Neuer Nestling: Wir bekommen ein zweites Kind!

Kathrin Familienleben 92 Kommentare

Ich bin wieder schwanger!

Ein Herzenswunsch von mir. Schon seit einigen Monaten. Anfang des Jahres ließen wir die Verhütung weg. Jetzt ist es soweit und meine Freude ist gedämpft.

In diesem Artikel erzähle ich aus der Zeit, in der ich unbedingt ein zweites Kind wollte, aber Thomas nicht  (hatte ich letztes Jahr schon alles aufgeschrieben, aber nie veröffentlicht) und ich schildere wie es mir heute – wenige Tage nach dem zweiten positiven Schwangerschaftstest – geht.

Rückblick: Erste Schwangerschaft

Unser Mädchen hatte sich trotz Pille eingeschlichen. Völlig ungeplant. Da ich zu dem Zeitpunkt freiberuflich in zwei verschiedenen Firmen arbeitete, glaubte ich, meine Bauchschmerzen und meine Übelkeit seien auf den Stress zurückzuführen. Ich befürchtete es sei ein Magengeschwür. Erst in der achten Woche merkte ich, dass etwas an meiner Theorie nicht stimmte und ging zum Gynäkologen. Mein Magengeschwür hatte Arme und Beine!

Schon damals war ich erfreut und besorgt zugleich. Ich hatte gerade mein Studium abgeschlossen und war dabei beruflich Fuß zu fassen. Endlich etwas Geld zu verdienen. Dieser Plan wurde urplötzlich durchkreuzt. Ein kleines Desaster, aber irgendwie halb so wild. Schließlich war ich nicht mehr die Jüngste (damals 32 Jahre) und ich konnte während der Schwangerschaft genügend Stunden (teils 50-60) arbeiten, um Geld zurückzulegen.

Zweite Schwangerschaft: Gedämpfte Freude

Nun sieht die Situation ganz anders aus. Thomas ist Hauptverdiener und wir schnallten den Gürtel bereits enger, damit unser Mädchen die ersten drei Jahre zu Hause bleiben konnte. Damit wir beide weiterhin unseren beruflichen Träumen hinter jagen können. Wieder schwanger zu sein ist natürlich wunderbar, aber gleichzeitig nagen die Zweifel: Packen wir das? Zeitlich, nervlich, organisatorisch und vor allem finanziell? War das die richtige Entscheidung?

Thomas wirkt besorgt: „Ich muss schon zugeben, dass mir das neue Babythema ein bisschen die Stimmung verschlägt.“ Worte, die mich aufwühlen, weil ich selbst unsicher bin. Als ich 2011 einen positiven Test in der Hand hielt, weinte ich, allerdings nicht vor Freude, sondern weil ich meine „Karriere“ vergessen konnte. Da Thomas mich damals breit grinsend und zuversichtlich in den Arm nahm, verschwanden meine Sorgen ziemlich flott. Als ich Thomas am Samstag (15. 03. 14) den neuen positiven Test zeigte, reagierte er wesentlich verhaltener. Mit Stolz verkündete er zwar am darauffolgenden Tag seinen Eltern die frohe Botschaft, aber bereits am Abend versank er in Grübeleien. Sein Blick so ernst. 

Ein Baby ist ein Geschenk, aber es bedeutet eben auch viel Arbeit, eine erneute Umstellung und Einschränkungen.

Da ich selbst an der Richtigkeit unserer Entscheidung (ein zweites Kind zu bekommen) zweifle, wünschte ich mir, dass Thomas genau so entspannt und lustig reagierte wie beim ersten Mal. Wir steuern jedoch nicht mehr blauäugig und euphorisch auf dieses „Abenteuer Kind“ zu, sondern wohlwissend, was auf uns zukommt und dementsprechend mit großem Respekt. Ein Baby ist ein Geschenk, aber es bedeutet eben auch viel Arbeit, eine erneute Umstellung und Einschränkungen. Anders als in der ersten Schwangerschaft wissen wir, was es bedeutet Eltern zu werden – mit allen Höhen und Tiefen.

Rückblick: Ich wollte ein zweites Kind, aber Thomas nicht

Dennoch wollte ich unbedingt ein zweites Kind. Bereits um den zweiten Geburtstag unseres Mädchen herum (Mitte 2013) setzte sich ein kleiner, fieser Floh in mein Ohr, der seitdem ununterbrochen flüsterte: „Es ist Zeit für ein neues Baby!“ Total verrückt und rational absolut nicht erklärbar,  denn ich konnte mich noch sehr gut an die anstrengende, erste Zeit mit unserem Mädchen erinnern und davon abgesehen ließen unsere Finanzen kein Geschwisterchen zu…

Ich erlebte sogar eine Scheinschwangerschaft.
 Die Hormone benebelten meinen Verstand und sorgten dafür, dass ich wochenlang nichts anderes denken konnte. Ich erlebte sogar eine Scheinschwangerschaft mit Übelkeit und weiteren „Schwangerschaftssymptomen“. Da wir verhüteten, müsste ich per Windbestäubung befruchtet worden sein und doch war die Enttäuschung riesengroß als mein Zyklus am Ende des Monates wie gewohnt mit einer Blutung endete.

