Warum Babys nicht durchschlafen

Kathrin Schlafen 415 Kommentare

Unser Mädchen (16 Monate) ist eine notorische Schlechtschläferin, zumindest wird ihr Schlafverhalten in unseren Kulturkreisen nicht selten als unnormal eingestuft. Sie kommt nicht zur Ruhe, wenn ich sie nicht jeden Abend geduldig in den Schlaf begleite, was meist zwischen 20 und 60 Minuten dauert und sie schläft nur in Ausnahmenächten 3-4 Stunden am Stück. Für gewöhnlich wird sie im zwei Stunden Rhythmus wach. Bei Krankheit, Zahnungsbeschwerden, Wachstumsschüben oder anderen Unruhezuständen meldet sie sich stündlich oder lässt mich im schlimmsten Fall gar nicht mehr gehen. Ein hoffnungsloser Fall?

Unser Mädchen im Tragetuch

Unser Mädchen im Tragetuch

Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich nicht das Schlafverhalten unserer Tochter anzweifeln muss, sondern die Ansichten unserer Gesellschaft. Die hiesigen Erwartungen an Kinder sind so unrealistisch hoch gesteckt, dass sie oft mit ihren natürlichen Fähigkeiten kollidieren. Folglich schaffen Erwachsene (Schlaf-)Probleme, wo es gar keine gibt!

Schläft sie schon durch?

Diese gerne gestellte Frage völlig fremder Menschen, nervte mich nicht nur, sondern setzte mich auch unter Druck, denn unser Mädchen schlief natürlich nicht durch. Ich atmete tief durch, lächelte gelassen und antworte wahrheitsgemäß. In extrem schlaflosen Zeiten, fiel es mir jedoch schwer diese banale Frage nicht als Kampfaufforderung zu deuten. Manchmal, wenn ich einfach nur meine Ruhe haben und keine Rechenschaft ablegen wollte, war ich sogar kurz davor zu sagen: „Ja klar! Sie schläft immer durch!“ Aber ich wollte das Gerücht von den durchschlafenden Babys nicht weiter verbreiten, auch nicht durch eine Notlüge.

Mittlerweile sehe ich die Frage nach dem Durchschlafen eher als oberflächliches Smalltalkthema. Dennoch scheint das Schlafenlernen ein wichtiges Erziehungsziel in unserer Gesellschaft zu sein, bei dem es wieder einmal darum geht Kinder so lange zu formen, bis sie gut in unsere Erwachsenenwelt passen. Ob beim Essen (siehe Einheitsbrei Beikostempfehlung) oder Schlafen – Kinder werden einfach nicht akzeptiert wie sie sind –  sie gelten erst dann als wohlerzogen, wenn sie unsere komplizierten Regeln befolgen.

Zu hohe Erwartungen

Abgesehen von überflüssigen Fragen nach dem Durschlafen, werden junge Mütter in unserem Kulturkreis mit wahnwitzigen Behauptungen unter Druck gesetzt: Kinder können beispielsweise angeblich bereits mit vier bis fünf Monaten durchschlafen oder sie brauchen mit sechs Monaten keine Milch mehr in der Nacht. Wenn unerfahrene Mütter den vielen Theorien übers Durchschlafen Glauben schenken und entsprechende Hoffnungen bzw. Erwartungen aufbauen, kann es doch nur Verlierer geben. Schlecht aufgeklärte Eltern müssen zwangsläufig der Überzeugung sein, dass entweder der Nachwuchs oder sie selber etwas falsch gemacht haben. Kein Wunder, dass der Verkauf von fragwürdigen Schlafratgebern wie „Jedes Kind kann schlafen lernen“ boomt.[1] (Hauptkritikpunkte: „Jedes Kind kann schlafen lernen“)

Auch ich befürchtete unser Mädchen schläft schlecht aufgrund meiner Unfähigkeit und falscher, erlernter Gewohnheiten, wie das Stillen oder Tragen in den Schlaf. Anstatt nachts, so wie es die Natur vorgesehen hat, entspannt für sie da zu sein, experimentierte ich mit allgemein akzeptierten Methoden (Schnuller, einfach hinlegen, etc.) – hauptsächlich um mein Gewissen zu beruhigen. Sie beruhigte sich allerdings am besten an meiner Brust in unserem Bett, doch das traute ich mich kaum öffentlich zu erwähnen. Ich war hin und her gerissen zwischen mütterlicher Fürsorge und gesellschaftlichen Zwängen. Unser Mädchen hat(te) ein aufrichtiges Bedürfnis nach körperlicher Nähe, doch unsere Gesellschaft verlangt leider schnelle Selbstständigkeit von unseren Kindern.

