Neuer Nestling: Wir bekommen ein zweites Kind!

Kathrin Familienleben 92 Kommentare

Ich bin wieder schwanger!

Ein Herzenswunsch von mir. Schon seit einigen Monaten. Anfang des Jahres ließen wir die Verhütung weg. Jetzt ist es soweit und meine Freude ist gedämpft.

In diesem Artikel erzähle ich aus der Zeit, in der ich unbedingt ein zweites Kind wollte, aber Thomas nicht  (hatte ich letztes Jahr schon alles aufgeschrieben, aber nie veröffentlicht) und ich schildere wie es mir heute – wenige Tage nach dem zweiten positiven Schwangerschaftstest – geht.

Rückblick: Erste Schwangerschaft

Unser Mädchen hatte sich trotz Pille eingeschlichen. Völlig ungeplant. Da ich zu dem Zeitpunkt freiberuflich in zwei verschiedenen Firmen arbeitete, glaubte ich, meine Bauchschmerzen und meine Übelkeit seien auf den Stress zurückzuführen. Ich befürchtete es sei ein Magengeschwür. Erst in der achten Woche merkte ich, dass etwas an meiner Theorie nicht stimmte und ging zum Gynäkologen. Mein Magengeschwür hatte Arme und Beine!

Schon damals war ich erfreut und besorgt zugleich. Ich hatte gerade mein Studium abgeschlossen und war dabei beruflich Fuß zu fassen. Endlich etwas Geld zu verdienen. Dieser Plan wurde urplötzlich durchkreuzt. Ein kleines Desaster, aber irgendwie halb so wild. Schließlich war ich nicht mehr die Jüngste (damals 32 Jahre) und ich konnte während der Schwangerschaft genügend Stunden (teils 50-60) arbeiten, um Geld zurückzulegen.

Zweite Schwangerschaft: Gedämpfte Freude

Nun sieht die Situation ganz anders aus. Thomas ist Hauptverdiener und wir schnallten den Gürtel bereits enger, damit unser Mädchen die ersten drei Jahre zu Hause bleiben konnte. Damit wir beide weiterhin unseren beruflichen Träumen hinter jagen können. Wieder schwanger zu sein ist natürlich wunderbar, aber gleichzeitig nagen die Zweifel: Packen wir das? Zeitlich, nervlich, organisatorisch und vor allem finanziell? War das die richtige Entscheidung?

Thomas wirkt besorgt: „Ich muss schon zugeben, dass mir das neue Babythema ein bisschen die Stimmung verschlägt.“ Worte, die mich aufwühlen, weil ich selbst unsicher bin. Als ich 2011 einen positiven Test in der Hand hielt, weinte ich, allerdings nicht vor Freude, sondern weil ich meine „Karriere“ vergessen konnte. Da Thomas mich damals breit grinsend und zuversichtlich in den Arm nahm, verschwanden meine Sorgen ziemlich flott. Als ich Thomas am Samstag (15. 03. 14) den neuen positiven Test zeigte, reagierte er wesentlich verhaltener. Mit Stolz verkündete er zwar am darauffolgenden Tag seinen Eltern die frohe Botschaft, aber bereits am Abend versank er in Grübeleien. Sein Blick so ernst. 

Ein Baby ist ein Geschenk, aber es bedeutet eben auch viel Arbeit, eine erneute Umstellung und Einschränkungen.

Da ich selbst an der Richtigkeit unserer Entscheidung (ein zweites Kind zu bekommen) zweifle, wünschte ich mir, dass Thomas genau so entspannt und lustig reagierte wie beim ersten Mal. Wir steuern jedoch nicht mehr blauäugig und euphorisch auf dieses „Abenteuer Kind“ zu, sondern wohlwissend, was auf uns zukommt und dementsprechend mit großem Respekt. Ein Baby ist ein Geschenk, aber es bedeutet eben auch viel Arbeit, eine erneute Umstellung und Einschränkungen. Anders als in der ersten Schwangerschaft wissen wir, was es bedeutet Eltern zu werden – mit allen Höhen und Tiefen.

Rückblick: Ich wollte ein zweites Kind, aber Thomas nicht

Dennoch wollte ich unbedingt ein zweites Kind. Bereits um den zweiten Geburtstag unseres Mädchen herum (Mitte 2013) setzte sich ein kleiner, fieser Floh in mein Ohr, der seitdem ununterbrochen flüsterte: „Es ist Zeit für ein neues Baby!“ Total verrückt und rational absolut nicht erklärbar,  denn ich konnte mich noch sehr gut an die anstrengende, erste Zeit mit unserem Mädchen erinnern und davon abgesehen ließen unsere Finanzen kein Geschwisterchen zu…

Ich erlebte sogar eine Scheinschwangerschaft.
 Die Hormone benebelten meinen Verstand und sorgten dafür, dass ich wochenlang nichts anderes denken konnte. Ich erlebte sogar eine Scheinschwangerschaft mit Übelkeit und weiteren „Schwangerschaftssymptomen“. Da wir verhüteten, müsste ich per Windbestäubung befruchtet worden sein und doch war die Enttäuschung riesengroß als mein Zyklus am Ende des Monates wie gewohnt mit einer Blutung endete.

Das Thema betrübte mich so sehr, dass ich Thomas über meine Gedanken aufklären musste, obwohl ich genau wusste, wie er denkt. Für Thomas kamen weitere Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage und zwar aus guten Gründen. Ich sortierte mich gerade beruflich und hatte noch kein geregeltes monatliches Einkommen. Dementsprechend sorgte Thomas für uns Mädels und das ist nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern eine belastende Verantwortung. Rein rational betrachtet, verstand ich das alles, wenn da nicht dieser (von meinen Hormonen gesteuerte) Floh gewesen wäre…

Er manipulierte meine Gedanken und Gefühle. Sorgte dafür, dass ich tagelang traurig und lustlos war. Mehrmals wälzte ich dieses schwere Thema mit Thomas und obwohl es zu keinem anderen Ergebnis kam (die Rahmenbedingungen blieben ja dieselben) ging es mir irgendwann besser. Das Reden half und auch die Tatsache, dass Thomas mich verstehen konnte.

Es gelang mir wieder positiv zu denken, schließlich hatten wir eine wunderbare, gesunde Tochter. Ich konnte für sie da sein und gleichzeitig meine beruflichen Träume verfolgen. Sie wurde immer selbstständiger, was bedeutete, dass Thomas und ich bald wieder etwas mehr Zeit für uns haben würden und außerdem waren wir noch jung. Es war also alles offen.

Doch plötzlich startete das Kopfkino von neuem, als eines intimen Abends das Kondom riss!

