Langzeitstillen: Ist da überhaupt noch was drin?

Kathrin Stillen 99 Kommentare

Ich stille unser Mädchen seit 2,5 Jahren. Als ich diese Tatsache neulich offen äußerte, schaute mein Gegenüber irritiert auf meine Brüste und fragte: „Ist da überhaupt noch was drin?“ Ich schmunzelte und antwortete: „Natürlich!“

Ein Kind länger als 6 Monate zu stillen ist in Deutschland zwar ungewöhnlich und für viele befremdlich, aber möglich.

Die Milchproduktion wird durch das Saugen des Babys angeregt und solange fortgesetzt, wie Milch angefordert wird. Nur so waren unsere Vorfahren überhaupt in der Lage zu überleben, schließlich gab es früher „keine adaptierte Folgemilch, ja, bis vor wenigen tausend Jahren noch nicht einmal Tiermilch.“[1]

Kinder mussten also bis ins Kleinkindalter gestillt werden, ob Mütter wollten oder nicht. „Das Nahrungsangebot war oftmals spärlich. […] Die Kindersterblichkeit enorm hoch.“[2] Es galt saisonale Nahrungsengpässe, sowie den generellen Mangel an „für Kleinkinder verwertbare Eiweißquellen“ zu überwinden.[3] Außerdem boten die Antikörper in der Muttermilch den wirksamsten Schutz vor Krankheiten und Infektionen.

Nur wer lange stillte, bewahrte sein Kind vor dem sicheren Tod.

Heute gibt es nichts mehr zu befürchten: Unsere Hygienestandards sind hoch und die Kaufhausregale prall gefüllt mit künstlicher Säuglingsnahrung. Keine Mutter muss stillen – erst Recht nicht lange – und doch ist der weibliche Körper nach wie vor in der Lage, jahrelang Milch zu produzieren. Eine erstaunliche Meisterleistung.

Ich bin selbst überrascht, wie problemlos ich liefere, was unser Mädchen „bestellt“.  Sie erhält zwar seit dem 6. Monat feste Nahrung und isst von dieser viel und gerne, aber Muttermilch trinkt sie nach wie vor reichlich – tags und nachts.

Obwohl ihr Trinkbedürfnis teils stark variiert – von stundenlanger Stillabstinenz bei Spiel und Spaß bis hin zum Dauerstillen im Krankheitsfall – scheint immer die richtige Menge für sie da zu sein. Auch noch nach 2,5 Jahren.

Die Annahme meines überraschten Gesprächspartners, dass nach so langer Stillzeit doch nichts mehr in der Brust drin sein könne, ist allerdings nachvollziehbar. Einerseits gibt es wenige Frauen, die ihre Kleinkinder in der Öffentlichkeit stillen und so könnte man meinen, keine tut es. Andererseits wird „zu wenig Milch“ als häufigster Grund für das Abstillen angegeben.

Doch den wenigsten Frauen mangelt es an Milch. Meist werden normale Veränderungen fehlinterpretiert, beispielsweise der gesteigerte Milchbedarf eines Kindes während eines Wachstumsschubes oder das „Weichwerden“ der Brüste (siehe auch „Zu wenig Milch“).

Grundsätzlich gilt: Je öfter ein Baby angelegt wird, desto mehr Milch wird produziert.

Wenn es dir wichtig ist weiterzustillen, wende dich an eine Stillberaterin vor Ort. Sie kann die Situation einschätzen und wird euch helfen. Leider sind viele Kinderärzte nicht unbedingt „Stillprofis“ und können deshalb in der Hinsicht selten gute Hilfe leisten.

„Aber normal ist das lange Stillen nicht, oder?“, werde ich weiter gelöchert.
„Nun, was ist schon normal?“, entgegne ich.

Für mich ist es das normalste der Welt mein Kleinkind zu stillen.

Warum sollte ich unserem Mädchen die Milch, die für sie bestimmt ist, verwehren? Warum sollte sie die Milch eines anderen Tieres trinken (auch künstliche Säuglingsnahrung besteht aus Kuhmilch), wenn sie doch genau die Eiweiße, Mineralien, Vitamine und Abwehrstoffe haben kann, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind? Und die wichtigste Frage überhaupt: Warum sollte ich unsere Stillbeziehung beenden, wenn uns beiden das Stillen doch gefällt?