Ihre Lieblingseinschlafposition

Ihre Lieblingseinschlafposition

Fehlende Vorbilder

Ich wünschte, mich hätte jemand vor der Geburt darauf hingewiesen, dass Kinder von ganz alleine selbstständig werden und zwar, wenn sie soweit sind. Ich wünschte, mir hätte jemand gesagt, dass manche Kinder es erst mit drei oder vier Jahren schaffen alleine ein- und durchzuschlafen. Oder dass nächtliches (auch häufiges) Aufwachen völlig normal und keineswegs besorgniserregend ist. Das hätte mir viele schlechte Gedanken und zahlreiche Versuche, uns an die allgemeinen Erwartungen anzupassen, erspart.

Doch leider hatte ich keine guten Ratgeber. Von meiner Familie konnte ich nicht lernen, da ihr Denken bereits vom industriellen Fortschritt beeinflusst worden war. Meine Familie hat sich an Experten orientiert, die glaubhaft machten, es gäbe bessere Einrichtungen als die Natur. So schliefen auch ich und meine drei Geschwister von Anfang an allein in unseren eigenen Bettchen. Gestillt wurden wir  nur wenige Wochen. In der Nacht aufgewacht ist wohl lediglich eine meiner Schwestern. Aber nachdem meine Mutter sie drei Tage lang in der Küche schreien ließ, schlief auch sie immer durch…

Lehrreiche Lektüre

Folglich suchte ich in „Schlafbüchern“ nach Rat und stieß auf einige, die mich nachhaltig prägten:

Diese Bücher lehrten mich, warum viele Kinder nicht durchschlafen können und weshalb es vor allem in den ersten Lebensmonaten von großer Bedeutung ist auf ihre elementaren Grundbedürfnisse zu reagieren – auch in der Nacht. Ich begriff, dass es sich bei unserem Mädchen nicht um Schlafprobleme, eine Krankheit oder ein Defizit handelt, sondern um einen völlig normalen Reifeprozess. Ich fand meine Bestätigung, dass nächtliches Stillen und gemeinsames Schlafen im Familienbett zwar nicht gesellschaftsfähig, aber völlig in Ordnung sind. Schließlich haben wir Menschen das Jahrtausende vor der „zivilisierten“ Gesellschaft so praktiziert, ohne zu Weicheiern zu mutieren, die ein Leben lang an Muttis Rockzipfel hängen.

Durchschlafen: eine Interpretationsfrage

Was bedeutet Durchschlafen eigentlich? Die meisten Mütter und so auch ich, stellen sich vor, dass die Kleinen 10-12 Stunden ohne Unterbrechung schlummern. In Wirklichkeit wird das „Schlafen von Mitternacht bis 5 Uhr früh,“ also gerade einmal 5 Stunden am Stück, in Schlafstudien als Durchschlafen definiert!“[2]

Auch wenn es Babys gibt, die ganze Nächte verschlafen, trifft das auf viele eben nicht zu. Das Schlafverhalten von Kindern ändert sich in den ersten Monaten oft phasenweise, abhängig davon, was gerade Aufregendes im Alltagsleben passiert. Babys schlafen einige Nächte lang gut, einige schlecht und dann plötzlich wieder besser. Ein ewiges hin und her. Wann Babys endlich alleine ein- und durchschlafen können (wenn man sie nicht mit Trainingsprogrammen manipuliert), ist genau so wenig vorhersehbar wie die Lottozahlen – es passiert einfach irgendwann.

Umgang mit Durchschlafen: kulturelle Unterschiede mit gewichtigen Folgen

Lüpold weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es massive kulturelle Unterschiede gibt, in Bezug auf die Erwartung von Eltern, mit welchem Alter ihr Kind alleine bzw. durchschlafen sollte.[3] Während wir in Deutschland spätestens mit dem 6. Monat von unseren Kindern erwarten (im eigenen Bett) durchzuschlafen, geben indische Eltern beispielsweise ihrem Nachwuchs bis zum 5. Lebensjahr Zeit.

Diese unterschiedlichen Sichtweisen haben einen erheblichen Einfluss auf den Umgang mit der Schlafsituation. Stufen Eltern die nächtlichen Unruhen ihres Kindes als normal und altersgerecht ein, werden sie liebevoll auf ihr Kind eingehen können und sanfte Wege finden, die schlaflose Zeit zu meistern. Sind sie dagegen überzeugt, ihr Kind hat ein ernsthaftes Schlafproblem oder schlimmer noch, es will sie nur ärgern mit seinem nächtlichen Aufwachen, werden sie mit aller Wahrscheinlichkeit versuchen sein Verhalten zu ändern.

Das Hintergrundwissen, die Einstellung der Eltern sowie der kulturelle Einfluss sind also entscheidend für den Weg, den Eltern einschlagen. Dabei liegt es ganz in ihren Händen, ob Kinder so bleiben dürfen wie sie sind oder ob ihr Benehmen korrigiert werden muss. Eltern bestimmen, ob Kinder schlafen dürfen wie die Natur es vorgesehen hat oder ob sie durch Schlaftrainingseinheiten gefügig gemacht werden müssen. Das ist absurd, denn keiner kennt die wahren Bedürfnisse der Kinder so gut, wie die Kinder selbst.