Das Thema betrübte mich so sehr, dass ich Thomas über meine Gedanken aufklären musste, obwohl ich genau wusste, wie er denkt. Für Thomas kamen weitere Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht in Frage und zwar aus guten Gründen. Ich sortierte mich gerade beruflich und hatte noch kein geregeltes monatliches Einkommen. Dementsprechend sorgte Thomas für uns Mädels und das ist nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern eine belastende Verantwortung. Rein rational betrachtet, verstand ich das alles, wenn da nicht dieser (von meinen Hormonen gesteuerte) Floh gewesen wäre…

Er manipulierte meine Gedanken und Gefühle. Sorgte dafür, dass ich tagelang traurig und lustlos war. Mehrmals wälzte ich dieses schwere Thema mit Thomas und obwohl es zu keinem anderen Ergebnis kam (die Rahmenbedingungen blieben ja dieselben) ging es mir irgendwann besser. Das Reden half und auch die Tatsache, dass Thomas mich verstehen konnte.

Es gelang mir wieder positiv zu denken, schließlich hatten wir eine wunderbare, gesunde Tochter. Ich konnte für sie da sein und gleichzeitig meine beruflichen Träume verfolgen. Sie wurde immer selbstständiger, was bedeutete, dass Thomas und ich bald wieder etwas mehr Zeit für uns haben würden und außerdem waren wir noch jung. Es war also alles offen.

Doch plötzlich startete das Kopfkino von neuem, als eines intimen Abends das Kondom riss!

Ich war geschockt und erfreut zugleich, dabei aufgeregt und doch bemüht ruhig zu bleiben. Absolutes Chaos!! „Nein, ich bin nicht schwanger, das kann nicht sein!“ dachte ich. Aber dieses Fünkchen Hoffnung, welches entstand, schwirrte permanent und heiß glühend um mich herum.

Eine Woche früher als in den vergangenen Monaten wurde ich dann von der Menstruation überrascht. Ich war enttäuscht, aber zeitgleich froh, nicht noch eine weitere Woche auf „die Bestätigung“ warten zu müssen. Da ich seit über einem Jahr einen präzisen 35 Tage Zyklus hatte, war ich sehr verwundert über diese vorzeitige Blutung und googelte, ob ein befruchtetes Ei schon so früh abgehen kann. Ob es quasi eine ultra frühe Frühgeburt sein konnte.

Eine Brustentzündung? Nach 28 Monaten Stillzeit?
Etwas Blöderes hätte ich nicht machen können. Ich stieß auf die sogenannte Nidationsblutung, eine leichte Blutung, die entstehen kann, wenn ein befruchtetes Ei sich in die Gebärmutter einnistet. Vom Zeitpunkt her passte das wunderbar und so flammte erneut Hoffnung auf, die allerdings direkt am nächsten Tag wieder zerstört wurde: Es blieb nicht nur bei wenigen hellroten Tropfen Blut, so wie es bei einer Einnistungsblutung sein sollte. Ich steckte mitten in der Menstruation und zwar volles Rohr. Zu allem Überfluss verspürte ich am selben Tag Schmerzen in der rechten Brust, bekam Fieber, starke Gliederschmerzen und migräneartige Kopfschmerzen. Eine Brustentzündung? Nach 28 Monaten Stillzeit?

Ich war absolut fertig. Nach der „Scheinschwangerschaft“ wurde ich mit den heftigsten Menstruationsschmerzen meines Lebens bestraft. Dazu die Brustentzündung, fast so als wollte mein Körper meine seelischen Schmerzen noch verstärken…

Diesen Tag (04. 11. 2013) verbrachte ich mit Decke übern Kopf im Bett, weil ich ausgelaugt war und ich niemanden sehen wollte. Ich wollte still vor mich hin leiden. Wenn ich ehrlich bin, zerfloss ich in Selbstmitleid. Hin und wieder schlief ich, aber die meiste Zeit verbrachte ich grübelnd. Ich war antriebslos und bedrückt, weil ich mich um das Glück ein weiteres Kind zu haben, betrogen fühlte. Ich saß vor dem Rechner, während unser Mädchen friedlich schlief und verlor mich in den Weiten des Internets, anstatt an Artikeln zu arbeiten. Konzentration und Motivation fehlten, alles schien so sinnlos (siehe Wintertief).

Die „Folgen“ der Scheinschwangerschaft und die Brustentzündung beutelten mich zusätzlich. „Mein Körper verspottet mich“, dachte ich jeden Tag, an dem er mir mehr Schmerzen zufügte.

In Wirklichkeit zeigte mir mein Körper, wie sehr mein Geist unter dem unerfüllten Kinderwunsch litt. Die Ursache für eine Brustentzündung konnte in meinem Fall nur seelischer Natur sein, denn ich stillte unser Mädchen nun schon über 28 Monate ohne nennenswerte Probleme. Wir waren ein eingespieltes Team und absolute Stillprofis.

Als Stillberaterin wusste ich mir, in Hinsicht auf die Linderung der Symptome, gut zu helfen. Das Fieber sank, die Schmerzen ließen nach. Jedoch musste ich auch an den Ursachen – meinen negativen Gedanken, dem starken Kinderwunsch – arbeiten. Stress macht krank, diese Lektion hatte ich verinnerlicht. Mich tief in meinen Kummer zu vergraben, brachte mich nicht weiter. Ich gönnte mir eine längere Auszeit zum Jahresende, sortierte mich und wollte mich 2014 erst einmal voll und ganz auf Nestling.org konzentrieren. So der Plan.

Thomas ändert seine Meinung

Dann sagte Thomas nach Weihnachten plötzlich: „Weißt Du, ich hab darüber nachgedacht, ob wir nicht doch noch ein Kind haben sollten!“ Mein Herz hörte auf zu schlagen, ich traute mich nicht zu atmen, aus Angst, er überlegte es sich sofort wieder anders. „Wir haben eine tolle Tochter. Ich habe das Gefühl, wir machen das gut und sollten der Welt noch ein Kind schenken!