Ich war geschockt und erfreut zugleich, dabei aufgeregt und doch bemüht ruhig zu bleiben. Absolutes Chaos!! „Nein, ich bin nicht schwanger, das kann nicht sein!“ dachte ich. Aber dieses Fünkchen Hoffnung, welches entstand, schwirrte permanent und heiß glühend um mich herum.

Eine Woche früher als in den vergangenen Monaten wurde ich dann von der Menstruation überrascht. Ich war enttäuscht, aber zeitgleich froh, nicht noch eine weitere Woche auf „die Bestätigung“ warten zu müssen. Da ich seit über einem Jahr einen präzisen 35 Tage Zyklus hatte, war ich sehr verwundert über diese vorzeitige Blutung und googelte, ob ein befruchtetes Ei schon so früh abgehen kann. Ob es quasi eine ultra frühe Frühgeburt sein konnte.

Eine Brustentzündung? Nach 28 Monaten Stillzeit?
Etwas Blöderes hätte ich nicht machen können. Ich stieß auf die sogenannte Nidationsblutung, eine leichte Blutung, die entstehen kann, wenn ein befruchtetes Ei sich in die Gebärmutter einnistet. Vom Zeitpunkt her passte das wunderbar und so flammte erneut Hoffnung auf, die allerdings direkt am nächsten Tag wieder zerstört wurde: Es blieb nicht nur bei wenigen hellroten Tropfen Blut, so wie es bei einer Einnistungsblutung sein sollte. Ich steckte mitten in der Menstruation und zwar volles Rohr. Zu allem Überfluss verspürte ich am selben Tag Schmerzen in der rechten Brust, bekam Fieber, starke Gliederschmerzen und migräneartige Kopfschmerzen. Eine Brustentzündung? Nach 28 Monaten Stillzeit?

Ich war absolut fertig. Nach der „Scheinschwangerschaft“ wurde ich mit den heftigsten Menstruationsschmerzen meines Lebens bestraft. Dazu die Brustentzündung, fast so als wollte mein Körper meine seelischen Schmerzen noch verstärken…

Diesen Tag (04. 11. 2013) verbrachte ich mit Decke übern Kopf im Bett, weil ich ausgelaugt war und ich niemanden sehen wollte. Ich wollte still vor mich hin leiden. Wenn ich ehrlich bin, zerfloss ich in Selbstmitleid. Hin und wieder schlief ich, aber die meiste Zeit verbrachte ich grübelnd. Ich war antriebslos und bedrückt, weil ich mich um das Glück ein weiteres Kind zu haben, betrogen fühlte. Ich saß vor dem Rechner, während unser Mädchen friedlich schlief und verlor mich in den Weiten des Internets, anstatt an Artikeln zu arbeiten. Konzentration und Motivation fehlten, alles schien so sinnlos (siehe Wintertief).

Die „Folgen“ der Scheinschwangerschaft und die Brustentzündung beutelten mich zusätzlich. „Mein Körper verspottet mich“, dachte ich jeden Tag, an dem er mir mehr Schmerzen zufügte.

In Wirklichkeit zeigte mir mein Körper, wie sehr mein Geist unter dem unerfüllten Kinderwunsch litt. Die Ursache für eine Brustentzündung konnte in meinem Fall nur seelischer Natur sein, denn ich stillte unser Mädchen nun schon über 28 Monate ohne nennenswerte Probleme. Wir waren ein eingespieltes Team und absolute Stillprofis.

Als Stillberaterin wusste ich mir, in Hinsicht auf die Linderung der Symptome, gut zu helfen. Das Fieber sank, die Schmerzen ließen nach. Jedoch musste ich auch an den Ursachen – meinen negativen Gedanken, dem starken Kinderwunsch – arbeiten. Stress macht krank, diese Lektion hatte ich verinnerlicht. Mich tief in meinen Kummer zu vergraben, brachte mich nicht weiter. Ich gönnte mir eine längere Auszeit zum Jahresende, sortierte mich und wollte mich 2014 erst einmal voll und ganz auf Nestling.org konzentrieren. So der Plan.

Thomas ändert seine Meinung

Dann sagte Thomas nach Weihnachten plötzlich: „Weißt Du, ich hab darüber nachgedacht, ob wir nicht doch noch ein Kind haben sollten!“ Mein Herz hörte auf zu schlagen, ich traute mich nicht zu atmen, aus Angst, er überlegte es sich sofort wieder anders. „Wir haben eine tolle Tochter. Ich habe das Gefühl, wir machen das gut und sollten der Welt noch ein Kind schenken!

Ich sagte an der Stelle nur zwei Dinge: „Ich freue mich unendlich, wenn wir es versuchen, denn ich glaube, ich werde diesen Wunsch nicht los. Egal wie sehr ich mich bemühe. Nichtsdestotrotz teile ich Deine bisherige Meinug und es bleiben realistisch betrachtet starke Zweifel, ob das finanziell gesehen eine gute Entscheidung ist.

Ohne Verhütung

Wir verzichteten nach dem Gespräch auf die Kondome. So richtig wohl war Thomas dabei nicht, dennoch zog er es durch. Er saß zwischen zwei Stühlen. Er wollte nicht, dass ich so stark leide. Gleichzeitig stieg der Druck für ihn, ein zusätzliches Familienmitglied nähren zu müssen.

Ich spürte seinen Kampf deutlich, war selbst hin und her gerissen – aber überwiegend froh, dass er diesen Schritt gegangen war. Im August 2014 werde ich 35 Jahre – das war meine zeitliche Obergrenze für ein zweites Kind. Ich wollte wissen, ob ich überhaupt noch fruchtbar bin. Ob die Natur noch ein weiteres Kind für uns vorgesehen hat. Wollte es so gerne probieren – quasi das Schicksal entscheiden lassen, denn irgendetwas in mir war optimistisch, dass wir es schaffen, wenn es so sein soll.

Ich ging davon aus, dass es sehr lange dauern würde, bis es klappt (oder gar nicht klappt), da ich ja einen exakten 35 Tage Zyklus habe. Es gibt nur wenige fruchtbare Tage pro Zyklus (siehe Fruchtbare Tage berechnen) und außerdem gilt: „Je älter Frauen werden, desto rapider sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden“ (siehe Auswirkung des Alters auf die Fruchtbarkeit).

Dann wurde ich bereits in der zweiten „Runde“ schwanger und zwar in dem Monat, in dem wir so wenig miteinander schliefen wie noch nie. Unser Mädchen, Thomas und ich, wir waren insgesamt über drei Wochen krank und hüteten abwechselnd das Bett. Trotz erschwerter Bedingungen entstand ein kleines Leben.

