Produkttest: Boikido Werkbank aus Holz

Kathrin Werbung 4 Kommentare

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Die Werkbank wurde uns für einen Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür an Boikido!)

Im Herbst suchte das französischen Unternehmen Boikido nach Bloggern für den ersten Boikido-Holzspielzeug-Produkttest. Ich war aus zwei Gründen hellauf begeistert. Einerseits wünschte ich, es wäre grundsätzlich möglich, jedes Spielzeug vor dem Kauf gemeinsam mit dem Kind zu testen, weil ich bereits viele Enttäuschungen erlebte. Andererseits vertreibt Boikido farbenfrohes, sehr hochwertiges und dazu umweltfreundliches Hozspielzeug für Kinder von 1-5 Jahren. Perfekt.

Ich bewarb mich also aufgeregt und durfte kurze Zeit später aus 10 Boikido-Holzspielzeugen meine drei Favoriten wählen. Da unser Mädchen (2,5 Jahre) total scharf auf Schraubendreher ist, liebäugelte ich mit der schicken Boikido Werkbank für Kinder ab 36 Monate. Als diese dann kurz vor Weihnachten tatsächlich bei uns eintraf, war die Freude riesig.

Zunächst nahm unser Mädchen die Verpackung genauestens unter die Lupe :)

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Sie öffnete neugierig den Karton…

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… und packte die Einzelteile aus.
Zur Werkbank gibt es reichlich Zubehör: 13 geometrische Formen (dreieckige, runde, rechteckige Lochplatten), 4 Räder, 14 Schrauben (kurze und lange), 6 Nägel, 12 Bolzen, 4 quadratische Bolzen, 1 Schraubendreher, 1 Schraubenschlüssel und 1 Hammer.

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Dann startete der spannende Teil: Unser Mädchen schraubte – ganz in ihrem Element – die Tischbeine an…

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… und die Tischplatte.

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Aus Freude wurde Enttäuschung

Die Werkbank ist wunderschön, aber wesentlich kleiner, als ich sie mir vorgestellt hatte. Unser Mädchen (Körperhöhe 95 cm) muss in die Knie gehen, um an ihr arbeiten zu können.
Außerdem erlebte sie beim Hämmern ihren ersten Frust. Die Holznägel sind zum Teil so breit, dass nicht einmal ich sie in die dafür vorhergesehenen Öffnungen schlagen konnte. So war der Hammerspaß leider bereits nach wenigen Minuten beendet.

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Ich stellte das Kinderstühlchen an die Werkbank und unser Mädchen versuchte sich an den Schrauben. Zunächst mit dem Schraubenschlüssel…

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…dann mit dem Schraubendreher. Da die Öffnungen im Tisch kein Gewinde haben, war das Unterfangen aber eher sinnlos.

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Die Schrauben sind ja auch eigentlich dafür gedacht, Holzmodelle zu bauen. Fünf Anregungen findet man auf der Verpackungsrückseite:

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Ich hätte mir eine kleine Bauanleitung und noch mehr Inspirationen gewünscht, da mir offensichtlich die Fantasie fehlt, die Holzteile zu sinnvollen Gebilden zusammenzufügen. Ich baute zunächst ein recht einfaches Modell anhand einer Abbildung für unser Mädchen zusammen:

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Helfen konnte sie mir kaum dabei. Die Schrauben und Muttern sind so groß, dass man sie problemlos mit den Händen auf und zu drehen kann, das machte sie auch. Das Werkzeug konnten wir dafür aber nicht gebrauchen, denn es erleichtert das Schrauben nicht (was ja die eigentliche Funktion von Werkzeug ist und zwar dann, wenn die Hände an ihre Grenzen stoßen), sondern erschwert es erheblich. Selbst mir gelingt es kaum Schraube, Holzteil, Mutter, Maulschlüssel und Schraubendreher so zu halten, dass ich einen „Schrauberfolg“ erziele. Wie sollte unser Mädchen das dann schaffen? Ich hielt Muttern und Schrauben für sie fest, damit sie mit dem Werkzeug arbeiten konnte, aber das geht – wie bereits gesagt – mit den Händen viel besser. Warum also umständlich mit dem Werkzeug hantieren? 

Beurteilung

Optik & Verarbeitung

Die Werkbank sieht super aus – die Farben und das Design sind spitzeAn der Verarbeitung der einzelnen Holzelemente gibt es ebenfalls kaum etwas zu bemängeln. Sie liegen gut in der Hand, die Ecken und Kanten sind leicht abgerundet und alles in allem zeugt das Zubehör von sehr guter Qualität.

Das einzige, aber sehr dicke Minus geht an die unterschiedlich breiten Nägel. Nur ein Nagel von insgesamt 6 lässt sich gut in die Werkbank hämmern, daran sollte im wahrsten Sinne des Wortes gefeilt werden.

Nutzen der Werkbank

Es gibt Halterungen in der Tischplatte für die drei Werkzeuge (Hammer, Schraubenschlüssel und Schraubendreher) und eine Ablage unter dem Tisch für das Zubehör. Das ist sehr praktisch und entspricht ganz unserem Montessori-Ordnungssinn (hierzu folgt in Kürze ein weiterer Artikel).

Davon abgesehen erschließt sich mir der Nutzen der Werkbank nicht. Die Höhe der Werkbank ist meines Erachtens für 3-jährige viel zu niedrig und lädt nicht zum Spielen/ daran stehen ein. Das Zusammenbauen der Holzmodelle ist ebenfalls problemlos, wenn nicht sogar besser, ohne Werkbank möglich.

Bei uns dient sie im Moment leider nur als Aufbewahrungsbox für das Zubehör, was ich sehr schade finde, aber selbst durch Lockversuche (Spieleinladungen an unser Mädchen) nicht ändern kann.

Zubehör

Ich finde die Fülle der Holzelemente spitze und so auch die fröhlichen Farben. So richtig zum Bauen sind wir allerdings noch nicht gekommen, weil unser Mädchen bereits nach dem 1. Modell das Interesse verlor. Vielleicht liegt es an meiner Fantasielosigkeit (es fällt mir wirklich schwer aus den einzelnen Elementen selbstausgedachte Figuren zu erschaffen) oder daran, dass sie noch zu jung ist für diese Art von Bauspielzeug und es nicht ohne meine Hilfe zusammensetzen kann. Ihr fehlte offensichtlich ein Erfolgserlebnis, denn bis heute ignoriert sie die Werkbank.

Wir testen die Werkbank auf jeden Fall in ein paar Monaten (um den 3. Geburtstag) noch einmal, vielleicht erzielen wir dann, wenn unser Mädchen die Altersempfehlung erreicht hat, bessere Ergebnisse.

Fazit

Wenn ich mir diese Werkbank für 60,00 Euro selbst gekauft hätte, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. Die Idee ist prima, aber die Umsetzung lässt zu Wünschen übrig. Könnte unsere Tochter an der Werkbank stehen, ließen sich die Holznägel problemlos reinschlagen und gäbe es in der Tischplatte Gewinde für die Schrauben, sähe das Ergebnis sicherlich anders aus. So bin ich allerdings nicht wirklich überzeugt von dem Produkt, obwohl ich viel lieber ein positiveres Fazit gezogen hätte.

Boikido Werkbank

Boikido Werkbank

 

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