Ich sagte an der Stelle nur zwei Dinge: „Ich freue mich unendlich, wenn wir es versuchen, denn ich glaube, ich werde diesen Wunsch nicht los. Egal wie sehr ich mich bemühe. Nichtsdestotrotz teile ich Deine bisherige Meinug und es bleiben realistisch betrachtet starke Zweifel, ob das finanziell gesehen eine gute Entscheidung ist.

Ohne Verhütung

Wir verzichteten nach dem Gespräch auf die Kondome. So richtig wohl war Thomas dabei nicht, dennoch zog er es durch. Er saß zwischen zwei Stühlen. Er wollte nicht, dass ich so stark leide. Gleichzeitig stieg der Druck für ihn, ein zusätzliches Familienmitglied nähren zu müssen.

Ich spürte seinen Kampf deutlich, war selbst hin und her gerissen – aber überwiegend froh, dass er diesen Schritt gegangen war. Im August 2014 werde ich 35 Jahre – das war meine zeitliche Obergrenze für ein zweites Kind. Ich wollte wissen, ob ich überhaupt noch fruchtbar bin. Ob die Natur noch ein weiteres Kind für uns vorgesehen hat. Wollte es so gerne probieren – quasi das Schicksal entscheiden lassen, denn irgendetwas in mir war optimistisch, dass wir es schaffen, wenn es so sein soll.

Ich ging davon aus, dass es sehr lange dauern würde, bis es klappt (oder gar nicht klappt), da ich ja einen exakten 35 Tage Zyklus habe. Es gibt nur wenige fruchtbare Tage pro Zyklus (siehe Fruchtbare Tage berechnen) und außerdem gilt: „Je älter Frauen werden, desto rapider sinkt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden“ (siehe Auswirkung des Alters auf die Fruchtbarkeit).

Dann wurde ich bereits in der zweiten „Runde“ schwanger und zwar in dem Monat, in dem wir so wenig miteinander schliefen wie noch nie. Unser Mädchen, Thomas und ich, wir waren insgesamt über drei Wochen krank und hüteten abwechselnd das Bett. Trotz erschwerter Bedingungen entstand ein kleines Leben.

Ich glaube, dass das an einem liegt: Dass wir es aus Liebe machen!Thomas
Vielleicht lag es daran, dass wir nichts an unseren Gewohnheiten änderten – nichts bewusst dafür machten, aber eben auch nichts dagegen. Wir stressten uns nicht, indem wir planten und an den fruchtbaren Tagen Gewehr bei Fuß standen. Wir liebten uns, wenn uns der Sinn danach stand – genau so wie wir es immer taten.

Es sollte wohl so sein

Jetzt bin ich schwanger. In der achten Woche, also noch ganz frisch. Ich weiß es seit über zwei Wochen und seitdem decke ich das ganze Spektrum an Emotionen ab – täglich ja, manchmal stündlich wechseln meine Gefühle.

Ich freue mich tierisch, weil gerade ein kleines Menschlein in meinem Bauch heranwächst. Gleichzeitig ist es so surreal, da ich kaum Veränderungen spüre. Ich freue mich, alles noch einmal von Anfang an erleben zu dürfen. Habe vieles wieder vergessen. Bin gespannt, welcher Charakter und welche Herausforderungen auf uns warten. Eine aufregende Zeit beginnt.

Mir schießen lauter Fragen durch den Kopf: Wie wird sich die Familiensituation verändern? Bleibt genügend Zeit für unser Mädchen? Für Thomas? Für uns als Paar? Wird unser Mädchen sich auf ein Geschwisterchen freuen? Oder wird es schwer sein für sie, mich zu teilen? Habe ich überhaupt genug Liebe für zwei Kinder? Wird sie sich durch die Schwangerschaft abstillen? Oder stillt sie gerade deswegen länger und ich am Ende zwei Kinder? Fragen über Fragen, die mir niemand beantworten kann, außer die Zeit.

Ich werde sentimental, wenn ich unser Mädchen betrachte. Sie ist mein ein und alles. Genoss bislang meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Ich hoffe inständig, dass sie den Familienzuwachs als Bereicherung und nicht als Ballast empfinden wird.

Nachts liege ich außerdem oft wach und denke nach. Bin total hibbelig und aufgewühlt. 2014 sollte das „alles oder nichts“ Jahr für Nestling werden. Ich arbeite hinter den Kulissen an verschiedenen Projekten, die in Zukunft etwas Geld abwerfen sollen. Obwohl ich ganz fest daran glaube, spüre ich wie mich die finanzielle Unsicherheit beunruhigt. Klappt es wirklich? Schaffe ich die Umsetzung noch rechtzeitig vor der Geburt? Oder sollte ich mir lieber ganz flott etwas Sicheres suchen? 

Ach ja und dann noch die Hiobsbotschaft: Thomas erfuhr zwei Tage vor dem positiven Test, dass ein gehöriger Teil seines Einkommens bald wegbricht, weil ein großer Kunde den Dauerauftrag nicht mehr verlängert. FUCK.

Und so schwanke ich zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

Ich bin zuversichtlich, dass wir auch dieses Kind schaukeln werden und freue mich natürlich über meinen Zustand. Über das kleine Herzlein, das ich heute auf dem Bildschirm sah. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, die Steine aus unserem finanziellen Wege zu räumen, damit ich mich ganz fallen lassen kann. Damit Thomas sich so sehr wie damals bei unserem Mädchen freuen kann.