Kinder schlafen anders als Erwachsene

Da ich für kindgerechte und gewaltfreie Lösungen bin, hier die Erklärung warum Kinder nicht durchschlafen können:

Schlaf kann in zwei Hauptphasen unterteilt werden: die aktive Traumphase (REM-Phase) und die ruhige Tiefschlafphase (Non-REM-Phase). REM steht für Rapid Eye Movement (rasche Augenbewegung), die in der aktiven Schlafphase oft zu beobachten ist.

1. Kinder schaffen es oft nicht alleine, wieder in den Tiefschlaf zu gleiten

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern wechseln sich die Tiefschlafphasen mit den Traumphasen ab, so dass wir kurvenartig immer wieder vom aktiveren Schlaf in ruhigere (festere) Schlafphasen wechseln. [4] Während Erwachsene diese Übergänge kaum bemerken, wachen Babys in den REM-Phasen sehr leicht auf. Sie spüren, dass sie Hunger haben, frieren oder dass die beschützenden Bezugspersonen fehlen. Um sicher wieder in die nächste Tiefschlafphase zu gelangen, benötigen sie meist die Hilfe der Eltern – auch mehrmals in der Nacht.

2. Babys haben einen unruhigeren Schlaf

Der Anteil der aktiven REM-Phasen ist bei Babys doppelt so hoch wie bei Erwachsenen. Erst im Alter von ca. 2-3 Jahren sinkt der Anteil der REM-Phasen auf das Niveau der Erwachsenen.[5] Babys und Kleinkinder haben also von Natur aus einen unruhigeren Schlaf als Erwachsene und mehr störungsanfällige Phasen, in denen sie leicht aufwachen können.

Einschlafen auf Papas Arm - ja. Ablegen - nein! Wir mussten immer sicherstellen, dass unser Mädchen tief genug schläft, bevor wir sie ins Bett legen konnten.

Einschlafen auf Papas Arm – ja. Ablegen – nein!
Wir mussten immer sicherstellen, dass unser Mädchen tief genug schläft, bevor wir sie ins Bett legen konnten.

3. Babys starten mit einer unruhigen Schlafphase

Erwachsene gleiten unmittelbar nach dem Einschlafen in eine Tiefschlafphase. Wir sind sozusagen direkt weg. Babys dagegen beginnen ihren Schlaf mit einer 20minütigen REM-Phase. [6] Das erklärt zum Beispiel, warum Babys leicht aufwachen, wenn man sich kurz nach dem Einschlafen entfernen möchte oder versucht sie bereits nach wenigen Minuten abzulegen.

4. Ältere Kinder schlafen trotzdem nicht besser

Obwohl mit zunehmendem Alter die Tiefschlafphasen länger werden und es weniger empfindliche REM-Phasen gibt, schlafen manche Kinder trotzdem nicht besser. Unhabhängig von der wachsenden Schlafreife, gibt es auch im Kleinkindalter noch genügend Reize, die vom Schlaf abhalten können: die Angst vor Trennung (um den 6. Monat herum erweitern Kinder ihren sozialen Horizont beträchtlich), Angst vor der Dunkelheit (entsteht, wenn sie laufen lernen),[7] das Zahnen, Wachstumsschübe, Krankheiten… Kinder rufen uns nicht in der Nacht, weil sie uns gezielt von unseren abendlichen Aktivitäten abhalten wollen, sondern weil sie irgendetwas plagt.

Warum ist nächtliches Aufwachen wichtig?

1. Nächtliches Aufwachen sichert das Überleben

„Kleine Kinder, die furchtlos und gerne alleine schlafen, hätten unter evolutionären Bedingungen nicht lange gelebt!“[8] Kinder können nicht ahnen, dass ihnen heutzutage kaum noch ernsthafte Gefahr droht, doch sie schlafen weiterhin am besten, wenn die vertrauten Bezugspersonen ganz in ihrer Nähe sind. In den Armen der Mutter beruhigen sich Babys in der Regel ganz schnell. Nur wenn wir fordern, dass sie alleine einschlafen sollen, gibt es Protest. Zu Recht. Denn dann verlangen wir etwas, was ihren grundlegensten Instinkten widerspricht und in frühen Zeiten zum sicheren Tod geführt hätte.[9]

2. Unruhiger Schlaf ist wichtig für die Gehirnentwicklung

Auch wenn der Mythos kursiert, dass das Durchschlafen zum Wohl des Kindes erforderlich sei, konnten Schlafforscher das Gegenteil beweisen.[10]  Schlafforscher beschreiben den aktiven REM-Schlaf als geistiges Training und gehen davon aus, dass die aktiven Traumphasen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung des Gehirns darstellen. In den Lebensabschnitten, in denen sich das Gehirn am schnellsten entwickelt (Babys werden nur mit 25% der erwachsenen Größe des Gehirns geboren),[11] ist der Anteil an REM-Phasen am höchsten. [12] Je älter wir werden und je ausgereifter das Gehirn ist, desto ausgeprägter werden die Tiefschlafphasen – der REM-Schlaf verliert dann zunehmend an Bedeutung.

