder! Ob er sich bewusst ist, welchen Stein er damit ins Rollen gebracht hat? Ich wünsche Dir jedenfalls viel Spaß beim weiteren Stillen in der Öffentlichkeit :)

  • Ribes

    Hallo an alle!

    Ich muss sagen danke für diesen Bericht!
    Ich stille meinen Sohn (4 bald 5 monate) natürlich auch und finde es nach langer Zeit nicht mehr schlimm in der ôffentlichkeit zu stillen. Ich habe immer mein Tuch dabei und wenn ich gerad nicht möchte, dass z.B. die männlichen Freunde von uns, meine Brüste sehen sollen, wird es rüber gelegt.
    Wir sind oft bei uns im Sportverein, am Anfang hab ich immer draussen hinter dem Clubhaus gestillt, mit Tuch und Kinderwagen als Sichtschutz…als es einmal aber dann plötzlich zu regnen anfing, dacht ich mir : Nie wieder!!
    Jetzt sitz ich drinnen auf dem Sofa und wem es stört,der muss sich ja nicht unbedingt direkt neben uns setzen.

    Wir wohnen in Kopenhagen und neben ein paar Baby-Kinderfreundlichen Cafes/Restaurants gibt es hier auch ganz viele Gastronomen die es nicht gerne sehen, wenn du bei denen dein Baby stillst. Deswegen war hier letztens eine Demonstration von Müttern, die ihre Kinder auf dem Rathausplatz gestillt haben um auf dieses Gesellschaftsproblem aufmerksam zu machen.
    Ich war nicht dabei…wir waren in einem kinderfreundlichen Restaurant essen 😉

  • cemistry

    ich stille meine kleine (10 monate) überall. da ich sie fast 9 monate getragen habe und die tragehilfe schon *angewachsen * ist, mache ich sie jetzt wenn wir unterwegs sind da rein (momentan manduca oder ring sling) und bedecke meine brust mit dem was grad da is, funktioniert auch beim spazieren gehen oder anderweitig unterwegs sein super:-)

  • Elke

    Ich bin total begeistert von dieser Webseite. Kann mich in fast allen Themen wiederfinden und muss jetzt doch auch mal einen Kommentar hinterlassen.

    Wir sind auch nach fast 18 Monaten noch eine überzeugte Stillgemeinschaft =). Mein Sohn wird nach wie vor nach Bedarf tags wie nachts gestillt und denkt überhaupt nicht ans aufhören.

    Ich habe kein Problem damit, im Gegenteil ich finde es nach wie vor als das Beste und Praktischte.

    In der Öffentlichkeit stillen wir dank praktischer Stillkleidung überall relativ ungeniert. Ich schaue zwar, dass wir nach Möglichkeit ein ruhiges Plätzchen finden, aber eher wegen der Ablenkung.

    Bislang haben wir noch keine negativen Erfahrungen mit dem Stillen in der Öffentlichkeit gemacht. Ich kann allen stillenden Müttern nur Mut machen- ich denke, dass unsere Gesellschaft in dieser Beziehung inzwischen etwas lockerer ist. Häufig machen sich die Mamas mehr Gedanken als nötig.

    Wir werden jedenfalls so weiter machen, bis einer von uns beiden nicht mehr mag.

    • Liebe Elke,

      da ist etwas Wahres dran. Oftmals habe ich mir zu sehr den Kopf zerbrochen, anstatt einfach zu stillen. Jetzt da unser Mädchen schon 2 Jahre alt ist, ist es mir so schnuppe, wenn sie in der Öffentlichkeit stillen will (das passiert allerdings sehr selten), dass ich mich einfach mit ihr hinsetze, wo wir ein Plätzchen finden. Die Leute schauen zwar neugierig – es sieht wohl eher aus wie kuscheln als stillen, weil ihr Kopf meine Brust komplett verbirgt – aber gesagt hat niemand etwas. Vielleicht traut sich auch keiner, weil wir so überzeugt/ überzeugend aussehen 😉

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Heike

    Mittlerweile ist mein „Kleiner“ fast 3 Jahre alt. Stillen liebt er immernoch über alles. Mit knapp 2 Jahren wollte er nur noch daheim stillen. Er hat wohl gemerkt, dass mit zunehmenden Alter es mir auch unwohler wurde immer und überall zu stillen.
    Hätte nie gedacht mal so lange zu stillen und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Im Gegenteil hatte gleich von Anfang an Milchpulver und Fläschchen daheim, da die Gerüchteküche in meinem Bekanntenkreis kochte mit: Stillen macht nicht satt, Milch geht schnell zurück… Aber mein Kleiner hat mich eines besseren belehrt.
    Ich selber habe früher auch gedacht : Muss das sein Stillen in der Öffentlichkeit. Jetzt mit eigenem Kind weiss ich: Ja es muss sein, weil zumindest ein Baby nicht einfach mal ne Stunde warten kann weil die Umgebung nicht passt. Ich glaube wir sind den Anblick einer stillenden Mutter einfach nicht mehr gewöhnt weil sich leider sehr viele verstecken. Man kann auch unauffällig stillen indem man sich nur etwas wegdreht und vielleicht die passende Kleidung anzieht damit man sich beim Stillen nicht komplett nackig machen muss.