Wie ging es euch, als ihr erfahren habt, dass ihr schwanger seid? Gab es ausschließlich positive Gedanken und Gefühle? Hattet ihr mit Sorgen zu kämpfen? Oder steckt ihr vielleicht sogar noch in der Situation, dass ihr ein Kind wollt und euer Partner nicht?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Eure schwangere Kathrin :)

 

 

 

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  • Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. :)

  • Oh, ein schöner Artikel :)

    Ich habe schon an zwei anderen Stellen hier in deinem Blog geschrieben, da ist schon einiges durchgeklungen.
    Ich bin ungeplant mit Zwillingen schwanger geworden, zu einem Zeitpunkt, als ich nicht einmal in einer festen Beziehung war und von einem Mann, mit dem ich mir nicht hätte vorstellen können, eine Familie zu gründen. Ich habe mich trotzdem darüber gefreut und die Katastrophenstimmung, auf die ich gewartet habe, blieb aus. Ich bin am Anfang davon ausgegangen, alleinerziehend zu sein, was sich letzten Endes auf ziemlich traurige Weise bestätigt hat (zwischendrin hatte er sich entschieden, mich so gut er kann zu unterstützen). Über die ganze Schwangerschaft hinweg waren auch meine Gefühle entsprechend vielfältig… 😀 (siehe den Link oben).

    Was das Finanzielle angeht:
    Habt ihr schonmal darüber nachgedacht, Wohngeld zu beantragen? Es gibt ziemlich viele Möglichkeiten, staatliche Zuschüsse zu bekommen, an die viele nicht denken (ich hätte z.B. fast vergessen, die „Herdprämie“ zu beantragen).

    • Kristin Pieschel

      Oh ja,das Wohngeld zu beantragen,kann sich auf jeden Fall lohnen!

    • Liebe Sarah,

      schwanger zu sein mit Zwillingen ohne den richtigen Mann ist natürlich eine ganz andere Hausnummer! Respekt!
      Nein, über Wohngeld haben wir nicht nachgedacht – wir haben ja noch ein paar Monate, um alles ins finanzielle Lot zu bekommen 😉

      LG
      Kathrin

  • Kristin Pieschel

    Liebe Kathrin, als erstes wünsche ich dir alles erdenklich Gute für die nächsten Monate! Ich gehe gerade gedanklich in meine 2. SS zurück und gerate wieder ins Schwärmen <3 bei uns war Kind Nr. eins auch eher ungeplant,aber genauso sehr gewollt 😉 damals ging es uns allerdings finanziell nicht so gut,da mein Freund noch studierte und nur am Wochenende da war. Aber ich empfand diese Zeit deswegen nicht als schlimm,weil ich mir damals noch nicht wirklich Sorgen um irgendwas gemacht habe 😉 Wir haben uns mit allem arrangiert und daraus gemeinsam das Beste gemacht 😀 Als unser zweiter Sohn letztes Jahr geboren wurde,war zwar alles geregelter und abgesicherter,trotzdem grübel ich jetzt mehr als noch vor 4 Jahren.Das Mutti Gen denke ich… Es klingt banal,aber irgendwie wird sich alles finden und ich drücke euch dafür ganz sehr die Daumen! LG Kristin mit Leo und Mats

    • Liebe Kristin,

      da hast Du in mehrfacher Hinsicht Recht. Ich kann nicht aufhören zu grübeln und sicherlich wird alles gut werden :)
      Vielen Dank für Deine aufmunternden Worte und liebe Grüße
      Kathrin

  • Ari

    Liebe Kathrin ich freue mich so sehr für dich und deine zwei Lieben.
    Dein Bericht hat mich sehr berührt, weil du so wunderbar schreibst.
    Ich wünsche mir auch so sehr ein weiteres Kind, nicht jetzt, aber irgendwann schon. Aber mein Partner möchte definitiv kein weiteres:( … Das Thema „zweites Kind“ ist quasi ein Tabuthema, drüber gesprochen wird nie, frag ich nach dem „warum?“ Bekomme ich keine Antwort. Was es für mich noch schwerer macht es zu verstehen.
    Es gibt oft Zeiten, wo es mich förmlich zerreißt, emotional auffrisst und ich am liebsten meinen Wunsch auslöschen möchte.
    Es gibt aber auch Zeiten, da sag ich mir „einfach abwarten, wer weiß was die Zeit bringt“! Das gibt mir Hoffnung.
    Über die Geburt von Hannah bin ich unendlich glücklich und das will ich einfach genießen und mein Glück ganz fest halten.
    Aber tief in mir pocht dieser eine große Wunsch!