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Entspanntes Stillen am Strand von Honfleur, Frankreich im August 2013.

In Deutschland ist Muttermilch zwar für kleine Babys reserviert, weil es hauptsächlich als Nahrungsmittel betrachtet wird, doch auch Kleinkinder profitieren noch vom Stillen: Gesundheitlich, ernährungsphysiologisch UND emotional.

„Durch die ganze Stillzeit hindurch büßt Muttermilch nichts von ihrer Qualität ein. Die darin enthaltenen Immunfaktoren schützen das Kind – auch wenn es älter wird – vor Krankheiten und als Nahrungsmittel ist die Milch weiterhin optimal.“[4]

Außerdem ist das Stillen ein fantastisches Beruhigungsmittel, nicht nur nachts. Unser Mädchen lässt sich zwar auch von anderen Bezugspersonen trösten, aber wenn heftige Gefühlsstürme aufziehen oder wir längere Zeit in einer ungewohnten Umgebung verweilen, sucht sie bevorzugt meine Nähe. Was auch immer sie bedrückt, nach dem Stillen ist sie wie ausgewechselt – ausgeglichen und zufrieden.

„Das Saugen erfüllt eine wichtige, ausgleichende Funktion im Leben des schnell wachsenden kleinen Menschen. Deswegen suchen die meisten Kinder, die nicht gestillt werden, zwangsläufig nach einem Ersatz, wie zum Beispiel Flasche, Schnuller, Daumen, Finger, Haare, Schmusedecke usw.“ (La Leche Liga: Wir stillen noch (2010), S. 24)

„Mmmhhh, aber ist das nicht irgendwie … schädlich für sie?“
„Nein!“

Wie bereits angesprochen gehörte „körperliche Nähe und langes Stillen zu 99% der menschlichen Geschichte zu den unverhandelbaren Schutz- und Lebensbedingungen kleiner Kinder. […] Es gibt […] keine Hinweise auf schädliche Effekte auf die Psyche oder die Entwicklung des Kindes, wenn ins dritte Lebensjahr hinein oder länger gestillt wird.“ (siehe auch „Langzeitstillen aus evolutionsbiologischer Sicht„).

„Und wie lange willst Du noch so weiter machen?“, werde ich abschließend gefragt.
„Ganz ehrlich, ich weiß es nicht!“, lautete meine Antwort.

Im Idealfall sagt mir unser Mädchen irgendwann vor ihrem dritten Geburtstag, dass sie groß ist und keine Milch mehr braucht. Drei Jahre Stillzeit erscheinen mir (von meinem heutigen Standpunkt aus betrachtet) genug. Ob sie das auch so sieht, wird sich zeigen. Ich wünsche mir jedenfalls ein friedliches Abstillen, mit dem wir beide einverstanden sind. Keinen erbitterten Abstillkampf – dann hänge ich lieber noch ein paar Wochen dran.

Nachtrag Sommer 2015:
Bei uns erfolgte mit der Geburt von Nestling Nr. 2 (im November 2014 – da war das Mädchen 3,5 Jahre) ein Abstillen in zwei Stufen. Zuerst reduzierte ich die nächtlichen Stilleinheiten („Erfahrungsbericht: Abstillen beim Kleinkind„) und mit ihrem vierten Geburtstag ließen wir dann auch das „Einschlaf-Stillen“ und das Stillen nach dem Aufwachen weg („Endgültiges Abstillen – Ein Happy End„).
Footnotes    (↵ returns to text)
  1. Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), 62.
  2. Lüpold, Sibylle: Stillen ohne Zwang (2013), 20.
  3. Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), 61.
  4. La Leche Liga: Das Handbuch für stillende Mütter (2001), 202.