Ich glaube, dass das an einem liegt: Dass wir es aus Liebe machen!Thomas
Vielleicht lag es daran, dass wir nichts an unseren Gewohnheiten änderten – nichts bewusst dafür machten, aber eben auch nichts dagegen. Wir stressten uns nicht, indem wir planten und an den fruchtbaren Tagen Gewehr bei Fuß standen. Wir liebten uns, wenn uns der Sinn danach stand – genau so wie wir es immer taten.

Es sollte wohl so sein

Jetzt bin ich schwanger. In der achten Woche, also noch ganz frisch. Ich weiß es seit über zwei Wochen und seitdem decke ich das ganze Spektrum an Emotionen ab – täglich ja, manchmal stündlich wechseln meine Gefühle.

Ich freue mich tierisch, weil gerade ein kleines Menschlein in meinem Bauch heranwächst. Gleichzeitig ist es so surreal, da ich kaum Veränderungen spüre. Ich freue mich, alles noch einmal von Anfang an erleben zu dürfen. Habe vieles wieder vergessen. Bin gespannt, welcher Charakter und welche Herausforderungen auf uns warten. Eine aufregende Zeit beginnt.

Mir schießen lauter Fragen durch den Kopf: Wie wird sich die Familiensituation verändern? Bleibt genügend Zeit für unser Mädchen? Für Thomas? Für uns als Paar? Wird unser Mädchen sich auf ein Geschwisterchen freuen? Oder wird es schwer sein für sie, mich zu teilen? Habe ich überhaupt genug Liebe für zwei Kinder? Wird sie sich durch die Schwangerschaft abstillen? Oder stillt sie gerade deswegen länger und ich am Ende zwei Kinder? Fragen über Fragen, die mir niemand beantworten kann, außer die Zeit.

Ich werde sentimental, wenn ich unser Mädchen betrachte. Sie ist mein ein und alles. Genoss bislang meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich hoffe inständig, dass sie den Familienzuwachs als Bereicherung und nicht als Ballast empfinden wird.

Nachts liege ich außerdem oft wach und denke nach. Bin total hibbelig und aufgewühlt. 2014 sollte das „alles oder nichts“ Jahr für Nestling werden. Ich arbeite hinter den Kulissen an verschiedenen Projekten, die in Zukunft etwas Geld abwerfen sollen. Obwohl ich ganz fest daran glaube, spüre ich wie mich die finanzielle Unsicherheit beunruhigt. Klappt es wirklich? Schaffe ich die Umsetzung noch rechtzeitig vor der Geburt? Oder sollte ich mir lieber ganz flott etwas Sicheres suchen? 

Ach ja und dann noch die Hiobsbotschaft: Thomas erfuhr zwei Tage vor dem positiven Test, dass ein gehöriger Teil seines Einkommens bald wegbricht, weil ein großer Kunde den Dauerauftrag nicht mehr verlängert. FUCK.

Und so schwanke ich zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

Ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Kind schaukeln werden und freue mich natürlich über meinen Zustand. Über das kleine Herzlein, das ich heute auf dem Bildschirm sah. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, die Steine aus unserem finanziellen Wege zu räumen, damit ich mich ganz fallen lassen kann. Damit Thomas sich so sehr wie damals bei unserem Mädchen freuen kann.

Wie ging es euch, als ihr erfahren habt, dass ihr schwanger seid? Gab es ausschließlich positive Gedanken und Gefühle? Hattet ihr mit Sorgen zu kämpfen? Oder steckt ihr vielleicht sogar noch in der Situation, dass ihr ein Kind wollt und euer Partner nicht?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Eure schwangere Kathrin :)

 

 

 

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  • Anja

    Hallo Kathrin,

    herzlichen Glückwunsch zum baldigen Familienzuwachs!

    Wir haben lange auf unsere Maus warten müssen, waren sogar schon in einer Kinderwunschklinik. Letztendlich klappte es ohne Hilfe von außen. Aber wenn man zurückrechnet, entstand auch sie in dem Monat, in dem wir es am wenigsten für möglich gehalten hätten, zumal mein Zyklus sich zum damaligen Zeitpunkt auch gerne mal über mehrere Monate erstreckte. Unsere Familienplanung ist noch nicht abgeschlossen und wir hoffen, dass es diesmal nicht so lang dauert, sonst sagt die zweite Motte dann Oma statt Mama zu mir 😉

    Liebe Grüße
    Anja

    • Vielen Dank, Anja!
      Schon verrückt, oder? Vielleicht spielen ja auch die eigenen Erwartungen eine Rolle bei der Fruchtbarkeit. Wer weiß.
      Ich drücke euch die Daumen, dass es ganz schnell klappt!

      LG
      Kathrin

  • Janina

    Oh liebe Kathrin, ganz herzlichen Glückwunsch Dir, Euch!!

    Ich kann Deine Zweifel an der gesamten Situation absolut verstehen – vor allem mit dem Hintergrund, dass nicht nur Du Dich jetzt neu sortiereh musst, sondern Thomas auch noch mit dem weggefallenen Kunden :-(
    Aber irgendwie passiert doch alles aus irgendeinem Grund, und ich bin mir sicher, für ihn kommt ganz bald ein neuer und besserer um die Ecke, und dann muss er sich nicht ärgern, dass er den anderen verloren hat, sondern kann sofort annehmen. Ich bin ein kleiner Optimist :-)

    Und für Dich gilt das sicherlich genauso: vielleicht bin ich da etwas blauäugig, aber Du kannst doch sicherlich weiterhin noch einiges von Zuhause aus machen, in der Schwangerschaft eh und später dann auch, und dass Du und ihr zusammen das gewuppt bekommt, da bin ich mir absolut sicher. Ich lese seit meiner Schwangerschaft (Fräuleinist jetzt bald 1) Deine Seite und das hat jir schon in ziemlich vielen Entscheidungen und Themen geholfen…
    Nur das Thema zweites Kind ist bei uns ehrr andersrum 😀 Ich bin (momentan?) noch absolut gegen ein zweites, der Herr des Hauses will kein Einzelkind… Für mich sinds auch vor allem die finanziellen Themen, die mich abschrecken, aber auch, dass bei Nr 1 alles easy war bei Schwangerschaft und Geburt und es jetzt nur schlimmer werden kann. Und ich will mir die positive Erinnerung nicht nehmen lassen :-) Zusätzlich ist dann da noch der Floh in meinem Ohr, der flüstert oder ehrr besser schreit, dass mir mein eigenes Leben doch sehr fehlt.. Abrr wer weiß, wws passiert, wenn sie ähnlich alt ist wie eure Tochter 😀

    Von ganzem Herzen alles alles Liebe, und genießt alle die kommende Zeit!!