    Ich wünsche euch alles alles Gute! Ihr schafft das!!
    Deine Ari

    • Liebe Ari,

      vielen Dank für Deine sehr persönlichen und traurigen Zeilen.
      Ich hatte bereits Lust auf Kinder als ich Thomas kennenlernte. Er brauchte vier Jahre bis auch er sich vorstellen konnte eins zu bekommen – zum Glück rechtzeitig vor der Schwangerschaft. Beim zweiten Kinderwunsch brauchte er wieder viel Zeit. Das ist total schwer für uns Frauen, aber es ist wichtig, dass wir nicht drängeln.
      Eure Maus ist noch so klein, Du bist so jung. Gib euch tatsächlich noch ein bißchen Zeit und versuche zu einem späteren Zeitpunkt ein Gespräch mit ihm zu suchen. Ohne Druck, ohne schlechtes Gewissen. Offen und ehrlich auspacken, was euch bewegt. Auf Dauer darf das kein Tabuthema bleiben, sonst macht es euch kaputt. Reden ist wichtig, aber vielleicht hat er auch einfach Angst vor Deinen Reaktionen? Es ist ein sehr emotionales Thema, bei dem sich Beteiligten schnell verletzt/ ungeliebt fühlen. So ging es mir zumindest damals, als Thomas kein Kind wollte…

      Fühl Dich umarmt
      Kathrin

  • Ronja

    Herzlichen Glückwunsch liebe Kathrin! Ich habe es neulich schon geahnt als du so geheimnistuerisch warst. 😉 Ich wünsche dir eine wundervolle Schwangerschaft. Vermutlich hat jede Frau mit diesem Gefühlschaos zu kämpfen. Egal das wievielte Kind es ist. Bei einem bin ich mir aber sicher. Lieben wirst du beide genug. „Die Liebe ist das einzige Gut das mehr wird, wenn man es verschwendet.“ Ruth Heil
    Freue mich schon an deinen Erfahrungen weiter Teil haben zu dürfen. Bei uns sieht die Situation noch genau so aus, wie bei euch vor dem halben Jahr. Ich danke dir für deine wertvolle Arbeit.

    • Vielen Dank für Deine lieben Zeilen, Ronja. Ich glaube auch, dass jede Schwangere durch dieses Gefühlschaos muss. Wir zergrübeln ja auch ohne Kind im Bauch alles, warum soll es dann im schwangeren Zustand besser werden 😉
      Dir wünsche ich viel Kraft, Geduld und positive Gedanken!!
      Alles Liebe
      Kathrin

  • Liebe Kathrin!

    Auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch! Ein zweites kleines Wunder entsteht und trotz all der ‚vernünftigen‘ Gedanken die ihr als Eltern wälzt, hat es sich bei Euch eingenistet und fiebert nun dem Tag entgegen, an dem es zum ersten Mal in Euren Armen liegt. Jede kleine Seele sucht sich seine Eltern aus, bringt seinen Charakter mit und stellt die Eltern vor neue Herausforderungen.

    Wie gut kann ich Dich/Euch verstehen! Der Wunsch nach einem zweiten Kind hat auch mich nicht los gelassen. Mein Großer war schon 9 als unsere Kleine ankam. Es waren einige Hindernisse aus dem Weg zu räumen und all die Gedanken die ihr Euch macht (beruflich, finanziell) haben wir ebenfalls in unserem Kopf kreisen lassen. Aber wie es oft ist: eine Tür fällt zu, eine andere geht auf! So wird es auch bei Euch sein, da bin ich mir sicher!

    Eure Tochter ist im allerschönsten Alter für ein Geschwisterchen! Ich hab zwar kein drittes Kind bekommen, aber meine Schwester hat ihr erstes Baby bekommen und seitdem ist bei unserer Tochter Emma die Babypuppe im Dauereinsatz, wird mit echten Pampers (fast minütlich) gewickelt, geschaukelt, gefüttert und im Puppenwagen durchs Dorf gefahren ;o)

    Nun haben wir zwei charakterlich völlig unterschiedliche Kinder und jedes stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen – aber jedes bringt uns auch so viel Freude!

    Ich könnte Dir jetzt hier einen ganzen Roman schreiben über das Leben mit zwei Kindern, den Hochs, den Tiefs, den Freuden und den Sorgen – aber das sprengt a) den Rahmen und b) werdet ihr es ja bald selber erleben dürfen :o)

    Ich wünsch euch alles Liebe und Gute für die Schwangerschaft und vor allem, dass sich ein Weg findet, damit ihr Euch unbesorgt auf Euer zweites Kind freuen könnt!

    Ganz ganz liebe Grüße
    Melanie

    • Das hast Du ganz wunderbar und aufbauend geschrieben, liebe Melanie!!
      Ich danke Dir von ganzem Herzen dafür!
      LG
      Kathrin

  • Sarah

    Liebe Kathrin,

    was genau plagt euch denn bei der finanziellen situation so? ich kann nur sagen, dass es als studentin mit nem minijob, einem mann mit vollzeitjob und zwei kindern bisher immer ging. selbst ein drittes ist da noch drin. (und nein, wir reden hier nicht von einem managergehalt das das alles ganz easy peasy möglich machen würde).
    solange die kinder klein sind, ist auch der finanzielle aufwand eher gering. gerade beim zweiten. da kommt ja nicht wirklich was an kosten dazu. ausstattung habt ihr, nahrung stellst du durch das stillen bereit, stoffwindeln 😉 kann man gebraucht kaufen (oder sogar selber aus gebrauchten moltontüchern nähen) und sonst? liebe ist unbezahlbar und mehr brauch das kleine herzchen nicht.
    teurer werden kinder wirklich erst in der schulzeit. aber da hättest du ja dann eh wieder mehr zeit für deine beruflichen träume.

    also wenn ihr jetzt nicht den anspruch habt mit beiden kindern zwei mal im jahr in den urlaub zu fahren und die kleinen in markenmode zu kleiden, dann sollte das ohne probleme machbar sein.

    wenn du magst, kannst du mir auch gern eine mail schreiben, dann können wir uns noch etwas über das leben mit zwei kindern und eher gespannten finanziellen verhältnissen unterhalten :-)