Schlafen lernen

Babys sind also nicht dafür geschaffen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang tief und fest zu schlafen. Das vom Gehirn gesteuerte Aufwachen sichert ihr Überleben und begünstigt die körperliche und psychologische Entwicklung der kleinen Lebewesen. Dennoch dominiert die Überzeugung, dass Kinder (durch)schlafen lernen können bzw. müssen. Das Verrückte ist: Schlafen muss nicht erlernt werden! Genauso wenig wie atmen oder essen. Das einzige, was Kinder in unserer Kultur lernen müssen, ist „in angemessener Weise zu schlafen. Das heißt, so wie es die Eltern wollen.“[13] Welch unnötige Aufgabe!

Geborgenheit und Zuwendung - auch von Papa.

Geborgenheit und Zuwendung – auch von Papa.

Kindgerechte Schlafbedingungen

Wenn wir jedoch gewillt sind kindgerechte Schlafbedingungen zu schaffen, können wir davon ausgehen, dass Kinder schlafen wollen und können:

1. Auf die Signale & den Schlafrhythmus des Kindes achten

Kinder nicht einfach hinlegen, nur weil sie zu einer bestimmten Uhrzeit im Bett sein sollen. Nur ein müdes Kind, schläft ein.

2. Die wenigsten Kinder schlafen gerne alleine ein

Es ist wichtig Kinder in den Schlaf zu begleiten, solange sie es brauchen. Hautkontakt, Wärme und die bekannte Stimme wirken beruhigend. Keine Sorge: Stillen, Tragen oder sonstige menschliche Beruhigungsmethoden bilden keinen Grundstein für spätere Probleme![14]

3. Ruhige und entspannte Atmosphäre schaffen

Wenn ich gedanklich bereits den Abwasch erledige und die DVD für den Abend auswähle, während ich nervös neben meinem Kind liege, übertrage ich meine innerliche Unruhe. Im schlimmsten Fall dauert das Einschlafen so noch länger. Ich greife mittlerweile zum Hörbuch oder Handyspiel, wenn es mal wieder länger dauert oder ich schlafe einfach gleich mit…

Materieller Elternersatz

Das Dilemma? Ein kindgerechtes Einschlafritual kann zu einem Interessenkonflikt führen: Eltern wollen Zeit für sich, während das Kind die Anwesenheit der Eltern – in erster Linie der Mutter – fordert. Es gibt mittlerweile sehr raffinierte Mittel, mit deren Hilfe man die Nähe der Mutter in der Nacht fast vollständig ersetzen kann. Es gibt Schnuller oder Flasche statt Brust, Wiege statt Mamas Arm, ein getragenes T-Shirt anstelle echter Körperdüfte und noch viel fantasievollere Möglichkeiten. Eines wird dabei jedoch vergessen: „je weiter sich die Art wie Kinder schlafen sollen von der Art, die ihrer Natur entspricht, entfernt, desto mehr müssen wir sie bezwingen.“[15]

Ich kann den Einsatz von Schlafprogrammen und „Elternersatzmittel“ sehr gut nachvollziehen. Kinder rund um die Uhr zu betreuen ist anstrengend und kinderfreie Zeit rar. Aber leider wird zu selten darüber nachgedacht, ob eben diese Schlafprogramme und Ersatzberuhigungsmittel auf längere Sicht eine günstige oder ungünstige Wirkung haben. In den meisten Fällen scheint nur wichtig zu sein, dass sie funktionieren.

Gewaltakt: alleine Durchschlafen

Ich glaube, dass wir Kindern nichts Gutes tun, wenn wir sie mit Härte von ihrem natürlichen Kurs abbringen. Davon abgesehen halte ich es nicht aus, unser Mädchen stundenlang schreien zu lassen bis ihr das Herz bricht und sie aufgibt. Was soll sie daraus lernen? Dass Kommunikation sinnlos ist? Dass es keine Vertrauensperson mehr gibt? Mein Kind ist kein Feind, der besiegt werden muss. Mein Kind ist ein hilfloses, kleines Lebewesen, das innerhalb von wenigen Monaten eine verdammt große Aufgabe zu bewältigen hat.[16]

Übrigens wachen Kinder nicht öfter auf als früher. Es fällt ihnen unter heutigen Bedingungen nur schwerer wieder einzuschlafen. Alleine im eigenen Bett, ohne den beruhigenden Kontakt zu den Eltern wieder in den Schlaf zu finden ist eine größere Herausforderung als sich angedockt an Mamas Brust zu beruhigen. Was ich dabei nicht verstehe: mit dem Partner an unserer Seite schlafen wir zwar auch unruhiger, aber deswegen kommen wir doch nicht auf die Idee getrennte Schlaflager vorzuschlagen. Warum ist es uns also so wichtig, Babys so schnell zum alleine schlafen zu erziehen, wenn es den kleinen Geschöpfen in unserer Nähe spürbar besser geht?