    • Liebe Janina,

      als unser Mädchen ein Jahr alt war, konnte ich mir beim besten Willen kein zweites Kind vorstellen. Sie vereinnahmte mich viel zu sehr und das hätte ich einfach nicht geschafft. Irgendwann wurde sie selbstständiger und reifer, dann erst kam der Floh 😉
      Von daher tatsächlich erst einmal abwarten, was mit Dir und Deinen Gedanken bis dahin passiert. Dann muss halt Dein Mann ein wenig Geduld aufbringen. Wie lustig :)

      LG
      Kathrin

  • Verena

    Liebe Kathrin,
    ich wünsche Dir alles Gute für Deine Schwangerschaft und hoffe das ihr gesund bleibt!
    Bei uns war es so: unser zweites Kind, unsere Tochter, hat sich einfach so eingeschlichen, aber zu einem Zeitpunkt an dem wir auch darüber nachdachten, ob ein zweites Kind überhaupt in Frage kommt. Unser Sohn war da erst 9 Monate alt!
    Um es kurz zu machen: es ist unheimlich schön, anstrengend , zermürbend, wunderbar , eine echte Belastungsprobe für uns Erwachsene, finanziell sowieso ( wir sind normalverdiener im Angestelltenverhältnis, ich noch in Elternzeit bis unsere Tochter 1 Jahr alt ist). Dennoch sind wir so unendlich dankbar für unsere beiden Mäuse und möchten sie nicht missen.

    • Vielen Dank, liebe Verena. Das ist ein sehr knapper Abstand. Wow! und Respekt!
      Schön, dass Du es positiv siehst :)
      LG
      Kathrin

  • Claudia

    Toller Artikel, mit der vollen Bandbreite an Gefühlen. Ich verstehe deine Ängste. Ich habe selbst zwei Jungs, zwei wirklich temperamentvolle Jungs.Sie sind gerade 1,5 Jahre auseinander. Ich weiß wie Kräfte zerrend das ist, und wie furchtbar die finanzielle Angst im Hintergrund.

    Eins kann ich dir versprechen, du wirst beim zweiten Kind nicht mehr so penibel sein wie beim Ersten. Du wirst die Zeit irgendwie schaffen, wenn du die Möglichkeit hast andere einzuspannen, wie die Omas dann mach das. Bei uns geht das nicht weil die Omas nicht da sind, und das ist sehr schwer für unsere Ehe.

    Trotz allem wird es auch wunderschön, und so süß wenn die Geschwister sich lieb haben und ausnahmsweise mal nicht streiten :)

    DU SCHAFFST DAS, UND DEIN MANN AUCH !

    • „Wenn sie sich ausnahmsweise mal nicht streiten.“
      Na Du hast es drauf mir Mut zu machen 😀