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  • Fine

    Liebe Kathrin,
    ich schätze deinen Blog sehr und insbesondere auch diesen Artikel! Unser Sohn ist jetzt ein Jahr alt und ich habe mir vor seiner Geburt nie Gedanken darüber gemacht, wie lange ich stillen möchte. Was ich nicht bedacht hatte, ist, dass es ja auch darauf ankommt, wie lange er stillen möchte – er hat sich mit jeglicher Beikost sehr viel Zeit genommen und wird immer noch an den meisten Tagen quasi voll gestillt (laut Kinderarzt – der wunderbar ist! – alles im grünen Bereich). Wenn ich ein paar Stunden nicht da bin, wartet er, bis ich wiederkomme. Das war so nicht geplant, aber wenn ich abstillen wollen würde, würde das mit viel Weinen und Leid (für uns alle) einhergehen. Also warum sollten wir es tun, wenn sich die Situation so für uns richtig anfühlt? Da käme ich mir irgendwie ziemlich gemein vor. Eine Freundin von mir hat jetzt ihr neunmonatiges Kind abgestillt, aber es ist völlig in Ordnung so für sie alle. Und das finde ich total ok! Aber ich möchte eben auch nicht schief angeschaut werden oder mich rechtfertigen müssen, wenn ich meinen Sohn „immer noch“ stille. Bei uns ist es aber eigentlich so, dass das nähere Umfeld es noch nie ernsthaft hinterfragt hat (höchstens interessehalber), aber ganz oder halbfremde Menschen einen ständig fragen „Stillst du immer noch?“ und einem dann einen Vortrag halten, wie unnormal und schädlich das doch sei 😉 Aaaah! Aber was ich eigentlich loswerden wollte, war ja ein Dankeschön für deinen Blog, der wunderbar ist und sehr inspirierend! (Z.B. schlief unser Sohn bisher tagsüber auf einer Matratze auf dem Boden, jetzt haben wir so ein Floorbed gebaut, wie du es in deinem Artikel mit der Spielecke erwähnt hast. Freuen sich auch unsere Gäste. Super Idee!)
    Alles Liebe!

    • Liebe Fine,

      herzlichen dank für Deinen lieben Kommentar. Ich freue mich, dass ich inspirieren konnte!
      Weißt Du was ich komisch finde? Dass es im Internet mittlerweile so viele Langzeitstillende zu geben scheint, aber jede von Menschen umgeben ist, die langes stillen blöd finden. Wir sollten alle zusammen ziehen, das wäre doch mal was 😀

      LG Kathrin

  • Rike

    Auch von mir ein großes Lob und ein noch größeres DANKE für all die aufbauenden Worte. Wir stillen mit 18 Monaten „noch“ und genießen es. Gefühlt bin ich damit fast die Einzige auf der Welt. 😉 Dank Internet weiß ich es besser. Trotzdem ist „echter“ Austausch Gold wert. Nur nicht so leicht zu finden, denn vor den meisten kann man über dieses Thema kaum reden. Nicht, weil ich nicht dazu stehe, sondern weil diese abartigen Reaktionen über so eine intime Sache einfach wehtun und beleidigen. Das ist es glaub ich, was die meisten Frauen umgehen wollen. Als müssten sie sich schämen. Und Scham ist -mit Schuld- eins der schlimmsten Gefühle für den Menschen.
    Traurig aber leider wahr. Umso wichtiger, dass die Aufklärung weiter läuft! Also weiter so!!!

    Und jetzt sagt mir noch, wie Nr2 trotz Stillen zu uns kommt. 😉 zyklus ist seit 6 Monaten regelmäßig…hmm…

    • Liebe Rike, das kann ich genau so unterschreiben. Leider kenne ich auch keine echte Langzeitstillmama in meiner Stadt.
      Wenn Dein Zyklus seit 6 Monaten regelmäßig ist, musst Du einfach nur Geduld haben, egal ob Du stillst oder nicht.

      Ich zitiere mal: „Um fruchtbar zu sein und sich zu vermehren, haben Sie eine Zeitspanne von 72 Stunden vor und 24 Stunden nach dem Eisprung. In dieser Zeit müssen Sie Geschlechtsverkehr haben. Der Grund dafür ist, dass Spermien 72 Stunden lang leben, aber eine Eizelle bereits 24 Stunden nach der Ovulation abstirbt – logischerweise nur, wenn sie nicht befruchtet wurde.