    • Liebe Sarah, die Tatsache, dass ich ab November erst einmal keine bzw. sehr wenig Zeit zum Arbeiten haben werde. Dass Thomas die finanzielle Situation weiterhin alleine schultern muss und ich nicht gerne abhängig bin… Dass er sich gerade neue Projekte suchen muss, weil ein Auftraggeber abgesprungen ist. Wir kommen auch mit sehr kleinem Geld aus, das ist nicht das Problem. Die Unsicherheit wie es weitergeht – das ist es eher, was mir schlaflose Nächte bereitet…
      LG
      Kathrin

  • Lisa

    Herzlichen Glückwunsch!
    Ich war erstmal verunsichert, ich steckte in einer Weiterbildung die mich auf dauer krank machte. -dann war ich so froh und glücklich über die Schwangerschaft! Jetzt verdiene ich leider einiges weniger (weil ja die Weiterbildung fehlt) aber ich hoffe auch bald auf einen Positiven Test und ein neues Leben in unser Mitte! Auf ein gutes 2014!

    • Vielen Dank Lisa und Dir viel Glück!!
      LG
      Kathrin

  • Marei

    Gratuliere, ich möchte auch noch ein zweites. Bei uns ist es finanziell auch nicht so rosig. Und ich hab mich schweren Herzens entschieden meinen Sohn in die Krippe zu geben ( er ist fast zwei) und nochmal ca ein Jahr zu arbeiten, damit ich etwas mehr als den mindestsatz Elterngeld bekomme. Das war die Bedingung von meinem Mann, das ich arbeiten muss, wenn ich ein zweites Kind will. Viel Zeit kann ich mir auch nicht mehr lassen, da ich nächstes Jahr schon 40 werde…
    Aber meinem Sohn geht es Gott sei dank gut in der Krippe, sonst könnte ich nicht arbeiten und würde wahrscheinlich lieber auf ein geschwisterchen verzichten.
    Ich wünsch dir eine gute Schwangerschaft und das die Sorgen kleiner und die Freude größer wird

    • Vielen herzlichen Dank Marei!
      Dir wünsche ich, dass Dein Wunsch bald in Erfüllung geht!!
      Ganz liebe Grüße
      Kathrin

  • Katrin

    Dass dein Mann beim 2. Kind verhaltener reagierte, kommt mir bekannt vor. Auch bei uns war das 1. Kind nicht geplant(auch Pille). Und das Zweite war von uns beiden gewünscht. Allerdings war er nach Verkündung des 1. Tests damals positiver eingestellt.
    Das ist ok. Immerhin müssen die Alleinverdiener-Männer bald 4 Personen durch bekommen.
    Unsere Geschichte ist fast gleich. Wir hatten allerdings früher abgemacht(als unsere Große 6 Monate alt war), dass wir ein 2. Kind haben möchten, wenn die Große zwischen 3 und 4 Jahre alt ist. Ein Jahr später hatten wir eine heftige Ehekrise aufgrund einer Postpartalen Depression meinerseits, die ich erst erkannte als die Große 1,5 J. alt war. Auf einmal hieß es, er weiß nicht ob er überhaupt noch weitere Kinder haben will. Das zerbrach mein Herz. Ein Kinderwunsch kann man nicht einfach so verdrängen wie den Wunsch nach einem super teurem Sportwagen. Nach der 1 jährigen Therapie besserte sich die Ehe gravierend. Dazu kam die Verkündung unserer Freunde, sie würden Eltern werden. Irgendwie sind meine Kinderwunsch-antenen angesprungen. Denn seitdem hatte ich das Gefühl, dass es auch seinen KiWu weckte. Er ging immer mehr auf Risiko und als die Kondome alle waren, fragte ich ihn ob wir es mal ohne probieren wollen. Na ja es wurde ein „CI“ draus. Es kam der Winter und mein Mann fragte, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Aus Spaß sagte ich „ein neues Baby.“ Er reagierte leicht schmunzelt. Ich fand es witzig. Und dann zu den Weihnachtsfeiertagen lies er das Kondom weg.:-) 3 Monate später wurde ich dann schwanger. Unsere 2., Tochter ist nun 4 Monate alt. Unser Leben zu viert hat sie sehr verändert. Die Erfahrung die man mit dem 1. Kind machen konnte, helfen einem beim 2,. Kind gelassener heran zu gehen. Sieht einige Dinge jetzt auch etwas anders als zur Zeit mit dem 1. Kind. Probiert nun auch Dinge aus die man beim 1. Kind verpasst hat. Ich zum Beispiel trage meine 2. Tochter regelmäßig im TT und Mysol. Sie beansprucht sehr viel Körperkontakt. Ihre große Schwester war da vollkommen anders! Sie hasste das TT und war auch sonst kein „Armkind“. Ich konnte sie ablegen und dann war gut. Die Kleine ist nicht so. Ich liebe beide Kinder gleichermaßen. Man kann sich das vor der Geburt des 2. Kind gar nicht richtig vorstellen dass man beide Kinder innig lieben wird, aber doch das ist möglich!
    Ich möchte unbedingt eine 2. Ausbildung machen. Wir haben es finanziell gsd sehr gut, weshalb wir uns das trotz dem 2. Kind leisten können, dass ich zuhause bin/bleibe. Ich kann mir nicht vorstellen meine Kleine schon mit unter einem Jahr Vollzeit abgeben zu müssen, deswegen warte ich mit dem Kitaplatz bis 2015. Dann wird sie mit 1,5 oder 2 Jahren in die Kita gehen. Wir können uns das leisten. Nebenbei möchte ich allerdings schon dieses Jahr ergänzende Tagesmutter werden. Ein Jobangebot vom Jugendamt, als ich mich über’s Babysitten informierte. Aber da muss ich mich noch genauer informieren und die Frau noch mal anrufen. Nebenbei möchte ich mir einen Onlineshop aufbauen mit Babyartikeln. Es wird kein „Brot“ damit zu bezahlen sein, aber es ist ein Anfang.