      Lieben Dank für Deine aufmunternden Worte
      Kathrin

  • Johanna

    Herzlichen Glückwunsch erstmals und dann gleich das wichtigste: Versuch diese ganzen dusseligen Sorgen wegzuschieben, sie sind völlig sinnlos und überflüssig!
    Ich wurde zum zweiten Mal schwanger als Söhnchen 1 gerade 11 Monate alt war. Wir wollten ein zweites Kind, durchaus auch mit so geringem Abstand und es war auch abgesprochen, so langsam mal drauf hinzuarbeiten. Aber als mich zwei Wochen nach dem ersten und einzigen Mal Sex ohne Verhütung mein geliebter Nachmittagsmilchkaffee fast zum Brechen brachte, war ich doch ziemlich irritiert. So schnell, obwohl ich da noch alle 3-4h stillte und es nur einen Versuch gab?
    Und ich hatte die gleichen Sorgen wie du: Was sagt Nummer 1 wohl dazu, werde ich beiden gerecht, kann ich beide gleich liebhaben? Würde ich es schwanger mit selbst betreutem Kleinkind schaffen, mein Studium noch fix abzuschließen? Wie wird das alles finanziell klappen (mein Mann macht selbst eine Ausbildung und ich bin erstmal Mutter und Hausfrau…)?…
    Die Schwangerschaft über war ich manchmal gnadenlos ko, aber ich hab trotz Uniprüfungen eingeführt, dass Numemr 1 und ich zusammen Mittagsschlaf machen – gerne auch mal 2-3h lang – und dafür habe ich dann einfach spätabends und in die Nacht rein gelernt. Mit Stillpausen, den weitergestillt habe ich trotz mittelschwerem Entsetzen in meinem Umfeld. Das Stillen tat manchmal wegen der durch die Schwangerschaft empfindlichen Brüste und die vielen Zähne, die da so piekten, weh und ich wurde viel genervt, wann ich denn nun abstillen würde. Wir schliefen alle zusammen im Familienbett mit Beistellbett und alle fragten, wann wir ihn denn nun in sein Zimmer ziehen ließen. Ich trug das Söhnchen jeden Tag in der Manduca durch die Welt und alle fragten, wann ich damit bloß endlich aufhören würde, der Bauch würde es doch eh bald verhindern. Und vor allem fragten alle, warum um alles in der Welt ich noch keinen Betreuungsplatz fürs Söhnchen organisierte.
    Aber ich hatte in den 11 Monaten mit Söhnchen 1 gelernt, dass planen mit Kind nix bringt als Stress für alle Beteiligten und so beschloss ich konsequent nichts zu beschließen, sondern alles auf uns zu kommen zu lassen. Stillen würde ich so lange, wie es uns beiden gefiel; bei uns schlafen dürfte er so lange, wie es uns allen gefiel und Tragen würde ich so lange, wie es eben ging. Und um einen Betreuungsplatz könnte ich mich auch kümmern, wenn wich wirklich Bedarf danach hätte. Die Themen Stillen und Tragen besprach ich regelmäßig mit meiner Hebamme und der Gynäkologin und beide teilten meine Ansicht: Wenn es mir und Nummer 2 nicht guttun würde, würde ich es schon von selbst bleiben lassen. Gelegentliche Blutbilder zeigten zudem, dass ich trotz der Kombi schwanger und Stillen keinerlei Mängel hatte.
    Letztlich hat Söhnchen genau 5 Wochen vor der Geburt von Nummer 2 ganz plötzlich selbst aufgehört mit dem Stillen. Bis dahin war es zwar von ihm aus kontinuierlich weniger geworden, aber so 2-3x abends/morgens/nachts war da schon noch üblich. Aber von einem Tag auf dem anderen wollte er nicht mehr und lachte bloß, wenn ich ihm die Brust anbot. Getragen habe ich bis wenige Tage vorn der Geburt noch. Ab der 20. Woche oder so nur noch auf dem Rücken und zum Ende hin nicht mehr so lange, sondern nur fix zum Einschlafen, aber immerhin. Die Manduca lässt sich ja zum Glück sehr weit schnallen. Und unser Familienbett haben wir auf 2x2m Hauptbett mit zwei Beistellbetten rechts und links erweitert, um genug Platz für alle zu haben.
    Inzwischen ist Söhnchen 2 drei Monate alt und es war und ist alles so viel unkomplizierter als ich dachte und als vor allem das Umfeld mir einzureden versuchte!
    Zur Geburt – beide Male Hausgeburt – war Söhnchen 1 für wenige Stunden bei einer Freundin. Nicht Mal eine Stunde nachdem Söhnchen 2 da war, kam er zurück und wir spielten und staunten noch bis 6 Uhr morgens alle zusammen im Bett. Ich glaube eine ambulante Geburt ist da von Vorteil. Alles sind von Anfang an zusammen. Drei Tage getrennt zu sein könnte ich mir absolut nicht vorstellen. Anfangs habe ich im Sitzen gestillt, damit Nummer 1 sich nicht auf Nummer 2 rollt, würde ich beim Liegendstillen einschlafen. Inzwischen liegt Nummer 1 von sich aus meistens in seinem Beistellbett und krabbelt nur alle paar Nächte mal zwischen uns; Nummer 2 liegt immer auf der Seite an mir dran, wo zuletzt gestillt wurde, sein Beistellbett ist Ablagefläche. Und wenn die beiden doch mal nebeneinander landen, dann geht das inzwischen gut, da Nummer 1 weiß, dass er vorsichtig sein muss. Oft pennt er dann mit einer Hand auf dem Kopf seines kleinen Bruders.
    Tragen kann man ganz wunderbar auch beide Kinder: Baby vorn im Tuch, Kind hinten in der Manduca. Wenn vorne gequakt wird kommt die Hand vom Bruder über die Schulter zum Tätscheln.
    Und ob man beiden gerecht wird: Ich denke schon, wenn man einfach entspannt bleibt, alles zusammen macht und Nummer 1 mit einbezieht und beide die gleichen rechte haben und man nicht „du bist jetzt der große“-Anfoderungen stellt.
    Meiner ist mit seinen 22 Monaten inzwischen Wickelprofi. Er macht den Body auf, die Windel auf – grooooße Spannung: Ist was drin? Wenn ja: angeekeltes bähäh, wenn nicht: enttäuschtes ohhhh – und holt Waschlappen; er macht den Body zu und schleppt mir beim Stillen in der richtigen Folge Mullwindeln, Lanolin und Stilleinlagen an. Gleichzeitig wird er genauso wie sein Bruder bei Bedarf in den Schlaf geschaukelt, getragen und bekuschelt. Er muss nie der Große sein, er darf genauso Baby sein. Hätte er wieder gestillt werden wollen, ich hätte es sofort gemacht. Aber er zeigte nie Interesse dran, auch wenn ich ihm die Brust anbot.
    Für mich war die erste Woche, die ich mittelbrav im Bett blieb, schwer. Mein Mann kümmerte sich Fulltime um Nummer 1 und nach drei Tagen – passend zum Babyblues – bekam ich einen Heulanfall, weil er mir so fehlte und ich ihn auch mal wieder wickeln und mit ihm essen und spielen wollte. Ich habe dann so langsam angefangen, mich auch wieder um ihn zu kümmern. Anfängliches Hebeverbot hin oder her. Am 8. Tag musste mein Mann wieder los zu Schule und ich war das erste Mal mit beiden alleine. Ich fürchtete mich sehr vor dem Tag, Nummer 1 hatte da noch nicht ganz verinnerlicht, dass Nummer 2 noch sehr vorsichtig behandelt werden musste und ich war auch noch nicht entspannt genug, die beiden einfach mal machen zu lassen. Wir überlebten den Tag und alle Beteiligten bekamen was zu essen (sogar ich! Das war mit die ersten Tage mit Nummer 1 manchmal nicht gelungen) . Und nach wenigen Tagen waren wir drei ein eingespieltes Team.
    Klar, zwei Kinder sind aufwendiger als eins, aber beim Zweiten muss man vieles nicht erst herausfinden und lernen, da weiß man schon wie es am einfachsten und besten funktioniert. Und man kann sich schon im Vorfeld eine gewisse Infrastruktur aufbauen. Beispielwiese haben wir einen so großen Wickeltisch, dass ich da beide nebeneinander „abfertigen“ kann und keiner morgens alleine warten muss. Anstelle von Rasseln und Spieluhren haben wir uns Geld für einen Wäschetrockner gewünscht, damit wir mit dem Wäschebergen besser fertig werden (ich verabscheue Feuchttücher und habe täglich Unmengen Waschlappen im Gebrauch). Nummer 2 kam zudem vom zweiten Tag an ins Tragetuch und ist das so gewöhnt, dass er den Großteil des Tages dort verbringt und ich die Hände frei habe für Nummer 1. Und das wichtigste: Den ollen Haushalt, den kann man auch einfach mal liegen lassen und stattdessen mit den Kids nach draußen gehen! Daher ist es am Ende gar nicht so schlimm, wie man erwartet hatte und deshalb ist das Thema Betreuungsplatz auch weiterhin nicht aktuell für uns – entgegen der Annahmen vieler Besserwisser. Und beim Thema Selbstbetreuen ist dann auch das eigentliche Problem zu finden: Babyschwimmen, Pekip, Rückbildung, Babymassage, diese ganzen Kurse gibt es immer nur vormittags. Weil da ja – so man sich denn brav dem Druck der Gesellschaft fügt – die Großen in der Kita sind. Dass es trotz allem Frauen gibt, die vormittags mit zwei Kindern allein sind und erst nachmittags das größere Kind dem Papa aufs Auge drücken können, dass scheint komplett unter den Tisch zu fallen. Und somit kommt Nummer 2 vorerst nicht in den Genuss von Massage, Schwimmen und Pekip und für meinen Rückbildungskurs muss ich allwöchentlich neu jemanden finden, der für 2h auf Nummer 1 aufpasst. Das finde ich das eigentliche Problem.
    Klar, die Finanzen sind auch so ein Problemthema. Aber eigentlich auch nur, wenn man es zum Problem macht. Wir haben echt wenig Geld. HatzIV-Niveau, mehr nicht. Aber wir kommen klar und leben gar nicht so schlecht. Meine Kinder brauchen keinen Urlaub weit weg und keine neuen Markenklamotten, Extra-Kindermöbel oder Luxusspielzeug. Unsere Wohnung ist klein aber gemütlich, Klamotten sind Secondhand eh gesünder, Spielzeug, Trageutensilien, Auto- und Fahrradsitze gibt’s auf dem Flohmarkt oder bei Ebay und anstelle von teurem Urlaub, für den ich viel arbeiten müsste, verbringe ich lieber viel Zeit mit meinen Kindern zu Hause.
    Also liebe Kathrin: Freu dich und mach dir keine Sorgen, das gibt sich alles von alleine. Und wenn du Zwerg 2 erstmal in den Armen hast, dann wirst du selbst über diese deine anfänglichen Ängste lachen!