      Wenn Sie Sex in dieser Zeitspanne um den Eisprung herum haben, dann stehen die Chancen für Sie gut: Normale, gesunde Paare haben in jedem Zyklus eine 25-prozentige Chance, ein Baby zu machen. Das bedeutet, dass 75 bis 85 Prozent aller Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden, wenn sie nicht verhüten“ (Quelle: http://www.babycenter.de/anzeichen-für-den-eisprung)

      Dann viel Erfolg!
      LG
      Kathrin

  • Kat

    Bewundernswert. Meine erste Tochter hat sich selbst nach 4 Monaten abgestillt und meine Milch konsequent verweigert. Leider konnten uns da dann werder Hebamme noch Stillberaterin helfen und waren alle ratlos. Glücklicherweise konnte ich dann auf Flasche wechseln.

    Die Zwillinge habe ich -oh Frevel!- gar nicht gestillt. Die große hat zu der Zeit grade das laufen gelernt, da hätte ich gar nicht die Zeit dafür gehabt. Geschweige dann mich „sicher“ gefühlt wenn Kind 1 die ganze Zeit dabei ist Blödsinn zu machen und ich mit allen drei alleine zu Hause bin.

  • Maria

    Ich stille meine Tochter (10 Monate) nachts und auch tagsüber, je nach Bedarf. Sie hat guten Appetit und isst sehr gerne. Ich bin bei einer Feier etwas weiter weg eingeladen. Die kleine wär dann eine ganze Nacht und einen halben Tag beim Papa bzw. Oma. Lässt sich das mit stillen vereinbaren, mit abpumpen oder Fläschchen? Oder soll ich die Feier absagen? Habt ihr da Erfahrungen? Ich hab ihr noch nie ein Fläschchen gegeben.

    • Liebe Maria,

      ich selbst habe diesbezüglich keine Erfahrungen gemacht. Aber ich kenne viele Frauen, die abends weg gehen, während die Babys von Papa oder Omi mit abgepumpter Milch oder Pre-Nahrung versorgt werden. Meist unproblematisch. Jedoch waren die Frauen in diesen Fällen in erreichbarer Nähe, so dass sie im Notfall relativ schnell zur Stelle waren. Überleg Dir einfach wie wichtig die Feier ist. Wenn Du wirklich Lust darauf hast, probier es doch einfach aus. Du wirst nie wissen wie dein Kind in bestimmten Situationen reagiert, wenn Du es nicht probierst 😉

      LG
      Kathrin

  • Annick

    Liebe Kathrin,
    Eine tolle Seite hast du , mit vielen interessanten Infos. Ich bin erst seit 4 Monaten Mama und erstaunt, dass es für die Art, wie ich mich um mein Baby kümmere, ein richtiges Konzept gibt, das Attachment Parenting. Bin zufällig darauf gestoßen und habe dann deine Seite entdeckt.

    Obwohl mein Schatz erst 4 Monate ist, bekomme ich jetzt schon von so vielen zu hören, ich müsse ihm die Flasche geben und v.a. solle ich ihn nicht ständig tragen und dass er in meinem Bett schlafe sei ja wohl unmöglich …. Ich kann mir daher vorstellen, wie der Druck auf mein Kind und nich in den kommenden Monaten wachsen wird. Hut ab, vor alle den Mamas hier!
    Leider ist es mir aus finanziellen Gründen nicht möglich, lange mit ihm zu Hause zu bleiben. Wenn er 9 Monate als ist, muss ich wieder Vollzeit arbeiten gehen. Gerade deswegen ist es mir aber so wichtig, ihn dann weiter zu stillen., aber isst das möglich? Habe ich dann noch genug Milch für die Nächste oder muss ich dann tagsüber Milch abpumpen ?
    Viele Grüße von Annick

    • Liebe Annick,

      es ist möglich bei Arbeitsbeginn weiter zu stillen. Entweder tagsüber abpumpen oder nur abends/ nachts stillen oder natürlich beides. Wenn es soweit ist, kannst Du Dich ja gerne noch mal melden und wir besprechen die Möglichkeiten im Detail!