    • Liebe Katrin,

      das ist ja eine spannende Geschichte! Den Kinderwunsch kann man tatsächlich nicht einfach abstellen, dahingehend macht es uns die Natur echt nicht leicht. Was ja an und für sich auch gut ist, sonst gäbe es uns Menschen vielleicht irgendwann nicht mehr 😉
      Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft!
      Herzliche Grüße
      Kathrin

  • Anonymous

    Liebe Kathrin,

    ich habe deinen Artikel, wie einige andere zuvor, verschlungen! Es ist mein erster Kommentar, den ich online hinterlasse und es spricht für dich, deine ansprechenden Themen/ Texte und deine wundervolle Art zu schreiben. Ich gratuliere euch von Herzen und wenn eines zu meinem Wahlspruch geworden ist, dann „Alles wird gut“. Kann man sich rational und nach Abwägung aller Pro und Kontra, aus voller Überzeugung für ein (weiteres) Kind entscheiden? Ich habe da so meine Zweifel. Aus meiner Sicht, ist der Wunsch ein Kind zu bekommen, in erster Linie emotional, weil er aus tiefstem Herzen kommt. Wir haben drei Kinder – drei Mädchen (11, 5 & 2 Jahre) und es ist sicher nicht einfach und sehr herausfordernd. Und darunter fallen verschiedene Punkte: Monitäre Mittel, Zeit, unser Energielevel, Entwicklungsphasen der Mäuse, allen gerecht zu werden, sich selbst gerecht werden, eine Patnerschaft führen, u.v.m. Aber meistens haben wir doch sehr viel Spaß mit unseren Kindern. Sie bereichern unser Leben ungemein. Mit jedem Kind bin ich entspannter geworden und mit jedem Kind entwickel ich mich weiter. Mit jedem Kind bin ich flexibler geworden, vor allem im Umgang mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten. Es macht so viel Spaß sie zu begleiten und aufwachsen zu sehen. Und eines kann ich sehr gut nachvollziehen – den „Floh“. In meinem Kopf ist er seit gut zwei Monaten – er wünscht sich ein viertes Kind. Jetzt müssen wir nur noch meinen Mann überzeugen… :-)
    Ganz liebe Grüße & alles Gute

    • Erst einmal vielen lieben Dank für Deine herzlichen Worte! Und schön, dass Du meine Texte so gerne liest. Was den neuen Floh anbelangt muss ich schmunzeln und ich hab zudem Respekt. Vier Kinder! Aus meiner Perspektive eine gewaltige Herausforderung – aber ich glaube, auch da wächst man rein!?
      Ich wünsche euch alles Liebe und das Floh zum schlagenden Herzlein wird 😉
      LG
      Kathrin

  • Sabine

    Herzlichen Glückwunsch!!! Das freut mich sehr für euch!
    Ich denke, in der heutigen Zeit ist das Finanzielle oft ein Problem bei der Familienplanung und kann einem Kopfzerbrechen bereiten.
    Ist bei uns nicht anders. Ich hätte während meiner jetzigen 2 jährigen Elternzeit gerne noch ein Kind bekommen. Nur leider ist mein Mann arbeitslos geworden, so dass ich nächstes Jahr wieder arbeiten gehen muss, um die Familie zu ernähren. Wir schaffen das aber. Ist ja nur vorübergehend.
    Vielleicht gibt es für uns irgentwann auch noch mal ein kleines schlagendes Herzchen im Ultraschall. :-) Was gibt es schöneres!!!

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für die Schwangerschaft!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Vielen lieben Dank Sabine! Ich hoffe, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen!
      Alles Liebe
      Kathrin

  • Stephanie

    Liebe Katrin,

    erstmal Herzlichen Glückwunsch zur zweiten Schwangerschaft. Ich kann deine Sorgen und Ängste gut verstehen. Als ich schwanger wurde, stand ich kurz vor meinem Examen. Das konnte ich dann leider durch die Risikoschwangerschaft nicht durchziehen. Zu groß wäre der Stress gewesen. Ich hatte große Angst, wie wir das alles schaffen sollten, ich war ja erst 21. Mein Mann wurde dann zum Alleinverdiener. Allerdings hat mich mehr die Angst, ob ich das mit dem Kind schaffe erdrückt. Aber es klappt super. Ich habe wieder nach der Elternzeit die Ausbildung angefangen und mein Sohn findet die Krippe toll. Da habe ich mich am Anfang auch schlecht gefühlt, ein einjähriges Kind in die Krippe zu geben. Was eine Rabenmutter :( aber wenn ich sehe, mit welcher Begeisterung er dahin geht, kann es ja nicht so falsch sein. Mache dir nicht so viele Gedanken und genieße die Schwangerschaft. In neun Monaten kann die Welt schon anders aussehen :)

    Liebe Grüße

    • Das mache ich, liebe Stephanie: Die Schwangerschaft genießen :)
      Vielen Dank und herzliche Grüße
      Kathrin

  • Mandoline

    Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!