    • Wow liebe Johanna,

      das ist ja ein ganzer Artikel geworden :)
      Herzlichen Dank für Deine Erfahrungen. Das habt ihr ja ziemlich gut hinbekommen. Ich bin gespannt wie es bei uns läuft, aber wie gesagt, die Antwort kennt nur die Zeit 😉

      LG
      Kathrin

  • Lisa

    Hallo liebe Kathrin,

    auch wir haben zwei Kinder, weil wir es uns gewünscht haben. Aber nach etwas Rechnen war auch schnell klar, ohne zwei sichere Jobs mit hoher Stundenzahl geht es nicht. Also habe ich erst mal Träume über eine Selbstständigkeit über Bord geworfen und das gemacht, was eben getan werden musste: Einen festen, sicheren Job gesucht, in dem ich jeweils nach den Kindern mit 30 Stunden gearbeitet habe. Und jetzt, wo der Kleine 1 1/2 ist, habe ich es gewagt und mich (neben meinem Job wohlgemerkt) selbstständig gemacht. Viel, viel Arbeit, aber ich habe ein gutes Gefühl dabei, aus einer gewissen finanziellen Sicherheit heraus das zu tun, was ich mir so sehr wünsche. Und meinen Kinder geht es gut in der Kita, ich finde es vermessen zu sagen, dass nur wir Mütter sie gut großziehen können. Ein bisschen HIlfe hat noch keiner mutter geschadet. Das Leben ist kein Ponyhof und Geld leider wichtig. Meist zeigt einem das Leben ja genau, was gerade ansteht (Geld ranschaffen z.B., JETZT ist die Zeit, deine Träume zu verwirklichen), häufig hat man nur einfach keine Lust oder Mut dazu. Aber da hilft nur Augen zu und durch. Und: Natürlich liebst du dein zweites Kind – so wie alle Mütter vor dir ihr zweites (und drittes und viertes) Kind geliebt haben – von sehr bedauerlichen krankheitsbedingten Ausnahmen mal abgesehen. Alles wird gut, nur Mut!

    • Liebe Lisa,

      danke! Ja das Leben wird uns zeigen, was wann an der Zeit ist. Ich bin jedenfalls gespannt wohin die Reise geht :)
      LG
      Kathrin

  • Yvonne

    Ganz Herzlichste Glückwünsche !!!!!
    Ich bin ja auch mit unserem zweiten baby( diesmal ein Mädchen) in der 20ssw.
    Die Gefühle sind bei mir auch ganz anders als bei Max. Ich /Wir haben es so sehr gewollt das ich bei jedem negativen Test ergebnis geheult habe und alle Schwangeren Freundinnen verflucht. Dann endlich ,zu Weihnachten, hielt ich meinen Positiven Test in den Händen. Ich habe nur leider kaum Zeit mich Gefühlsmässig total darauf einzustellen . Max vordert mich jeden Tag und die Ss läuft so nebenher. Ich fühle mich schlecht weil ich ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber habe die doch auch ein Recht auf beachtung hat und sei es nur im Bauch. Dann denke ich oh man wie konnte ich das Max nur antun.wir sind ein Herz und eine Seele und bald muss er mich teilen .wie konnte ich nur so egoistisch sein…
    Ich habe zum Glück eine tolle Hebamme die sagt alles ganz normal das gibt sich alles. Ich bin also gespannt wie es weitergeht bei mir und bei dir :-)
    Schön das ich dann auch weiterhin auf deinem Blog Rat finden kann und weiterhin das Gefühl bei einer Gleichgesinnten mitzulesen :-)) nochmal alles alles Gute
    Yvonne

    • Liebe Yvonne,

      20. ssw – das ist ja Halbzeit! Herzlichen Glückwunsch!
      Ich glaube nicht, dass wir unseren Erstgeborenen etwas antun mit einem Geschwisterchen, es ist ja tatsächlich eine Bereicherung. Noch mehr Liebe 😉
      Ich bin trotzdem etwas wehmütig, weil ich dieses enge Band mit meinem Mädchen genieße und ich weiß, dass es unser letzter gemeinsamer Sommer vor der großen Veränderung sein wird. Zum Glück gibt es noch viele Monate zum Genießen :)

      LG
      Kathrin

  • Viktoria

    Liebe Kathrin,

    zuerst vielen herzlichen Dank für deine tolle Seite! Hier verbringe ich momentan viel Zeit, weil du so schön schreibst :-)

    Gestern Nacht, als ich meine Kleine in den Schlaf gestillt habe, habe ich das von dir gelesen. Herzlichen Glückwunsch! Kinder sind das beste, was uns passieren kann und der schönste Schatz im Leben.

    Ich selbst habe nur eine Tochter, also kann ich aus dem Leben mit zwei Kindern nichts berichten. Nichtdestotrotz möchte ich dir hier Mut machen und ein paar aufbauende Worte schreiben.

    Seitdem ich Schwanger wurde, habe ich mich über jede Schwangerschaftsnachricht von meinen Freundinnen und Bekannten gefreut. Hier einige Beispiele. Meine ehemalige Gastmutter erwartet gerade ihr viertes Kind. Sie ist die Hauptverdienerin in der Familie und hat nicht den besten Job der Welt (Filialleiterin bei ALDI), aber sie freut sich bei dieser Schwangerschaft am meisten :-) Meine beste Freundin steckte mitten in einer Ehekrise und einem Kredit und erfuhr, dass sie Zwillinge erwartet. Heute sind die kleinen Mäuse 1 Monat alt und ihr Mann entdeckt gerade seine Vaterrolle aufs neue.
    Ich selber bin Freiberuflerin, mein Mann macht gerade sein Staatsexamen, wir leben derzeit von Hartz IV und trotzdem sind wir optimistisch und wollen 3 Kinder haben :-) Als ich mit Vera schwanger wurde (geplant) hieß es plötzlich, mein Mann müsse noch ein weiteres Semester studieren. Ursprünglich wollte er zu ihrer Geburt fertig werden. Heute gesehen freue ich mich, dass es so gelaufen ist – er kann viel Zeit mit der Kleinen verbringen und hat mich toll in den ersten Wochen unterstützt.

    Unser Problem ist, dass wir alles in unserem Leben kontrollieren wollen. Wir grübeln, planen und dann kommt was dazwischen und alles ist plötzlich auf den Kopf gestellt! Im nachhinein erweist es sich immer als das beste für die jeweilige Situation. Wir sehen unseren Lebensweg gerade bis zur nächsten Kurve, aber wenn wir ihn aus der Vogelperspektive sehen könnten, wären viele Fragen und Grübeleien überflüssig.