      Liebe Grüße
      Kathrin

  • Manu

    Hallo!
    Schön, wenn man von Langzeitstillmamas lesen kann/darf. Ich stille meine 17 Monate alte Tochter auch noch und scheine damit ziemlich alleine zu sein in der großen weiten Welt. Von fester Nahrung hält meine Kleine noch nicht sehr viel, vor allem vormittags. Genau das wird hoffentlich nicht zum Problem werden, da ich nächsten Monat wieder für drei halbe Tage arbeiten gehe und dann die Großeltern aufpassen werden. Die liegen mir ja schon seit Monaten in den Ohren, dass ich endlich abstillen soll. Ich vertraue da ganz auf meine Kleine, sie wird sich da schon reinfinden in den neuen Tagesablauf – hoffentlich. Es gibt immerhin Tage an denen sie Stillpausen einlegt und auch Essen und Wasser ausreichend sind. Flasche und Kuhmilch werden konsequent verweigert, auch bei den Großeltern.
    Lg u liebe Grüße und bitte mach weiter so

    • Liebe Manu,

      ich habe Deinen Kommentar direkt an eine Freundin geschickt, deren Tochter mit 19 Monaten auch noch am liebsten stillt. Abstillen bringt die Kinder nicht zwangsläufig dazu mehr zu essen. Mein Neffe aß beispielsweise, obwohl er nie gestillt wurde, wenig. Also einfach weiter machen wie bisher – die Maus wird futtern, wenn sie soweit ist :)

      LG Kathrin

  • ini-oha

    Wie wunderbar <3 also meinen Sohn hat der 3. Geburtstag als möglicher Abstillzeitpunkt überhaupt nicht interessiert

    • Unser Mädchen auch nicht 😉
      Hier geht es munter weiter, mal schauen noch wie lange!

      LG
      Kathrin

  • rehauge

    Liebe Kathrin ,
    gerade wollte ich dich fragen , wie es nun mit dem dritten Geburtstag geklappt hat …hihi …..!
    Meine kleine Große wird in 4 Wochen nun schon 4 Jahre alt u das Stillen hat sich auf das Einschlafstillen reduziert .
    Süß ist die Kommunikation mit ihr , wenn ich sie frage , wie lange sie noch trinken möchte …….antwort ….für immer …..!!!
    Na da bin ich mal gespannt!!!
    Was auch ganz süß ist , wenn sie meine Brüste nackig sieht , dann küsst u streichelt sie sie u sagt ihnen , wie lieb sie sie hat ……!!!
    LG Simone

    • Liebe Simone,

      gar nicht :)
      Jetzt stillen wir einfach bis das Geschwisterchen da ist (dann ist sie 3,5 Jahre) und wenn sie bis dahin nicht genug hat, muss ich schauen, ob ich zwei Stillkinder aushalte oder nicht…

      LG
      Kathrin

  • Sara

    Mein Sohn ist 20 Monate alt und wird noch ganz oft gestillt. Klar ist das in manchen Situationen nicht unbedingt das was man sich grade wünscht (im überfüllten Bus z. B ;)), aber sein begeistertes, spontanes Lachen wenn er die Brust erblickt entschädigt mich immer wieder!! <3

  • Di

    Hallo,
    der Artikel ist sehr interessant. Mein erstes Kind habe ich mit einem Jahr abgestillt. Ich glaub, ich hätte länger gestillt, wenn nicht eine Hochzeit und ein Junggesellinnenabschied dazwischen gekommen wären. Jedoch habe ich vor zwei Jahren nicht viel vom Langzeitstillen gehört.
    Mittlerweile stille ich meine Tochter noch voll. Sie ist jetzt 5 Monate. Ich spiele mit dem Gedanken, sie auch länger zu stillen.
    Habe daher noch ein paar Fragen an die Langzeitstillerinnen:
    – Wie habt ihr das gemacht, wenn ihr auf einem Geburtstag oder ähnliches Alkohol getrunken habt?
    – Ist es bei möglich, dass die Kinder, die noch gestillt werden, auch woanders schlafen können, z.B. eine Nacht bei Oma oder so?

