Baby-led Weaning: Geeignetes Obst

Kathrin Beikost 13 Kommentare

Baby-led Weaning (BLW) ist ein breiloser Beikost-Trend, bei dem Babys fast alle Nahrungsmittel vom Familientisch probieren dürfen. Da Obst viel Wasser, wertvolle Vitamine und Mineralstoffe enthält, eignet es sich hervorragend als gesundes Fingerfood für Kinder.

Fotostrecke

Hier eine Auswahl an Früchten, die du deinem Kind anbieten kannst:

Apfel/ Birne

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Das Lieblingsobst der Deutschen ist auch bei den Kleinsten beliebt. Einfach in kleine Schnitze oder in Scheiben schneiden (eventuell vorher schälen). Für "absolute Beginner" Äpfel und harte Birnen am besten dünsten.

Welches Obst ist für den Baby-led Weaning Anfang geeignet?

Wer nach einer konkreten „Obstreihenfolge“ sucht, wird sie bei dieser Form der Beikosteinführung nicht finden. Statt starren Plänen zu folgen, ist es wichtiger zu erkennen, was das Baby mag und von sich aus kosten möchte.

Um zu schauen, wie ein Baby mit fester Nahrung zurecht kommt, ist es sinnvoll mit weichen, milden Obstsorten (wie Birne, Melone, Banane) anzufangen. Es spricht aber auch nichts dagegen das Kind von einer Orange, Erdbeere oder jedem anderen Obst probieren zu lassen, wenn es Lust darauf verspürt.

Die Familie des Kindes hat eine Vorbildfunktion und legt den Grundstein für eine gesunde und bewusste Ernährung. Das sollte stets im Hinterkopf bleiben, denn Kinder orientieren sich auch in der Beikostzeit stark an dem, was ihnen vorgelebt wird. Ein guter Grund für Obstmuffel etwas beherzter in die „Früchtekiste“ zu greifen 😉

Welches Obst darf ich meinem Baby nicht geben?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Einerseits ist es gut auf regional angebautes Obst zurückzugreifen, weil es besser schmeckt, meist umweltfreundlicher ist und kaum zu Unverträglichkeiten führt (hier gibt es übrigens einen Obst-Saisonkalender). Andererseits gibt es auch hierzulande leckere, fair gehandelte exotische Früchte, die von vielen Babys gut vertragen werden. Letztendlich musst du auch in diesem Fall dein Gefühl/ deine Angst entscheiden lassen.

Grundsätzlich ist es nicht nötig auf bestimmte Obstsorten von vornherein zu verzichten (siehe auch „Übertriebene Angst vor Allergien: Lass es Dir schmecken Baby„). Womöglich reagiert dein Kind allerdings auf einige Früchte (beispielsweise Erdbeeren, Zitrusfrüchte oder Kiwi) mit Blähungen, Durchfall, Ausschlag oder wundem Po.

Ich lebe nach der Devise: „Probieren geht über studieren“ und so durfte unser Mädchen recht früh (ab dem siebten Monat) Südfrüchte (Orangen, Bananen, Mango, Litschi) kosten. Ich selbst esse diese Obstsorten sehr gerne, wir sind keine Allergiker und sie hat in den ersten Beikost-Wochen nur Mini-Portiönchen verspeist – völlig problemlos.

Baby-led Weaning geeignetes Obst:
Was muss ich beachten?

1.Biete am Anfang nur wenige Obstsorten in kleinen Mengen an und schau wie es deinem Kind bekommt.
Von einem (exotischen) Obstsalat beispielsweise rate ich ab, denn wenn dein Kind eine Sorte nicht verträgt, wirst du nur schwer herauszufinden können, welche es war. Reagiert dein Kind auf eine Frucht mit wundem Po oder ähnlichem, biete es in noch kleineren Portionen an oder lasse es vorerst ganz weg.

2. Für „Baby-led Weaning – Anfänger“ empfiehlt es sich weiche Obstsorten (Melone, Erdbeere, Banane) zu wählen, beziehungsweise Obst mit härterem Fruchtfleisch (zum Beispiel Apfel) vor dem Verzehr zu dünsten.