    Ich weiß nicht, ob du gläubig bist. Ich bin es jedenfalls und habe die Erfahrung gemacht, dass der Gott uns in jeder Situation etwas beibringen möchte. Vielleicht möchte er nun, dass du mehr auf Ihn vertraust. Es heißt doch in der Bibel:“Betrachtet die Raben! Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Speicher noch Scheunen,und Gott nährt sie doch. Wieviel mehr seid ihr wert als die Vögel!“(Lukas 12, 24)

    Also, entspann dich und genieße deine Schwangerschaft. Man weiß ja nie, was das Leben so bringt :-)

    Ganz viele liebe Grüße

    Viktoria

    • Liebe Viktoria,

      nein ich bin gläubig, habe aber trotzdem Vertrauen in die Zukunft. Warum auch immer :)
      Vielen Dank für Deine lieben Zeilen!
      LG
      Kathrin

  • Fanni

    ich kann mich Yvonne nur anschließen. Anderthalb Jahre nach unserem ersten Sohn, kam Söhnchen Nummer 2 zur Welt – die Schwangerschaft lief nebenher und ich hatte das Schlimme Gefühl des „Verrates“ am ersten Kind. Heute ist der kleine 10 Monate alt und es ist für mich nach wie vor ein Spagat zwischen den Beiden. Manchmal, und bitte versteht es nicht falsch, denn ich bin glücklich, zwei gesunde Kinder zu haben, wünschte ich mir ein wenig Zeit mal wieder nur mit dem Großen zu haben.

    • Liebe Fanni,

      ich glaube, ich verstehe Dich genau richtig. Ich bin gespannt, was auf uns zukommt…

      LG
      Kathrin

  • Hilke

    Herzlichen Glückwunsch für Euch. Ich kann mit dir fühlen. Ich habe zwei Kinder, damals 11 und 14 Jahre. Auch bei mir kam immer mal wieder in den Jahren davor der Wunsch nach noch einem Kind auf. Auch mein Mann wollte nicht und Geldmäßig war es eng. Irgendwann sagte mein Mann dann plötzlich jetzt wenn ich noch möchte und zwei Monate später war ich Schwanger. Ich war 38 Jahre alt und wusste nicht ob ich mich freuen sollte. Heute ist mein Zweg 2,5 Jahre und ich habe das Gefühl es sollte so sein

    • Hallo Hilke, na das klingt ja fast nach unserer Geschichte :)

      Schön, dass Du so ein positives Gefühl hast. Euch weiterhin alles Gute und vielen Dank!
      Kathrin

  • Tanja

    Hallo,
    wie auf FB in Deinem Kommentar schon erwähnt, bekommen wir im November unser zweites Kind, in etwa müssten wir gleich weit sein, ET wäre bei uns der 11.11. ^^
    Ich wusste schon ganz früh das ich schwanger bin( 5 Woche), die Symptome waren eindeutig und als ich den Test machte gab es keine Zweifel mehr :) Ich habe vor Freude geweint und mein Freund teilt diese Freude mit mir, wir haben uns ein zweites Kind gewünscht aber dieses Kind ist etwas ganz besonders. Mein Vater ist am 13.02. verstorben und ein paar Tage später ist mein Bauchbewohner entstanden. Für uns eine mystische Verbindung! Ich wünsche Dir eine wundervolle Kugelzeit!

    • Liebe Tanja,

      ich erfahre morgen erst meinen ET. Haha, dann können wir ja ein Rennen starten :)
      Auch Dir eine wundervolle Schwangerschaft und herzlichen Dank!
      Kathrin

  • Ich gratuliere Dir von Herzen! So viel in diesem Beitrag kommt mir sehr bekannt vor! Nicht nur, dass mein Mann auch Thomas heisst… ich stecke noch mitten im „Er will nicht, ich unbedingt“… ich fahre also immerwieder Achterbahn, gefühlsmässig. Geht es mit den Kindern gut, schöpfe ich Hoffnung, ist es gerade echt schwierig, befürchte ich das schlimmste…
    Ich war immer wieder „scheinschwanger“, bildete mir dauernd Symptome ein obwohl wir ebenso verhüteten… Mittlerweile schlafen wir kaum mehr miteinander weil die Kinder oft spät zu Bett gehen… ich habe meinem Mann einen Brief über meine Gefühle geschrieben, es ist Wochen her, wir haben nie darüber gesprochen. Ich will und wollte ihm nie Druck machen… aber rund um mich herum sehe ich Schwangere, Babys und Familien mit mehr als 2 Kindern… dauernd…
    Noch gebe ich nicht auf. Niemals… ich bin erst 33, er aber 43… ewig möchte ich nicht warten. Meine Jüngste ist 27 Monate alt…

    • Ohje, liebe Lorelai!
      Erst einmal vielen Dank für die lieben Worte. Nun und was Deinen Herzenswunsch anbelangt, hoffe ich inständig für Dich, dass er in Erfüllung geht!
      Fühl Dich gedrückt
      Kathrin

  • Kathi

    Herzliche Glückwünsche auch von mir!
    Mir geht es ähnlich wie vielen, die vor mir geantwortet haben: deine Seite ist toll, ich hab sie Startseite in meinem Browser eingestellt und freu mich immer, wenn ich einen neuen Artikel entdecke. Ganz spannend, wie es dir so geht und was du so tust, um dein Leben so zu leben, wie du es möchtest. Ich hab ganz großen Respekt vor deiner Courage, das alles auch noch zu veröffentlichen und finde, du schlägst dich wirklich gut :-)