    Ich selber bin gerade in der 7. Woche schwanger mit unserem zweiten Kind und hoffe sehr, dass alles gut gehen wird.

    Deine Bedenken kann ich teilweise nachvollziehen. Ich selber habe eher vor anderen Dingen Angst (wird alles gut gehen mit der Schwangerschaft?,…), als vor dem Finanziellen; dabei sieht es bei uns diesbezüglich auch alles andere als rosig aus.

    Wir wohnen derzeit zu dritt in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Mein Mann ist schwerbehindert und bezieht Erwerbsunfähigkeitsrente. Ich selber arbeite Vollzeit und unsere Kleine besucht seit ihrem 12. Lebensmonat die Krippe – erst mit sehr viel Bedenken meinerseits, aber mittlerweile sehr zu meinem Erstaunen zu meiner Freude, denn sie blüht dort richtig auf.

    Wir haben uns hinsichtlich unserer Finanzen nicht viele Gedanken gemacht, wie es klappen kann. Ob das blauäugig ist? Ich denke ehrlich gesagt nicht. Irgendwie wird es klappen.

    Bevor unser erstes Kind gezeugt wurde, hatten wir Unsummen in Kinderwunschbehandlungen investiert (15.000 EUR um genau zu sein). Erspartes ist daher bei uns nicht mehr vorhanden.

    Was mir auffällt ist, dass Deutschland ein (global gesehen) sehr hohes Pro-Kopf-Einkommen hat und dennoch mit die schlechte Kind-pro-Frau-Rate. Wahrscheinlich weil viele ähnliche Bedenken wie du (oder insbesondere dein Mann) haben.
    In anderen Ländern scheint das nicht so ein Thema zu sein.

    Was wollen wir denn für unsere Kinder? Ein Haus mit Garten, ein oder zwei Autos, einmal im Jahr Urlaub – das alles ist (bzw. wäre) verdammt toll, aber mal ehrlich: Wenn unsere Kinder später an ihre Kindheit zurückdenken, dann erinnern sie sich vor allem an eins: Wie sehr sie geliebt wurden und nicht daran, was Mama und Papa ihnen finanziell alles bieten konnten.

    Vielleicht sollten einige (damit meine ich ausdrücklich nicht dich;) sich eher darüber Gedanken machen, ob sie ihren Kindern hiervon (Stichwort Liebe) genug geben können, denn bei manchen Eltern, die einem so über den Weg laufen (aus allen „Schichten“) fragt man sich, was deren Motivation war, ein Kind zu bekommen (als Status-Symbol? als Quelle für Kindergeld?) Manche Leute scheinen da merkwürdige Motive zu haben… Wir wollten ein zweites Kind aus dem Grund, weil wir es lieben wollen. Und weil wir ein Geschwisterchen für unsere Kleine haben möchten.

    Ob wir uns das finanziell leisten können? Irgendwie wird es schon gehen. Aber ganz sicher ist für mich: Wenn das Kind erstmal da ist, dann zweifelt man nicht mehr, ob es richtig war, sich für ein zweites Kind zu entscheiden, sondern dann ist man ganz sicher, dass auch dieses zweite Kind bedingungslos geliebt werden wird – und alles weitere deshalb nicht unwichtig, aber rückt in den Hintergrund.

    In dem Sinne:
    Ich wünsche dir viel Spaß für dieses Abenteuer Schwangerschaft und ich bin mir sehr sicher, dass die Bedenken, die du jetzt hast, dadurch in den Hintergrund treten, wenn das Kind erstmal auf der Welt ist.

    • Liebe Mandoline,

      das hast Du ganz wundervoll beschrieben. Uns geht es da wie euch – wir fahren einen ollen Nissa und leben in unserer Studentenbude, weil uns andere Dinge wichtiger sind im Leben. Wir haben uns deshalb bewusst für dieses Kind entschieden und jetzt gibt es eh kein zurück mehr 😉

      Herzlichen Dank für Deine lieben Zeilen!
      LG
      Kathrin

  • Jessi

    Alles Gute auch von mir :)

    Bei mir war die 2.Schwangerschaft nicht geplant,aber auch nicht wirklich verhindert worden (haben nicht verhütet).
    Als meine Regel aussetzte und der Test positiv ausfallen war, war ich erstmal geschockt und auch nicht sonderlich begeistert. Das lag aber eher daran,dass wir finanziell eben auch nicht gut da standen und unsere Beziehung durch mein erstes Kind ziemlich gelitten hat. Wir haben uns sehr distanziert.
    Dennoch kam für mich eine Abtreibung nicht in Frage.
    Ich werde in ein paar Tagen (vlt auch heute?! 😀 ) entbinden und mittlerweile freuen wir uns beide,dass Celina einen kleinen Bruder bekommt.
    Glaub mir…du stehst mit deinen Zweifeln an die Zukunft nicht alleine da. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass NICHTS ohne Grund geschieht <3

    Alles Gute und ganz liebe Grüße
    Jessica

    P.s.: Das mit dem Floh kannte ich übrigens auch 😀 Mittlerweile bin ich froh, zu wissen, dass meine Maus kein Einzelkind bleibt und unsere kleine Familie nun komplett sein wird :)

    • Oh wie aufregend liebe Jessica!
      Ich drück Dir die Daumen für die Geburt und wünsche euch eine wunderbare Kennenlernzeit!
      Ja ich bin auch Verfechter des Schicksals – unser Mädchen soll einfach kein Einzelkind bleiben :)

      LG
      Kathrin