Die Lösung?

Wer hier nach einer einfachen Lösung sucht, hat den falschen Artikel gewählt. Ja, es ist nervenaufreibend wochenlang ohne Schlaf auszukommen und es erfordert viel Energie die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Doch seien wir ehrlich. Ein Leben mit Kind ist auf den Kopf gestellt, egal was wir tun. Es gibt keine einfache Anleitung zu befolgen und schwups ist alles wieder so wie es vor der Geburt war. Warum also nicht einen kindgerechten Weg wählen, statt einen, der sich gegen das Kind richtet? Anstrengend ist es so oder so! Der emotionalle Stress jedoch ist ein anderer!

Unsere Lösung: Stillen & Familienbett

Ich habe jegliche Erwartungen an das Durchschlafen abgestreift und lasse mich einfach überraschen, wann es soweit ist. Das hilft mir, entspannt für unser Mädchen da zu sein.

Unser Mädchen mit 2 Wochen im Tragetuch - dem praktischen Helfer in wirklich allen Situationen.

Unser Mädchen mit 2 Wochen im Tragetuch – dem praktischen Helfer in wirklich allen Situationen.

Ich stille sie in unserem Familienbett in den Schlaf und beruhige sie, wann immer sie das Bedürfnis danach äußert. In Extremsituationen (z.B. wenn sie hohes Fieber hat) trage ich sie durch die Wohnung bis sie schläft.

Ihr Schlafreifeprozess scheint ein langwieriger zu sein. Wir üben uns in Geduld, weil wir es  bedenklich finden, sie verfrüht zur „Unabhängigkeit“ zu zwingen. „Gras wächst [schließlich] nicht schneller, wenn man daran zieht.“[17]

Unser Familienbett – zwei aneinander geschobene 1,40 m breite Matratzen –  ist ein wahres Wohlfühlparadies. Jeder hat genügend Platz – wir kommen uns nicht ins Gehege. Thomas bemerkt fast nie, wenn unser Mädchen aufwacht. Ich kann hingegen direkt reagieren und mich zum Stillen einfach hin und her rollen. Wenn es gut läuft, weiß ich am nächsten Morgen nicht, wie oft ich gestillt habe. Tja, und unser Mädchen hat alles, was sie zum schnellen wieder Einschlafen benötigt. Was will Familie mehr?

Unser Mädchen geht übrigens gerne ins Bett und schläft auch gerne – wenn sie kann. Ist sie mehrere Stunden in der Nacht wach, gibt es IMMER einen Grund dafür und er lautet nie: „Ach, heute zeige ich Mama und Papa mal, wer hier das Sagen hat.“ Sie weckt mich außerdem jeden Morgen mit einem breiten Grinsen auf – das hilft selbst die schlimmste Nacht fast sofort zu vergessen.

Fazit

Nächtliches Aufwachen ist weder ungesund noch ein Problem. Es ist anstrengend, ja. Aber es gehört zum heranwachsendem Baby wie der Blitz zum Donner.

An dieser Stelle kann ich lediglich William Sears zitieren, weil er mir geholfen hat immer vorwärts zu schauen:
Die Zeit, die unsere Kinder in unseren Armen, an Mamas Brust und in unserem Bett verbringen, ist ein vergleichsweise kurzer Teil ihres Lebens, doch die Erinnerung an unsere Liebe und Verfügbarkeit auch in der Nacht, werden sie ein Leben lang begleiten.[18]

 

 

 

 


Footnotes    (↵ returns to text)
  1. In diesen werden Eltern angeleitet ihre Kinder schnell aus dem elterlichen Schlafzimmer auszuquartieren und im eigenen Bett zu nächtlichem Gehorsam zu trainieren.
  2.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 22.
  3.  Lüpold, Sibylle: Ich will bei Euch schlafen(2007), S. 38.
  4.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 17.
  5.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 20. Bei Erwachsenen liegt der prozentuale Anteil an REM-Schlaf bei 20-25%, bei Neugeborenen und bis zu drei Monate alten Kindern Babys bei 50%.
  6.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 21.
  7.  Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 99.
  8.  Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 103.
  9.  González, Carlos: In Liebe wachsen (2005), S. 163.
  10.  González, Carlos: In Liebe wachsen (2005), S. 147.
  11.  Mc Kenna, James: Sleeping with your Baby (2007) S. 30.
  12.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. 20.
  13.  González, Carlos: In Liebe wachsen (2005), S. 164.
  14.  Renz-Polster, Herbert: Kinder verstehen (2012), S. 101.
  15.  González, Carlos: In Liebe wachsen (2005), S. 163.
  16.  Kinder müssen so viel auf einmal bewältigen: wachsen, reifen (in den ersten 12 Monaten werden bis zu 100 Mio Gehirnzellen verknüpft!), kommunizieren, Zähne kriegen, essen, sich fortbewegen, die Welt verstehen UND natürlich vernünftig schlafen.
  17.  Afrikanisches Sprichwort.
  18.  Sears, William: Schlafen und Wachen (2005), S. XVI.