    Du hast in deinem Artikel gefragt, wie es anderen ging, als sie von der Schwangerschaft erfahren haben. Mein Mann und ich haben eine Tochter, die gerade 7 Monate alt ist. Wir waren vor ihrer Geburt beide totale Workaholics. Mein Mann hat seit vielen Jahre eine eigene Firma. Die geht gut, trotzdem hat man als Selbständiger ständig zu tun und oft Sorgen. Auch ich hab immer gern gearbeitet und es hat für uns beide gepasst, dass wir uns voll in die Arbeit geworfen haben und dann gemeinsam fix und fertig zuhause auf dem Sofa saßen und uns von unserer Arbeit erzählt haben. Wir sind außerdem beide ziemlich gern allein und haben uns extrem viel Freiraum gelassen – ein „Schatz, ich flieg nächste Woche nach Portugal auf eine Konferenz“ hat nie Probleme bereitet, sondern war schön und ok. Wir hatten auch Zweifel, ob wir gute Eltern sein würden und hatten echt Angst, dass für jeden von uns und für uns beide zusammen keine Zeit mehr bleiben würde.
    Trotz der Zufriedenheit mit unserer Art zu leben hat sich damals auch bei mir ein Floh eingenistet und wir haben begonnen, es mit der Verhütung nicht so genau zu nehmen. Und dann, im allerschlimmsten Stress mit riesen Konflikt in der Arbeit, Krankheitsfall in der Familie, Todesfall im Freundeskreis und noch mehr, genau in so einem Stressmoment hat unsere Maus sich uns ausgesucht und wir sind schwanger geworden!
    Am Tag bevor ich einen Test gemacht habe, haben wir zum ersten Mal über Kinderkriegen gesprochen, ohne ein „aber“ hintendran zu hängen. Als ich meinem Mann die frohe Botschaft mitteilen wollte, hab ich zuerst gefragt „Wieviel Stress hast du gerade?“. Seine Antwort „mittel“ genügte mir, außerdem musste es sowieso raus bevor ich platzte. Er hat erstmal geschluckt, verdutzt geschaut und etwas in der Art von „Versteh mich nicht falsch, ich freu mich. Aber ich glaub, nächstes Jahr hätte es mir besser gepasst.“ gesagt. Danach wurde die Freude jeden Tag größer.
    Die Geburt war ein unglaubliches Erlebnis und erst vor kurzem kam von meinem Mann, dem großen Skeptiker, ein wunderschöner Satz: „Wenn ich gewusst hätte, dass es so schön ist, ein Kind zu haben, hätten wir schon früher eins gekriegt.“
    Der gilt aber nur für das tolle Kind, das wir schon haben :-) … Die Idee von einem zweiten Kind ruft dieselben Ängste und Zweifel hervor, wie damals schon beim ersten. Vor allem wissen wir jetzt, dass wir Recht hatten: es ist sehr anstrengend, wir haben kaum mehr Zeit für uns selbst und extrem wenig Zeit für uns als Paar. Und wir wissen auch, dass wir keine Ahnung hatten: davon wie schön es ist, in so ein kleines Gesicht zu schauen, was für ein Wunder es ist, wie sie wachsen, diese kleinen Wesen, wie großartig es sich anfühlt, wenn sie zufrieden sind und es ihnen gut geht, wie schön es ist, mit Menschen, die man liebt, die Freude über dieses Kind zu teilen, wie stolz man ist, wenn sie etwas Neues lernen, wie sehr man mit ihnen staunen kann und lernt, die Welt neu zu entdecken … Nichts davon wollen wir mehr missen, auch wenn es wirklich anstrengend ist.

    Ich bin sicher, euer zweites Kind hält ganz viele neue Entdeckungen und Wunder für euch drei bereit. Auch auf eure Tochter wartet ja eine tolle, neue Rolle – die der großen Schwester.

    • Liebe Kathi,

      herzlichen Dank für Dein tolles Kompliment und für Deine Zeilen. Bei euch geht es ja auch ganz schön spannend zu :)
      Ein Kind passt irgendwie nie, oder? Es gibt immer noch etwas, das man fertig machen oder erleben möchte. Deswegen ist es manchmal ganz gut die Natur einfach machen zu lassen, die zerbricht sich nicht so den Kopf, sondern schenkt uns einfach diese wundervollen Geschöpfe 😀

      LG und alles Gute
      Kathrin

  • Steffi

    Wie ich mich für euch freu, ein neues kleines Leben entsteht. Wir erwarten auch gerade unser zweites und sind überglücklich. Beide waren zu 100% geplant. Wenn nur die zweite SS genauso einfach wie die erste wäre… Aber nein, alles komplett anders :-( Trotzdem freuen wir uns schon unendlich auf unser Baby und unsere Tochter (2) versteht auch so langsam das in wenigen Wochen was ganz großes passieren wird!

    • Liebe Steffi,

      das klingt, als wenn Du kurz vor dem Ende der Schwangerschaft stehst? Dann wünsche ich Dir alles Gute für die Geburt und bedanke mich recht herzlich für Deine Zeilen!
      LG
      Kathrin

  • Schnatterinchen

    Liebe Kathrin, ich freu mich sooo für euch! Herzlichen Glückwunsch! Ich dachte mir das schon, als du auf Facebook von kleinen Umwälzungen, spannender Lebensphase oder so ähnlich schriebst, traute mir aber nicht, das mit „Bist du schwanger?“ zu kommentieren. Ich drück euch ganz fest die Daumen und wünsch euch das Allerbeste, denn ich weiß auch wie es ist, wenn man in der 12. SSW wegen Blutungen zum Arzt geht und da kein Herzchen mehr schlägt. Mach dir bitte nicht zu viele Sorgen und Gedanken! Schätze dich glücklich und der Rest findet sich. Beim 2. Kind läuft glaub ich, vieles entspannter, weil man sich sicherer ist und auch finanziell finden sich bestimmt Wege. Bei uns wird es wahrscheinlich kein Zweites mehr geben: Mann will definitiv keines und ich mit bald 40 weiß nicht, ob ich für Schwangerschaft und zweites Kind nochmal Kraft habe. Aber wenn´s so sein sollte, würde ich mich auch mit über 40 noch darüber freuen. (Wäre ich so alt wie du, würde ich definitiv gern noch ein Kind haben wollen.) Ansonsten sind wir auch mit nur einem glücklich. Wenn man viel mit anderen Familien unternimmt und Kontakte hält, finde ich es nicht so schlimm für ein Kind, wenn es als Einzelkind aufwächst. Ich möchte wenn´s geht gern Reisen in fernere Länder als Familie unternehmen, etwas, das mit zwei Kindern bestimmt auch wieder schwieriger ist … Mal sehn. Ich entspanne gerade völlig und so geht auch das Schlafen besser ;-)! Ich wünsch dir und euch ebenfalls spannende aber auch entspannte Zeiten! Lieber Gruß!

    • Liebe Schnatterinchen,

      der Satz „ich weiß auch wie es ist, wenn man in der 12. SSW wegen Blutungen zum Arzt geht und da kein Herzchen mehr schlägt.“ wirkt nicht sehr beruhigend in meiner Situation…
      Trotzdem vielen Dank für Deine Worte!
      LG
      Kathrin

    • Schnatterinchen

      Liebe Kathrin, entschuldige bitte, der Satz war dumm von mir! Ich wollte dich damit nicht verunsichern, ich wollte sagen: Es gibt Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben und das Meiste kommt von ganz allein. Manchmal machen wir uns zu viele Gedanken, zu viele Sorgen und haben zu viele Ängste. Ich wollte sagen: entspanne und genieße, wo immer und wie immer es geht …

    • Das ist schon ok – ich habe es nur schon etwas zu oft gehört in den letzten Tagen, deswegen musste ich es einfach ansprechen.
      Danke!