    • Oh nein, 3 Jahre und noch kein Ende in Sicht? Von meiner jetzigen Perspektive aus, wünsche ich mir, dass unser Mädchen sich mit ca. 3 Jahren ganz friedlich abstillt. Aber wer weiß, ich konnte mir vor zwei Jahren ja auch nicht vorstellen, dass ich heute noch stille 😉
      Euch wünsche ich jedenfalls noch eine tolle Stillzeit!

  • Helen

    Hallo,
    DANKE für deine Seite. Gefällt mir sehr gut!
    Ich stille mein Baby, knapp 9 Monate alt, immer und überall. Bei meiner ersten Tochter war ich da noch etwas zurückhaltender. Aber heute………. Egal wo, ob auf Treppenstufen, im Auto, im Geschäft, während der Taufe in der Kirche :-), im Tragetuch…. Wo auch immer, Oberteil hoch und andocken:-) Trage keine Still Oberteile. Am besten funktioniert es mit weichen Bustiers/Sport-BHs. Ich ignoriere einfach fremde Blicke. Noch kein einziger negativer Blick oder Kommentar ist mir unter gekommen. Bisher nur lieb lächelnde Menschen und eine Dame kam mir mal entgegen und rief : „Welch ein wunderschöner Anblick!“ Da hab ich mich echt gefreut :-) Liebe Grüße

  • Maxi

    Hallo Kathrin,
    ich danke dir für deine tolle Seite sowie deine Geschichten und die liebevollen Worte über das Leben mit deiner Tochter. Bei manchen Posts hatte ich Tränen in den Augen. Ich stille seit 8 Monaten meine kleine Tochter – überall und wann immer sie möchte. Die anderen interessieren uns dann nicht. Stillen ist eine Erfahrung die ich nie mehr missen möchte und ich bedaure Mütter die die Flasche geben müssen sehr. (verurteile sie aber nicht) Es ist schön zu wissen, das man nicht allein ist. (Einschlafstillen, viel Tragen, kein Schnuller, Familienbett) DANKE!!!

  • Anna

    Hallo Kathrin,

    dank deiner Seite weiss ich nun das ich mich nicht dafür schämen muss,das mein kleiner im Familienbett schläft. Ich möchte genauso wie du Langzeitstillen und finde es einfach super. Viele deiner Beiträge haben mir sehr geholfen genauso wie zum Thema Brei. Oder den Medikamenten. Meine Mutter hat mich als Baby bis ich 4 war gestillt und das bei allen 4 Kindern. Und ich werde es auch so handhaben ausser er stillt sich irgendwann selber ab lach. Mein Kleiner ist nun 4 Monate alt 😉 Mir ist es mal passiert das ich im Bus stillen musste, und der Busfahrer hat sich tatsächlich dadurch belästigt gefühlt.`-.- ich find diese Seite so toll,einfach nur Klasse,es ist das was ich mir auch immer denke und genau meine Meinung wiederspiegelt. Eine Idee für einen Beitrag wäre die irrtümer über die Monatskoliken und wodurch Bauchweh bei Babys oftmals ausgelöst eigentlich wird,falls es sowas hier noch nicht gibt. Da habe ich in den letzten Monaten sehr viel Erfahrungen drüber gemacht,was die eigentlich wirklich auslöst und das es nicht von zuviel Luft im Bauch kommt etc. das sind selten die Auslöser. Vielen lieben Dank für diese Seite einfach klasse.

  • shany

    Hallo! Vielen Dank für deine schönen Artikel! Ich freue mich immer wenn ich stillende Mütter sehe. Für mich ist das immer ein Moment des Innehaltens, der Wärme und der Lieb! Mittlerweile ist es besser, aber ab und zu überkommen mich noch die wehmütigen Gefühle. Leider konnte ich bei beiden Kindern nicht stillen :(. Nach 6 Tagen war die Milch bei beiden Weg. Und mir ist es heute noch unangenehm wenn ich meinen Kindern in der Öffentlichkeit die Flasche geben muss. Am Anfang war das ganz schlimm hab mich dann immer so geschämt und konnte die Frage nach stillst du nicht, kaum ertragen. Deshalb seit stolz und Tragt die Milchbrüste mit Stolz und zeigt es allen da draußne, dass es das Normalste und Schönste der Welt ist!!!

    • Liebe Shany, komische Welt, in der sich jede Mutter für das, was sie tut schämen oder rechtfertigen muss. Danke jedenfalls für Deinen interessanten Kommentar – so habe ich das noch nicht gesehen. LG Kathrin