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  • Danke für Deinen tollen Artikel!
    Ich hoffe, er erreicht viele, viele Eltern, die sich von vermeintlichen Experten hineinquatschen lassen und die nicht mehr auf ihr Bauchgefühl hören.
    Auch ich wurde schon verhöhnt, als ich anbrachte, dass es das Urvertrauen zerstört, wenn man Babys brüllen lässt. :(

    Das letzte Zitat von Sears trifft es so gut!
    Es ist eine SOOO kurze Zeit, in der man sich mal etwas mehr zurücknehmen muss, aber auch das vergeht wieder und man kann wieder aus gehen. Man bricht sich ja keinen Zacken aus der Krone, wenn man bedürfnisorientiert handelt…

    Liebe Grüße,

    Kai Anja

  • Ina

    Vielen, vielen Dank für diesen tollen Artikel! Und wieder werde ich darin bestärkt, genau das Richtige zu tun…. Ich sitze hier nach einer durchwachten Nacht, weil mein Baby die Zähnchen quälen…. Bin eigentlich total fertig und hab schon Streichhölzer in den Augen klemmen…. Da les ich den Artikel-und schwupps- schon ist es nur noch halb so schlimm!
    Meine Kinder (3 Jahre und 7 Monate) hben noch kein einziges Mal durchgeschlafen und keins von beiden musste je ohne uns Eltern schlafen gehn….. Wir folgen seit jeher einfach unserem Instinkt….. Schade, dass der so vielen inzwischen verloren gegangen ist!

    • jana

      und hast du nicht das Gefühl, dass sie nicht durchschlafen, weil sie noch nie allein schlafen konnten?

    • Nun, sie hatte mehrfach die Chance alleine zu schlafen. Anfangs im Beistellbettchen und ich lege sie ja jeden Abend alleine ins Familienbett – ich gehe erst zu ihr, wenn sie mich ruft. Ich bin auch schon ab und zu im Wohnzimmer eingeschlafen (wir haben da noch eine extra Matratze), aber sie schläft nicht durch. Auch wenn ich nicht neben ihr liege…

    • Susan

      Ja so geht es mir gerade auch nach dieser Nacht. Ich hoffe, es sind die Zähne. Denn dann ist der Spuk vielleicht bald vorbei.
      Unser Sohn (14 Monate) wollte nie bei uns im Bett schlafen. Leider, denn in solchen anstrengenden Nächten gäbe ich alles dafür, mich mit ihm hinlegen zu können. Stattdessen ist Tragen angesagt.
      Er schlief bis 7 Monate in seinem Bett neben unserem Bett. Danach kam er in sein Zimmer. Ich bin im Nu bei ihm, wenn etwas ist.
      Es kommt (selten) vor, dass er durchschläft. Einmal schaffte er es sogar mehrere Tage am Stück, nachts durchzuschlafen. Das zeigt mir, dass er es eigentlich gut kann.

  • Manu

    Ui, ein toller Artikel!! Auch ich fühle mich bestätigt, das richtige getan, bzw zu tun. Mein Ältester ( heute !8) hat 5 Jahre bei uns geschlafen, die Mädels (12 und 9) knapp 3 Jahre. Unsere Jüngste wird im Mai 3 liebt es in der Ritze zu schlafen.
    Unser Bauchbewohner kommt in knapp 4 Wochen und wir haben uns ein Beistellbettchen gekauft, wir werden den Kleinen die Zeit geben die sie brauchen, auch ich lasse mich da nicht verrückt machen, zumal es so viel entspannter ist! Wenn ich die Kurze ins Bett bringe, geniesse ich die 30 Minuten und lege mich daneben und hab Zeit für den Kleinen im Bauch, und für mich…

    LG Manu

  • Ein wunderbarer Artikel, der mir aus dem Herzen spricht und mich darin bestätigt, alles richtig gemacht zu haben. Genau, wie du hier schreibst, haben wir es mit unseren Söhnen (mittlerweile 6 und 3) auch gemacht, und wurden von allen und jedermann immer belächelt. Aber ich hörte auf mein Bauchgefühl und setzte mich gegen die gesellschaftlichen Ansichten durch. Dadurch wird jedes Kind stark und emotional gestärkt, denn sie behalten ihr Urvertrauen, sie vertrauen ihren Eltern und das ist das schönste Geschenk, was man als Eltern bekommen kann.
    Liebe Grüße
    Gianna

  • Kathrin

    Ihr haut mich echt von den Socken! Vielen lieben Dank für Eure vielen, rührenden Kommentare und das fleissige liken. Ich bin ganz sprachlos, dass ich so vielen von Euch aus der Seele spreche. Ich habe das nicht erwartet, weil ich immer noch das Gefühl habe (aufgrund meines direkten Umfeldes) als Aussenseiterin da zustehen. Aber ganz offensichtlich geht es vielen von Euch genau wie mir. Das fühlt sich fantastisch an!