    Würde mich über Antworten freuen.
    LG

    • rehauge

      Also ich habe weder geraucht noch Alkohol getrunken u es hat mir nichts ausgemacht , da mir meine Kleine und ihre Gesundheit einfach wichtiger waren , ohne den Moralapostel spielen zu wollen .
      Was das bei Oma schlafen betrifft , kann ich nicht mitreden , wir haben hier leider Keine zur Verfügung .

    • Hallo,

      wenn Du mal ein Glas Wein oder Bier trinkst und 2 Stunden bis zur nächsten Stillmahlzeit verstreichen ist das ok. Wenn Du mehr konsumieren möchtest, solltest Du die Milch dann lieber abpumpen und wegschütten/ dem Kind in der Zeit abgepumpte Milch (von einem anderen Tag) geben. Siehe hier: http://www.bfr.bund.de/cm/343/stillen-und-alkoholkonsum-besser-nicht.pdf

      Unser Mädchen hat noch nie woanders geschlafen, weil wir das nicht wollten, aber bei manchen Stillkindern scheint das gut zu klappen. Sie nehmen in diesen Nächten die Flasche (mit abgepumpter Milch oder Pre-Nahrung). Probier es doch einfach aus und bleib zu abrufbereit zu Hause, falls es nicht klappt!

      LG
      Kathrin

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  • Steffi

    Hallo
    mein Sohn ist jetzt 21 Monate und ich stille noch und zwar obwohl ich keine begeisterte Stillmutter bin aber mein Sohn ist ein begeisterter stiller :) ich bin hier auch nicht alleine es gibt noch zwei Mütter die noch stillen aber die sagen es nicht mehr in der Öffentlichkeit
    manchmal kommen schon blöde Kommentare „Schwiegermutter wie lange möchtest du stillen ich bis er es nicht mehr möchte lt. Literatur stillen sich die meisten Kinder zwischen dem 2 und 4 Lebensjahr selber aber – ihr Kommentar tu dem Kind so was nicht an –
    dann Vorgespräch Kita eigentlich brauchen die meisten Kinder so 2 Wochen für die Eingewöhnung nur einmal hatten wir ein Kind das hat 3 Monate gebraucht aber da kam so nach und nach raus das die Mutter noch stillt – aber hier stillt ja niemand mehr oder??? ähm doch ich hat dann auch gleich das Thema gewechselt :)

    ich hab nur das Problem das ich PCO habe und Medikamente nehmen muss damit sich meine Follikel entwickeln und mein Frauenarzt mach erst wieder was wenn ich abgestillt habe und ich hätte einfach noch gern ein Kind und einen ewig großen Abstand möchte ich nicht….. naja mal sehen was ich da jetzt mache

    vlg
    Steffi

  • Babayaga

    Hallo Kathrin,

    danke für den schönen Artikel. Er hatte viele Kleinigkeiten, die mich zum Nachdenken oder Schmunzeln gebracht haben.

    Ich selber habe neulich nachgerechnet, dass ich schon 11 Jahre Stillen hinter mir habe. :-) Mein 5. Kind ist 1 3/4, das ist so das Alter, wo ich bei den anderen meist mit dem Nächsten schwanger war und mir das Stillen zuviel wurde.

    Ausnahme ist mein einer Sohn, den ich mit ach und Krach kurz vor dem 4. Geburtstag abgestillt habe. Ich hatte längst keine Lust mehr, aber jede Art von Stilleinschränkung wurde von ihm mit Panik quittiert. Die Lösung brachte eine Kinesiologin (3in1), die herausfand, dass sein Stress mit einem Ereignis zusammenhing, als er 1 1/2 war und sich stark verbrüht hatte. Im KH sagte man mir, zum Verbinden solle ich ihn doch anlegen, damit er sich beruhige. Für den kleinen Kerl war aber der Zusammenhang geschaffen: Ohne Stillen muss ich sterben. – Nachdem dieser Stress gelöst worden war, konnte ich ihn tatsächlich abstillen.