3. Das Baby sollte die Obststücke gut greifen können.
Zu Beginn greifen Babys noch mit der ganzen Hand, deswegen ist es wichtig, dass die Obststücke so lang sind, dass sie aus der kleinen Faust herausschauen. Bei flutschigem Obst wie Banane oder Melone einfach die Schale als Griff dran lassen. Weiche Früchte wie Birne oder Erdbeere können auch ganz angeboten werden.

4. Bei Kindern unter zwölf Monaten ist es angebracht kleine, runde Früchte wie Weintrauben oder Kirschen wegen der Erstickungsgefahr zu halbieren und die Kerne/ Steine zu entfernen.

5. Obst (und Gemüse) ist oft stark mit Pestiziden belastet.
Es ist daher ratsam, biologisch angebaute Früchte zu kaufen und das Obst vor dem Verzehr gründlich zu waschen (siehe auch: “Schadstoffe bei Obst und Gemüse – Waschen oder Schälen?”).

6. Biete frisches Obst an.
Konservenfrüchte enthalten viel Zucker. Getrocknetes Obst setzt sich an den Zähnen fest und kann zu Karies führen. Wer es ganz genau wissen möchte, kann auf dieser Seite nachschauen, welche Inhaltsstoffe in welcher Frucht stecken – egal ob frisch oder aus der Konserve.

7. Respektiere, wenn dein Baby von sich aus etwas nicht essen möchte.
Biete immer wieder verschiedene Obstsorten an, denn Kinder ändern gelegentlich ihre Meinung/ ihren Geschmack, aber überrede es niemals gegen seinen Willen.

Weitere Links

Beikosteinführung: Fingerfood statt Brei (Baby-led Weaning)
(sehr ausführlicher Artikel über die Vorteile, Vorraussetzungen mit vielen Tipps und Buchempfehlungen)

Baby-led Weaning: Geeignetes Gemüse
(Fotostrecke Gemüse mit Anregungen und wichtigen Informationen)

(Bildquelle: http://www.sxc.hu/)

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  • Liz

    Bei uns gibt es Apfel nicht in Schnitzen sondern in Ringen. Ich steche das Kernhaus aus, esse selbst die erste Scheibe und die nächste bekommt meine Tochter.

    • Interessante Methode. Muss ich auch mal probieren…

  • yep, mich nervt das auch immer. Vor allem, wenn die frisch geteufkan Erdbeeren am ne4chsten Tag schon schimmeln *grummel* Ich mach es dann entweder so, dass ich schon fertig nach Gewicht abgepacktes Obst kaufe (z.B. kleinere Wassermelonenstfccke, eine ganze kf6nnte ich ja gar nicht heimtragen)oder mein Freund muss mir beim Essen helfen.Beweis kommt sofort *strammsteh* 😀 Bildquali ist nur bisschen doof wegen Kunstlicht.@ TinnyMey, ja genau, man muss sich nur richtig motivieren. Das war bei mir als Kind schon so. Bring es in Sternchenform und ich esse ALLES 😀

  • Pingback: Fotostrecke: Fingerfood - Gemüse - Nestling()

  • Manuela

    Ich war morgens mal ganz entsetzt, weil der Windelinhalt braun mit lauter kleinen schwarzen Punkten war. Bis mir eingefallen ist – am Vortag gab’s zum ersten mail Kiwi :)

  • Mara

    Hallo :)
    Eine wunderbare Seite hast du da! Großes Lob :)
    Allerdings habe ich von einem Rettungsassistenten gehört, dass die Schale von Trauben und Tomaten die häufigste Erstickungsursache bei Kindern ist. (da sich die Schale über den Eingang der Luftröhre legen kann..) Deshalb würde ich Tomaten und Trauben am Anfang lieber schälen.

    • Liebe Mara, danke für den Hinweis. Was heißt am Anfang? Ab welchem Alter nimmt die Erstickungsgefahr durch Trauben-/ Tomatenschalen ab? Unser Mädchen hat am Anfang die Tomatenschale von sich aus gemieden. Traube hat sie mit ca. 7-8 Monaten halbiert gegessen.

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