    • Vielleicht solltest du mal Mäuschen bei denen Spielen. Vielleicht sind einige nach außen hin „der Strukturierte“ und in Wirklichkeit huschen die Kinder auch in die Ritze und sie verraten es keinem 😉

    • Kathrin

      Es gibt in der Tat viele „Verheimlicher“. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich ganz selbstverständlich erwähne, dass ich unser Mädchen noch stille und sie bei uns im Bett schläft. Dann trauen sich einige Mütter oft zuzugeben, dass sie das auch so machen. Und ich bin immer wieder auf’s Neue erstaunt!

  • Danke für den schönen Artikel. Er formuliert das aus, was ich auch denke und schon darüber geschrieben habe (http://naehbastelkochtante.wordpress.com/infos-zu-schwangerschaft-und-baby/schlafen-und-wachen-eine-aufklarung-uber-babys-schlaf/). Schön auch, dass er so strukturiert ist und absolut nachvollziehbar.
    Klasse!
    Liebe Grüße,
    Miriam

  • Andrea

    Bei unserem ersten Sohn hat es 9 Monate gedauert – dann hat er durchgeschlafen, einfach so. Zuvor war ich soweit, ein paar „Tipps“ auszuprobieren – die Stilldauer reduzieren, ihn noch wach ins Bett legen, ihn im Bett beruhigen und nicht hochheben – das alles hatte nur den Erfolg, dass das Einschlafen viel länger dauerte und er sich nach kürzerer Zeit wieder meldete, wenn ich ihn nachts nicht 10, sondern nur 5 Minuten gestillt hatte. Also gab ich das auf – und irgendwann ging es dann von selbst. Unser zweiter Sohn wurde noch viel häufiger nachts wach. Er nahm keinen Schnuller (der Große schon), wollte immer nur die Brust. Ich ließ ihn, probierte sonst nichts weiter aus – und mit 13 Monaten schlief er durch. Unsere Tochter ist nun 11 Monate, nimmt ebenfalls keinen Schnuller, wacht meist noch alle 2 Stunden auf und will an die Brust – und ich warte ab, irgendwann wird auch bei ihr der Zeitpunkt einfach kommen, an dem sie durchschläft. Vorerst zumindest. Denn auch bei den Jungs gab es lange Zeit immer wieder andere Phasen, in denen sie doch wieder nachts aufwachten – schlechte Träume, verrutschte Bettdecken, auf die Toilette müssen… Richtig zuverlässiges Durchschlafen, wo ein Aufwachen wirklich die absolute Ausnahme ist, gab es bei beiden erst mit ca 5 Jahren. Aber: Wenn es so weit ist, vergisst man die Zeit, in der die Nächte so anstrengend waren, ganz schnell – es sei denn, man entscheidet sich dann, so wie wir, für ein drittes Kind…;)

  • MamaWunderlich

    DANKE für diesen WUNDERVOLLEN Beitrag.
    Ganz toll geschrieben – genau meine Ansichten….

    TOLL TOLL TOLL !!!!

  • Name

    Jetzt konnte ich endlich mal lesen was ich mir immer denke. Mein Kind bleibt in meinem Bett, Punkt :-) Nur was mir noch Sorgen macht is wenn mein Engel in die Krippe geht, da müssen die kleinen schlafen und das allein:-(

    • Kathrin

      Ohje, das kann ich sehr gut nach vollziehen. Wir hatten eine Kinderkrippe gefunden, in der uns angeboten wurde, unser Mädchen im Kinderwagen „einzuschläfern“. Vielleicht gibt es ja bei Euch auch einen Kindergarten mit so tollem Service?

    • Anonymous

      Sich sorgen machen dass das Kind alleine einschläft aber es in eine Krippe stecken? Manche Leute sollten wohl ihre Prioritäten etwas überdenken…

    • Unser Mädchen geht nicht in die Krippe, sie wird bis zu ihrem 3. Geburtstag zu Hause bleiben. Manche Eltern haben allerdings – aus verschiedenen Gründen – keine Wahl…

  • Astrid

    Ein toller Artikel, meine Töchter sind heute 30 und 15 Jahre alt.
    Mir war es damals schon egal, was andere Leute reden.
    Beide haben, bis sie 8 J. waren, immer mal wieder Phasen gehabt ,in der sie unbedingt in Mamas Bett schlafen mußten, was sie auch durften.
    Selbst mein damalige Hausarzt sagte, das ist ok.
    Wie sollen kinder verstehen, das Mama und Papa in einem bett schlafen dürfen und die Kinder müssen allein im dunklen Zimmer liegen. :)

    • Kathrin

      Wow, das finde ich großartig. Meine Mutter und meine Schwiegermutter haben uns Kinder ins eigene Bett und eigene Zimmer gesteckt. Thomas erzählt oft wie schlimm er es fand alleine zu schlafen, wenn er krank war oder Angst hatte. Ich kann mich auch an beängstigende Schatten an der Wand erinnern – aber nicht daran, dass mich jemand beruhigte…

  • Name

    Zwar bin ich noch keine Mama und auch nicht gerade Schwanger, da ich aber Tante bin, bin ich immer sehr Interessiert, ich hatte ja stehts die Meinung „Meine Kinder schlafen nicht bei mir im Bett“.

