Erde, Wasser, Feuer, Luft

Kathrin Gastartikel 7 Kommentare

juliadibbernWahnsinn, heute ist schon der vierte Advent und für den dazugehörigen „Wochenbett-Gastartikel“ – mit Vorschlägen wie ihr mit euren Kindern die vier Elemente erleben könnt – sorgt Autorin Julia Dibbern.

Julia schreibt Bücher (Geborgene Babys,Geborgenheit: Wie Kinder sie spüren und Eltern sie geben können,Verwöhn dein Baby nach Herzenslust) und manchmal auch Zeitschriftenartikel. Außerdem leitet sie zusammen mit Nicola Schmidt das Artgerecht-Projekt.

Vielen lieben Dank Julia!

Und euch wie immer viel Spaß beim Lesen!
Eure Kathrin

Liebe Kathrin,

jetzt ist dein zweiter Nestling schon einen Monat alt, und es ist so schön, von deinen Erlebnissen zu lesen.

Besonders berührt hat mich dein Posting vom 15. Dezember „Vom Wunsch die Zeit zurückzudrehen“. Ich kann diesen Wunsch gut verstehen – vieles, das wir so mit unseren Kindern anstellen, wäre vielleicht im Nachhinein einfacher lösbar gewesen. (Und das wird wohl ein Mutterleben lang so bleiben. 😉 )

Ich finde den Gedanken immer sehr tröstlich, dass eine liebevolle Beziehung nichts ist, das angeschaltet wird und dann einfach da ist, sondern dass sie über die Jahre wachsen und sich verändern und immer wieder neue Facetten bekommen kann. Eltern finden immer wieder neue schöne Möglichkeiten, mit ihren Kindern zusammen zu sein – und Kinder, um mit ihren Eltern zusammen zu sein und sich von ihnen genau das zu holen, das sie brauchen.

Besonders gut tun Kleinen und Großen Erlebnisse in der Natur oder mit den Elementen. Einige von den Ideen, die ich gesammelt habe, müssen vielleicht bis zum Sommer warten, andere könnt Ihr gleich ausprobieren.

Erde

Seit es Menschen gibt, leben sie in engem Kontakt mit der Erde, mit ihren Rhythmen und ihren Zeiten. Und einen großen Teil der Zeit hatten sie wahrscheinlich ziemlich erdige Füße. Vielleicht tut es deswegen so gut, sich bewusst zu „erden“?

Barfuß

Sobald es für euer persönliches Empfinden warm genug ist: barfuß nach draußen! Besonders, nach aufregenden Vormittagen in der Kita tut das vielen Kindern gut, um wieder runterzukommen. Also vor dem Reingehen eine Runde in den Hof?

Matschen

Dafür ist das Wetter jetzt perfekt: MATSCHEN, was das Zeug hält. Mama oder Papa macht es vielleicht mehr Spaß, wenn es nicht „nur“ Matsch ist, sondern Ton. Draußen im Garten oder, wenn es da zu ungemütlich ist, auch mit Ton am Küchentisch. :-)

Wasser

Baden

Gemeinsames Baden verbindet und tut so gut! (Vorausgesetzt, die Badenden können sich über die Wassertemperatur einig werden. 😉 ) Sei es bei Stillstreik bei den Kleinsten oder bei Kuschelbedürfnis bei den Älteren oder einfach aus Spaß – zusammen im warmen Wasser sein gibt Geborgenheit und heilt.

Im Schwimmbad

Was auch wunderschön ist, entspannt und gut tut, ist das: Kind im Schwimmbad im warmen Becken am Kopf stützen und sanft auf dem Rücken treibend durchs Becken ziehen. Das Kind kann dabei die Augen schließen, und der ziehende/führende Erwachsene kann es liebevoll hin- und herbewegen.

Regentanz

Mehr Power hat der Regentanz. Es regnet in Strömen? Kein Grund zum Jammern und Wehklagen. Raus aus den Klamotten und rein in den Regen! Mama und Papa auch. :-)

„Pitschern“

Küchenstuhl ans Spülbecken, etwas warmes Wasser ins Becken und ein paar stabile Töpfchen dazu – viel Spaß beim „Abwaschen“.

Feuer

Lagerfeuer und Stockbrot

Der Dauerbrenner – im wahrsten Sinne des Wortes: Auch kleine Kinder können schon lernen, Feuer zu machen und bewusst und verantwortungsvoll mit Feuer umzugehen. Ein schönes Abendritual – einmal noch an die frische Luft und gemeinsam ins Feuer gucken.

Luft

Haus im Baum

Viele Kinder lieben den Ausblick aus luftiger Höhe – solange sie es brauchen mit der Sicherheit der Eltern dazu. Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe einen besonders schönen Baum, mit dem Ihr euch anfreunden und ihn und immer wieder besuchen könnt? Dort könntet Ihr ein „Haus“ einrichten – der eine Ast ist das Schlafzimmer, der andere das Wohnzimmer, der dritte das Zimmer des Kindes…

Sterne angucken

Unser All-time-favorite: In sternenklaren Nächten (oder an sternenklaren Winterabenden) rausgehen und die Sterne angucken. Mit kleinen Kindern ist es besonders kuschelig, wenn Mama oder Papa sich als wärmende Unterlage hinlegt (auf eine dicke Winterjacke oder Decke) und das Kind nach oben schauend darauf liegt. Größere Kinder können selbst auf einer dicken Jacke liegen oder z.B. auf dem Trampolin. Besonders viel Spaß macht das Sternengucken in Nächten mit Meteoritenschauer.

Sonnenaufgang angucken

Ein besonders schöner Start in den Tag kann es sein, gemeinsam den Sonnenaufgang angucken zu gehen und ganz eng aneinandergeschmiegt zuzuschauen, wie die Sonne über den Horizont kommt.

Dir und deiner Familie, liebe Kathrin, wünsche ich jetzt erst einmal schöne Feiertage mit vielen besonderes magischen Momenten zu viert.

Alles Liebe!

Julia Dibbern

 

 

 

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  • Tabea

    Liebe Kathrin – die ersten Wochen sind vergangen und ihr lernt euren zweiten Nestling schon immer noch besser kennen. Ich wünsche euch weiter gutes Einfinden in eurer Familie.

    Die Worte die die liebe Julia findet berühren mich heute – als Mama – ganz anders … früher hätte ich wohl eher gedacht „jaja … erden ist wichtig“ … heute weiss ich, wie schrecklich die Tage werden, wenn die Elemente fehlen, weil ich mich nicht überwinden konnte bei Sauwetter rauszugehen und wie gut die Tage sind, wenn wir draussen waren.

    Eine kleine Portion der Elemente jeden Tag hilft dabei schon ganz elementar.

    Danke für diese Erinnerung und die schönen Ideen dazu!

    ~Tabea

  • Anna

    Hach, was für schöne Tips!
    Danke!

  • Vielen Dank an Julia für den wunderbaren Artikel ♥
    Es ist total wichtig, den Kindern in jedem Alter den spielerischen Umgang mit den Elementen zu ermöglichen und gestatten – ohne ständig über das „nass, kalt, dreckig“ etc. zu klagen.
    Wenn man noch wiederkehrende, kleine Rituale durchführt, schafft man ein Erinnerungsfeld, von dem das ganze Leben gezehrt werden kann.
    Mit den Jahren entwickeln die Kinder dadurch eine größere Empathie. Und es erwächst in den Kindern eine natürliche Achtung vor der Natur und ihren Wesen.
    Das ist für unser aller Zukunft sehr wünschenswert ♥

    Alles Gute für euch.
    Martina

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