    Für mich war dieses extreme Langzeitstillen schwierig. Ich war froh, dass eine Nachbarin ihre dreijährige Tochter auch noch stillte. Aber ich hatte ziemlich Stress mit dem Gedanken, er könne das Stillen im KiGa erzählen und gehänselt werden, was aber glücklicherweise nicht passierte.

    Neulich habe ich dem jetzt 12jährigen auf Nachfrage erzählt, wie lange er gestillt wurde. Er war eher entsetzt… 😀 Lustig, irgendwie hatte ich erwartet, dass er das noch vage in Erinnerung hat. Und klar, mit 12 ist das hochnotpeinlich, aber wer fragt, kriegt eine Antwort. 😉

    Ach ja, und allen dämlichen Kritikern begegne ich damit, dass ich auf den weltweiten Stilldurchschnitt von 4 1/2 Jahren hinweise. Das macht sie regelmäßig mundtot. 😉

    Gruß von Babyaga

    • Angelika

      Hallo, dein Kommentar interessiert mich sehr, v.a. der Teil mit dem panischen Festhalten am Stillen. Das lässt mich grübeln…
      Dass dein Zwölfjähriger sich kaum an das Stillen erinnert, ist vermutlich folgendem geschuldet: „US-Forscher haben jetzt herausgefunden, dass die sogenannte kindliche Amnesie daran schuld ist: Mit etwa sieben Jahren verlieren wir die meisten Erinnerungen an unsere frühe Kindheit. Warum, können die Psychologen bisher nur vermuten.“ Den kompletten Artikel findet man auf Scinexx.
      Mein gerade Vierjähriger redet im Kindergarten darüber, dass er noch an der Brust trinkt. Es ist ihm offenbar nicht peinlich und es gab offenbar auch keine unangenehmen Antworten. Wir haben dort (in Notsituationen) auch schon gestillt, und die paar Kinder, die es sahen, hatten einen interessierten und auch freudigen Gesichtsausdruck – und haben nachgefragt. Ich denke, es ist für alle in Ordnung (außer für wenige Erzieherinnen).
      Sonnige Grüße!
      Angelika

    • Hallo Babyaga,

      schade eigentlich, dass es Deinem Sohn peinlich ist. Aber das ist unserer schrägen Gesellschaft zu verdanken. Meine Nichte (10 Jahre) beobachtete zu Weihnachten wie ich unsere damals 2,5 Jahre alte Tochter stillte. Sie verstand anschließend die Welt nicht mehr :)

      Dir weiterhin alles Gute!
      LG
      Kathrin

  • Sonnenblume

    Liebe Kathrin,
    ich danke dir für deine tollen Beiträge zum Thema „Stillen“ sowie „Schlafen“.
    Bei der Geburt meiner Tochter habe sehr viel Blut verloren und erst am 5. Tag nach der Geburt erfolgte der Milcheinschuß. Sämtliche Krankenschwestern und Hebammen sagten, „ich müsse nun zufüttern, ich kann doch mein Kind nicht verhungern lassen“. Ich tat dies jedoch nicht und war sehr froh, dass ich, als meine Kleine zwei Wochen alt war, eine Stillberaterin kennengelernt habe. Ich wurde nach anfänglichen großen Schwierigkeiten bzgl. des Stillens immer wieder von ihr dazu ermuntert, zu stillen und nicht zuzufüttern und einfach meinem Körper zu vertrauen. Ich habe meine Kleine daraufhin 6 Monate voll gestillt und stille immer noch trotz Beikost bei jeder Mahlzeit und auch mehrfach in der Nacht. Immer wieder werde ich verwundert gefragt „stillst du immer noch?“. Ich finde es sehr schade, dass man immer wieder als Ausnahme betrachtet wird und dass das längere Stillen so unüblich ist. Nach meinen großen Startschwierigkeiten bin ich so dankbar dafür, dass ich noch so gut stillen kann und meine Kleine genießt es. Schreibe weiter so tolle Artikel.

    Viele Grüße

    • Vielen lieben Dank, Sonnenblume!
      Euch weiterhin alles Gute!