    Durch diesen Artikel werde ich dies noch einmal Überdenken.

    Aber einem Punkt muss ich Ihnen recht geben, wir verlangen von Kinder zuviel. Wenn ich mir ansehe was von meinen Aufpasskindern, von seiten der Eltern verlangt wird. Da schüttelt es mich. Kinder sollten Kinder sein und Erwachsene sollten sie Kinder sein lassen.

    • Kathrin

      Vor der Geburt meiner Tochter hatte ich auch andere Vorstellungen von Kinder- und so auch Schlaferziehung. Erst durch unser Mädchen merkte ich, dass bei vielen von Erwachsenen festgelegte Regeln etwas gewaltig nicht stimmt. Umso mehr freue ich mich, dass Dich mein Artikel zum Nachdenken anregt, obwohl Du noch keine eigenen Kinder hast.

  • katja

    sehr schön!!! vielen dank! deine zeilen haben mir für meine arbeit als hebamme ganz viel neuen input gegeben. leider gibt es nicht so viele von deiner sorte 😉 aber umso schöner, dass du deine gedanken, erfahrungen und gefühle hier teilst. vielleicht rettet das die ein-oder andere kinderseele. . .

    meine tochter schläft mit 4 noch bei mir und sie ist solange willkommen, solange sie mag :-)

    • Kathrin

      Das höre ich gerne! Ich hatte ernsthaft überlegt eine Ausbildung zur Hebamme anzufangen, um direkt an der Basis Gehirnwäsche betreiben zu können 😉 Aber der Schichtdienst während der Ausbildung kollidiert mit meiner „Erziehungsmethode“. Ich will unser Mädchen weder abstillen noch ausquartieren. Sie ist noch so klein…

  • Dani

    Hall0!
    Ein ganz wunderbarer Artikel, der das wiederspiegelt, was ich mir schon immer dachte und seit 6,5 Monaten auch mit unserer Tochter praktiziere. Klar, gibt es Nächte, da fragt man sich WARUM TU ICH MIR DAS AN?! Aber dann schau ich in ihr Gesichtchen, wie sie selig in meinem Arm einschläft und einfach nur zufrieden vor sich hin nuckelt und ich weiß, warum man sich das „antut“… Uns wird von allen Seiten gesagt, was für ein zufriedenes und ausgeglichenes Kind sie ist… auf die Frage, ob sie schon durchschlafe, lache ich immer und sage „Nein, noch weit entfernt, aber das ist völlig in Ordnung. Bis sie heiratet, wird sie schon irgendwann durch- und im eigenen Bett schlafen :-) …“. Einer Freundin wurde von ihrer Mutter (!!!) empfohlen, ihren kleinen Sohn (6 Wochen alt!!), abends doch ne dickere Flasche zu machen oder Brei mit Zwieback, der habe sicher einfach Hunger und kommt deshalb Nachts so oft… mein Vater pocht drauf, dass wir die Kleine doch auch endlich in ihrem Bett im KiZi schlafen lassen sollen… NIX DA!! Die Kleine bleibt wo ist am besten schläft, nämlich bei uns. Ich werde deinen Artikel weiterleiten.. DANKE!

    • Kathrin

      Genau das! Wenn ich unser Mädchen so glückselig schlafen sehe, wenn sie früh am Morgen mit einem Lächeln aufwacht und sich eng an mich ran kuschelt – DANN ist alles wieder gut!

  • Pingback: Vom Durchschlafen. Oder nicht. | Mama Miez' Blog()

  • Genau so soll es sein! Ich werde oft bemitleidet, weil ich mein Bett mit meinen Kindern teilen muss. Wir schlafen inzwischen zu 5. in unserem Familienbett und es geht uns super gut dabei. Für die „großen“ [4 und 2) wartet schon das eigene Bett im Kinderzimmer, wenn sie dazu bereit sind können sie es nutzen. Aber solange genießen wir noch die gemeinsame Zeit. Und wenn sie nachts mal wach werden reicht es oft einfach mal kurz zu streicheln, oder die Trinkflasche zu geben.

    • Kathrin

      So haben wir es uns auch gedacht. Wir werden über kurz oder lang umziehen und dann ein eigenes Zimmer für unser Mädchen einrichten. Sie wird dann die Möglichkeit erhalten im eigenen Zimmer zu schlafen, aber unsere „Schlafoase“ darf sie jederzeit betreten. Auch wenn sie bereits 16 ist und Liebeskummer hat – sofern sie es dann überhaupt noch möchte…